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Übersicht

Unterkünfte und psychosoziale Beratung für Ukraine-Flüchtlinge

In ganz Deutschland greifen engagierte Menschen queeren Geflüchteten nicht nur aus der Ukraine mit Unterkünften und in Beratungsstellen unter die Arme. Eine aktuelle Übersicht:


Eine Broschüre der Gruppe Munich Kyiv Queer aus Zeiten vor der russischen Invasion (Bild: Munich Kyv Queer / Design: Stas Mishchenko)

Queere Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine oder aus Russland flüchten mussten, haben oft Traumatisierendes erlebt, wenn sie dieser Tage endlich im vermeintlich sicheren Deutschland ankommen. Doch dass Safer Spaces auch hier noch längst keine Selbstverständlichkeit sind, erleben Menschen tagtäglich auf viele schmerzhafte Arten.

Umso wichtiger ist es, dass queere Geflüchtete in Deutschland schnell eine Unterkunft in einem LGBTI-sensiblen Umfeld und passende psychosoziale Hilfsangebote finden. Annika Natus hat für queer.de hat einige Links gesammelt.

Unter der Auflistung von Safer Spaces / Unterkünften folgen eine Liste mit psychosozialen Beratungen und weitere queere Nothilfen in Polen, der Slowakei, Ungarn und Armenien. Hinzu kommt Unterstützung für neue Eltern traumatisierter, geflüchteter Kinder und Helfende.

Safer Spaces / Unterkünfte finden

Bundesweit
Das neue Bündnis #QueereNothilfeUkraine vermittelt zwischen queeren Geflüchteten und Leuten, die ihnen einen Safer Space bieten können.

https://www.queere-nothilfe-ukraine.de/

Auch die Gruppe MunichKyivQueer, die sich bereits vor dem Krieg gegen die Ukraine gegründet hat, vermittelt Unterkünfte über ihre Webseite:

https://munichkyivqueer.org/spenden-2/

Der Verein russischsprachiger LGBTI in Deutschland, Quarteera, vermittelt ebenfalls Unterkünfte.

https://www.facebook.com/Quarteera/

Weitere Unterkünfte nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen europäischen Ländern, speziell für nicht-weiße und/oder queere Geflüchtete aus der Ukraine, werden über dieses privat organisierte Googledoc vermittelt, auf das unter anderem auch der Berliner "Tagesspiegel" verweist:

https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSdiU0Y3k-6IBCAduwDJte_CbqK6XZ8kqYvvEPTYRQzzRR0Mvg/viewform

München
Fünf paritätischen Mitgliedsorganisationen und der Paritätische Bezirksverband Oberbayern vermitteln LGBTI-Geflüchteten Wohnungen in München und dem Umland. Auch wer Wohnraum anbieten möchte, kann sich melden.

https://oberbayern.paritaet-bayern.de/ueber-uns/wohnraum-fuer-lgbti-gefluechtete/

Berlin
Die Telegram-Gruppe "LGBTQAI* support Berlin for People from Ukraine" hilft queeren Geflüchteten mit einer knapp 1000 Mitglieder großen Gruppe, in der sich auch Wohnungsangebote und -gesuche finden.

Die Schwulenberatung Berlin betreibt eine Not- und Gemeinschaftsunterkunft für LGBTI-Geflüchtete in Berlin, nimmt aber auch private Wohnungsgesuche und -angebote auf.

https://schwulenberatungberlin.de/post/unterstuetzung-fuer-ukrainischen-lsbti-und-menschen-mit-hiv/

Hamburg
Bei der Initiativgruppe Queer Refugees Support Hamburg können sich queere Geflüchtete melden, die, auch kurzfristig, ein Gästezimmer benötigen. Außerdem ist sie mit anderen Beratungsstellen in und rund um Hamburg vernetzt und kann psychosoziale Angebote vermitteln.

https://queer-refugees-support.de/

Das Projekt Abrigo vermittelt Wohnraum für LGBTI und andere besonders schutzbedürftige Geflüchtete in Hamburg. Der Kontaktweg sowie weitere Beratungsangebote für queere Geflüchtete sind auf der Seite der "Hamburger Vernetzung pro LSBTI*-Geflüchtete" genannt.

