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Kommentare zu:
Niederlande vor Aufnahme von "sexueller Orientierung" in Verfassung


#1 VladiAnonym
  • 16.03.2022, 12:40h
  • Endlich mal, es wurde auch Zeit. Aber ich kann mir in der BRD nicht vorstellen, dass wir mit den Niederländern gleich ziehen so lange die AfD in Deutschland eine so große Macht hat. Und der Konflikt mit Putin und seiner queer-feindlichen Politik wird im Falle einer weiteren militärischen Auseinandersetzung mit dem Westen auch nicht gerade dazu beitragen, dass sich hier etwas ändert. Daher weiter demonstrieren für LGBTQ-Rechte auf der ganzen Welt.
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#2 PetterAnonym
  • 16.03.2022, 13:31h
  • Es wird höchste Zeit, dass das auch in Deutschland endlich passiert.

    Hier ist es ja der Art. 3 GG.
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#3 seb1983
#4 JuliettAnonym
#5 PetterAnonym
  • 16.03.2022, 16:05h
  • Antwort auf #3 von seb1983
  • Darum geht es nicht.

    Gesellschaftliche Prozesse sind sehr langsam.

    Aber es geht darum, dass wir dann z.B. homophobe Gesetze oder gesetzliche Diskriminierungen damit zu Fall bringen können.

    Ja, auch das ist nur ein kleiner Schritt, aber nur weil noch viele Schritte folgen müssen, sollte man nicht resignieren, sondern jeden einzelnen Schritt gehen, damit man am Ende doch am Ziel ankommt.
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#6 Taemin
  • 17.03.2022, 11:12h
  • Antwort auf #3 von seb1983
  • Theorie und Praktik... Zum Beispiel die koreanische Verfassung verbietet Diskriminierung von Frauen und sie verbietet Diskriminierung von Schwulen und Lesben. Das steht nicht wörtlich dort, aber die Regierung legt die Verfassung ausdrücklich so aus. Trotzdem werden Frauen nirgendwo auf der Welt beim Vergleich mit Männern so viel schlechter bezahlt wie in Korea und leidende Positionen so stur mit Männern besetzt statt mit Frauen (von der Sitte, dass viele Männer ihre Frauen prügeln, rede ich gar nicht), und trotzdem haben Schwule und Lesben viele gesetzliche und soziale Nachteile. Etwas in die Verfassung schreiben ist gut, aber man muss es dann auch befolgen. Wenn das wirklich einmal in Deutschland kommt, werden wir erfahren, ob es beim Wort bleibt oder ob auch die Tat folgt.
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#7 Zur KlärungAnonym
  • 17.03.2022, 18:42h
  • Antwort auf #6 von Taemin
  • Ich glaube, manche Leute verstehen nicht den Sinn einer Verfassung.

    Die Verfassung ist weniger ein Rechtstext, der für das alltägliche Leben zwischen Menschen gedacht ist, sondern eher ein Rechtstext, der Rechte gegenüber dem Staat definiert.

    Also:
    wenn im privatwirtschaftlichen Bereich z.B. ein privater Arbeitgeber Frauen für die selbe Arbeit schlechter bezahlt als Männer, dann greift so ein Verfassungsgrundsatz erstmal nicht. Aber würde es ein Gesetz geben, dass das explizit erlaubt oder sogar fordert, dann könnte man dieses damit zu Fall bringen.

    Das ist genau der Grund, weshalb man trotz solcher Verfassungs-Artikel noch Anti-Diskriminierungs-Gesetze (in Deutschland das AGG) braucht, um eben auch den privaten Bereich zu reglementieren.

    Dass solche Aussagen in der Verfassung natürlich auch Auswirkungen auf die Gesellschaft haben können, ist davon natürlich unberührt.
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#8 Taemin
  • 18.03.2022, 10:29h
  • Antwort auf #7 von Zur Klärung
  • Wenn Frauen schlechter bezahlt werden, keine hohen Stellen in Unternehmen bekommen, dafür aber Prügel durch den Ehemann, dann liegt das daran, dass Gesetze es erlauben oder wenigstens nicht verbieten. Ja, es stimmt, dass die Verfassung nicht Unternehmen und Ehemännern direkt vorschreibt, was sie tun dürfen und was nicht. Sie schreibt dem Staat vor, wie er sich verhalten muss gegenüber den Menschen. Das muss er dann aber tun, also zum Beispiel verbieten, dass Unternehmen nur Männer in die Direktion holen oder Frauen für gleiche Arbeit schlechter bezahlen. Anderes Beispiel: Wenn die Verfassung Leben schützt, der Staat aber Mord nicht verbietet, was nützt dann die Verfassung? Schutz vor Diskriminierung ist nicht anders. Ganz klar wird das wenn LGBTI dürfen nicht diskriminiert werden laut Verfassung, der Staat sie aber trotzdem in seinen Gesetzen schlechter behandelt. Und sogar wenn Gesetze gleiches Recht für alle bestimmen, wird oft nicht beachtet. Ich arbeite in einem Unternehmen, das viele Menschen beschäftigt, die Minderheiten angehören, weil das ist Geschäftspolitik. Wir lesen aber immer wieder, dass Menschen mit fremd klingenden Namen und mit fremdem Aussehen oft bei Bewerbung um Arbeitstellen aussortiert werden. Ich will nicht wissen, wie viele Arbeitgeber allein wegen Gesicht und Namen abgesagt hätten, wenn ich mich bei ihnen beworben hätte. Und ich bin immerhin hell und kein Moslem. Hat mir vor Jahren jemand gesagt, dass ich bin doch Ausländer erste Klasse, weil immerhin hell und kein Moslem. (Ich wurde als Baby in Seoul von der Botschaft als Deutscher registriert, aber trotzdem bin ich also im besten Fall Ausländer erste Klasse, danke schön, Deutschland. Aber komme ich nach Hause, wo ich auch Staatsbürger bin, heißt es: Der Deutsche ist wieder da. Das Gefühl, das man davon bekommt, kennen sicher viele.) Lange Rede kurzer Sinn: Verfassung und wirkliches Leben, das ist wie Dichtung und Wahrheit.
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#9 Lucas3898Anonym
  • 20.03.2022, 18:52h
  • Wird Zeit, dass die auch die deutsche Bundesregierung endlich die versprochene Änderung in Art. 3 Abs. 3 GG umsetzt und das verfassungswidrige TSG abschafft.
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