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Reality-TV-Spin-off

Netflix lädt ab sofort zum "Queer Eye Talk"

Die deutschen Fab 5 präsentieren einen neuen Szenetalk bei Youtube. Zum Einstieg treffen sie Jochen Schropp und Brix Schaumburg.


Zunächst soll es drei Ausgaben des Talks geben (Bild: Youtube-Screenshot)

  • 16. März 2022, 12:00h - 3 Min.

Eine Woche nach dem Start der deutschen Version von "Queer Eye" bei Netflix hat der Streaming-Dienst am Mittwoch ein neues Format mit den "Fab 5" angekündigt und zugleich bereits die erste Folge des "Queer Eye Talks" bei Youtube veröffentlicht.

In der Reihe treffen Ayan, David, Jan-Henrik, Leni und Aljosha auf queere Vertreter*innen der deutschen Medienlandschaft. In drei Folgen sprechen die Fab 5 mit ihren Gäst*innen über Momente, die ihr Leben auf den Kopf gestellt haben. Basierend auf ganz persönlichen Erfahrungen erzählen sie bei Kerzenschein, wie sie großen Herzschmerz überwunden haben, wie sie durch ihr Coming-Out zu sich selbst gefunden haben und warum Schicksalsschläge manchmal die Chance bieten, über sich selbst hinauszuwachsen. Die erste Folge zum Thema Trennungen mit Moderator Jochen Schropp und Schauspieler Brix Schaumburg findet sich ab jetzt auf Youtube.

In Folge 2 (ebenfalls im deutschsprachigen Netflix-Youtube-Kanal online ab 18. März) sprechen Youtuberin Jolina Mennen und Aktivistin WikiRot über ihr Coming-Out, in der dritten Folge (online ab 21. März) erzählt Reality-Star Bastian Castillo von seiner HIV-Diagnose und Aktivist Nasser El-Ahmad spricht über seine Jugend in einer queer-feindlichen Umgebung.

"Wie schon Queer Eye Germany gibt nun auch die Reihe Queer Eye Talk queeren Menschen im deutschsprachigen Raum eine Stimme und macht ihre Lebensrealitäten sichtbar", so Netflix. "Denn: Niemand soll sich allein fühlen müssen. Gleichzeitig zeigen die Formate, wie universell viele Hürden im Leben sind und dass wir, wenn wir stets mit Akzeptanz und einem offenen Ohr aufeinander zugehen, viel voneinander lernen können." Mit dem Format wolle man zum Denken anregen, so Ayan Yuruk in einem Netflix-Podcast. "Das ist tatsächlich eine Mission. Ich finde, wir starten hier eine Bewegung für Inklusion und Akzeptanz – und zwar nicht nur für die queere Szene, sondern für alle Menschen, die vielleicht nicht in die Norm passen."

Am 9. März war bei Netflix mit der deutschen Version der erste internationale Ableger des US-Hitformats "Queer Eye" online gegangen (queer.de berichtete). Das deutsche Team besteht aus Work/Life-Coach Leni Bolt (zuständig für Lebenseinstellung), Influencer*in David Jakobs (Beauty), Arzt und Ernährungsberater Aljosha Muttardi (Ernährung und Gesundheit), Interior-Design-Ass Ayan Yuruk (Design) sowie dem aus der ntv-Sendung "Premium Lounge" bekannten Dandy Jan-Henrik Scheper-Stuke (Mode). Scheper-Stuke ist auch Chef des Berliner Modehauses Auerbach.

Die Realityshow lief zuerst vor fast 20 Jahren in den USA: "Queer Eye for the Straight Guy" wurde in den restriktiveren Bush-Jahren zwischen 2003 und 2007 im US-Kabelsender Bravo gezeigt – und sorgte dafür, dass queeres Leben entmystifiziert wurde. 2018 wagte sich Netflix an einen Reboot mit fünf anderen Expert*innen. Von nun an kümmerten sich Antoni Porowski (Essen und Wein), Bobby Berk (Innenarchitektur), Karamo Brown (Kultur), Tan France (Fashion) und Jonathan Van Ness (Styling) um Menschen, die Hilfe brauchten. Dabei heimste die Produktion viele TV-Preise ein, darunter auch mehrere Emmys. (cw/pm)

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