https://www.queer-refugees.hamburg/index.php/gruppen

Köln
Die Rainbow Refugees Cologne Support Group ist die erste LGBTI-Migrant*innen-Selbstorganisation in NRW und unterstützt geflüchtete Queers bei der Wohnungssuche. Hier können sich auch Menschen melden, die Zimmer für Geflüchtete in Köln anbieten wollen.

https://rainbow-refugees.cologne/fuer-gefluechtete/

Bielefeld
Die CSD-Gruppe, die Gleichstellungsstelle der Stadt Bielefeld und der Verein BIEQueer haben die Gruppe Queer Ukraine Support Bielefeld gegründet, die Hilfs- und auch Wohnungsangebote vermittelt.

Kontakt über Mail an lsbtiq@bielefeld.de oder via Whatsapp: +49 163 6190815.

Dresden
Die Initiative Rainbow Refugees des Christopher Street Day Dresden vermittelt Unterkünfte und andere Hilfen für queere Geflüchtete über eine eigene Webseite mit Kontaktformular. Auch Helfende können sich darüber melden.

http://rainbow-refugees.de

Sachsen-Anhalt und Thüringen
Private sichere Unterkünfte und andere Hilfen für geflüchtete Queers organisiert das Jugendnetzwerk Lambda Mitteldeutschland. Über ein Formular auf der Webseite können sich Menschen melden, die einen Safer Space anbieten können oder brauchen.

https://lambda-mdl.de/blog/sichere-unterkunft/

Psychosoziale Hilfen

Bundesweit

Student*innen haben die Initative Queer Refugee Health gegründet und bieten eine bundesweite Übersicht von Organisationen, die queeren Geflüchteten helfen. In der Liste sind psychosoziale Beratungsangebote übersichtlich markiert.

https://queer-refugee-health.webflow.io/

Eine umfangreiche Liste von Beratungsstellen und Treffpunkten für queere Geflüchtete listet das Projekt Queer Refugees Deutschland auf. Psychosoziale Beratung ist hier allerdings nicht gesondert aufgeführt.

https://www.queer-refugees.de/anlaufstellen/

Über eine Suche nach Postleitzahlen gelangt man auf einer Webseite der Deutschen Aidshilfe, die gemeinsam mit queeren Migrant*innen entwickelt wurde, zu Hilfsangeboten für LGBTI-Geflüchtete. Darunter sind nicht nur, aber auch viele Stellen mit psychosozialer Beratung.

https://www.queerrefugeeswelcome.de/de

Quarteera, ein Verein für russischsprachige LGBTI, organisiert bundesweit Hilfen und Beratung für Geflüchtete, die sich bereits in Deutschland aufhalten.

http://www.quarteera.de/

Bis zu vier kostenlose Online-Therapiesitzungen können Geflüchtete über ein von Therapeut*innen entwickeltes Online-Portal wahrnehmen. Hier kann man sich sensibilisierte Therapeut*innen über den tag "LGBTQI" anzeigen lassen. Viele nehmen an dem Projekt "Therapists for Ukraine" teil. Die meisten sprechen allerdings kein Ukrainisch, sondern Deutsch, Englisch oder andere Sprachen.

https://complicated.life/de/finde-hilfe/lgbtqi

Viele Praxen von Ärzt*innen bieten in Berlin und anderen Orten in Deutschland kostenlose medizinische und psychologische Hilfe für Geflüchtete aus der Ukraine – allerdings nicht speziell für LGBTI.

Für Berlin: https://www.kvberlin.de/fuer-patienten/ukraine
Bundesweit: https://jameda.de/ukraine/

Eine erste Anlaufstelle für Geflüchtete, die psychologische Hilfe suchen, können auch die bundesweit 47 psychosozialen Zentren, Einrichtungen und Initiativen sein, die – nicht nur queere – Geflüchtete psychosozial und therapeutisch versorgen. Es gibt auch spezielle Angebote für Kinder. Für alle Mitarbeitenden gilt dort die Schweigepflicht.

https://www.baff-zentren.org/hilfe-vor-ort/psychosoziale-zentren/

Bayern
Anlaufstellen für queere Geflüchtete in München und Umgebung listet das Projekt Rainbow Refugees Munich auf. Auch psychosoziale Beratung ist darunter.

https://rainbowrefugeesmunich.net/

Berlin und Brandenburg
In Berlin gibt es auf der Seite der Schwulenberatung Infos auch in ukrainischer Sprache über Angebote speziell für LGBTI-Geflüchtete. Unter anderem vermittelt die Fachstelle für LSBTI*-Geflüchtete soziale, rechtliche, medizinische und psychotherapeutische Hilfen, die auch geflüchtete LGBTI aus Brandenburg nutzen können. Auch die Übersetzer*innen sind LGBTI-sensibel.

https://schwulenberatungberlin.de/angebote/queer-refugees/

Queere Geflüchtete erhalten beim Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg psychosoziale Beratung und andere Hilfen. Es gibt auch ein Mentor*innenprogramm für queere Geflüchtete, das sich noch über ehrenamtliche Unterstützer*innen freut.

https://berlin.lsvd.de/projekte/mentor_innenprogramm/

Über das Programm MILES gibt es in Berlin psychosoziale und rechtliche Beratung für LGBTI-Geflüchtete, LGBTI mit Migrationsgeschichte sowie Schwarze und LGBTI of Color und deren Angehörige.

https://berlin.lsvd.de/beratung/miles/

Über den Berliner Verein GLADT finden queere Schwarze Menschen und People of Color Unterstützung, Empowerment und psychosoziale Beratung, unter anderem auch auf Russisch und Georgisch. Außerdem wird ärztliche und therapeutische oder rechtliche Hilfe vermittelt.

https://gladt.de/beratung-2/

Ebenfalls für Menschen in Berlin: Der Verein TransInterQueer bietet speziell für Geflüchtete unter anderem Beratung bei Traumafolgestörungen, Diskriminierung durch Behörden oder zur rechtlichen Anerkennung des Geschlechts an.

https://www.transinterqueer.org/wp-content/uploads/2021/11/Flyer-TIN-Gefluechtete.pdf

In Berlin aktiv ist auch das Team von LesMigraS Refugee aus Jurist*innen, Sozialarbeiter*innen und Psycholog*innen, die für LGBTI-Geflüchtete in Berlin kostenlose und spezialisierte Beratungsdienste anbieten.

https://lesmigras.de/de/flucht-und-asyl

Die Fachstelle für traumatisierte Geflüchtete und Überlebende schwerer Gewalt des Zentrum Überleben in Berlin berät zum Status der besonderen Schutzbedürftigkeit von Erwachsenen und Kindern mit Fluchterfahrung. Sie richtet sich an Menschen, die psychisch erkrankt oder Opfer psychischer, physischer oder sexueller Gewalt geworden sind. Hier gibt es eine Telefonsprechstunde und psychosoziale Beratung im Rahmen von bis zu fünf Sitzungen. Es wird mit speziell geschulten Dolmetscher*innen zusammengearbeitet.

https://www.ueberleben.org/unsere-arbeit/bns-fachstelle/

In Brandenburg gibt es das "Queer Haven"-Projekt für LSBTI-Geflüchtete mit Beratung, Unterstützung und Hilfe zur Selbsthilfe für die Bereiche Medizin, Therapie und Behörden.

http://www.queerhaven.info/

Beratungsangebote für geflüchtete LGBTI in Brandenburg von der sicheren Unterkunft bis hin zu Hilfe bei psychischen Beeinträchtigungen gibt es über das Projekt "queer Integration".

http://queeres-brandenburg.info/index.php/aktionsplan/ausstellungen/40-beratungen/152-gefluechtete

Bayern
Hilfe für queere Geflüchtete wie Psychotherapeut*innen, Psycholog*innen und andere Beratungsstellen vermittelt das Schwule Kommunikations- und Kulturzentrum München (Sub). Hier wird neben Deutsch auch Englisch und Russisch gesprochen und bei Bedarf werden Übersetzer*innen in anderen Sprachen hinzugezogen.

https://subonline.org/beratung/refugee-counseling/

Psychosoziale Beratung für lesbische und bisexuelle Frauen, egal ob inter, cis oder trans, sowie nicht-binäre Personen, auch Kinder, gibt es in München bei LeTRa. Hier wird Englisch und Französisch gesprochen. Für andere Sprachen werden Übersetzende tätig.

https://www.letra.de/de/gefluechtete-lesben.html

Baden-Württemberg
Das Netzwerk von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transsexuellen, transgender, intersexuellen und queeren Menschen in Baden-Württemberg hat eine umfangreiche Linkliste mit Hilfsangeboten im ganzen Bundesland zusammengestellt. Darunter sind auch Angebote für psychologische und psychosoziale Beratung.

https://netzwerk-lsbttiq.net/refugees

Das Frauenberatungs- und Therapiezentrum Stuttgart Fetz bietet psychologische und psychosoziale Beratung für geflüchtete heterosexuelle, lesbische, bisexuelle und transgeschlechtliche Frauen und vermittelt weitere Hilfen.

https://frauenberatung-fetz.de/

Bei dem Mannheimer Verein PLUS, der Psychologischen Lesben- und Schwulenberatung Rhein-Neckar, erhalten LGBTI-Geflüchtete psychosoziale Beratung und werden bei Bedarf an Psycholog*innen oder auch psychiatrische Einrichtungen weitervermittelt.

https://www.plus-mannheim.de/index.php/refugees-welcome

Hessen
Im Rahmen des Netzwerks Rainbow Refugee Support können sich geflüchtete LGBTI mit Hilfebedarfen an die nächstgelegene AIDS-Hilfe in Hessen wenden. Ansprechpartner*innen gibt es im PDF unter folgendem Link ab Seite 26.

http://www.aids-hilfe-hessen.de/downloads/Brosch%C3%BCreRRS2018Web.pdf

Die Aids-Hilfe Frankfurt bietet LGBTI-Geflüchteten eine erste Einschätzung zu psychosozialen und medizinischen Themen, rechtliche Beratung und Weitervermittlung. In Frankfurt unterhält sie auch das erste und einzige Safe House in Hessen, das La Villa. Die Warteliste ist jedoch lang.

https://www.frankfurt-aidshilfe.de/de/safe-house

Sachsen
Für queere Geflüchteten aus dem Raum Leipzig und Umgebung gibt es unter anderem psychosoziale Beratung und andere Hilfen vom Queer Refugees Network.

https://www.rosalinde-leipzig.de/de/beratung/queer-refugees-network/

Mecklenburg-Vorpommern
Der Mobile Migrationsdienst Nordwestmecklenburg des Vereins Queeres Zentrum Westmecklenburg berät und unterstützt queere Geflüchtete unter anderem durch das Vermitteln von medizinischen und psychologischen Hilfsangeboten.

https://queer-hwi.de/mobiler-migrationsdienst-nordwestmecklenburg/

Gute Netzwerke zur Vermittlung psychosozialer und anderer Hilfen für queere Geflüchtete hat der Verein LSVD Queer-Mecklenburg-Vorpommern.

https://queer-mv.de/koordinierungs-und-beratungsstelle

Niedersachsen
Der Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen hat mit dem Queeren Netzwerk Niedersachsen und dem queeren Zentrum Andersraum in Hannover die landesweite Vernetzungsstelle für die Belange der LGBTI-Flüchtlinge, die "NVBF", geschaffen. Psychosoziale und andere Hilfen können diese über ein umfangreiches Netzwerk von Unterstützer*innen anfragen.

https://www.vnb.de/formate/projekte/projekte-aktuell/nvbf/

Das Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge bietet offene Sprechstunden in Göttingen, Hannover, Lüneburg, Oldenburg und Osnabrück, Beratung mit Termin in Braunschweig und eine Videosprechstunde in Lüneburg. Die Beratungsstelle ist mehrsprachig und arbeitet mit Dolmetschenden. Es gibt eine spezialisierte Beratung für Kinder und Jugendliche.

https://www.ntfn.de/

Nordrhein-Westfalen
Der Kölner Verein rubicon verweist auf mehrsprachige telefonische Beratungsstellen in Köln, Bochum und Bielefeld.

https://rubicon-koeln.de/ukraine/

An verschiedenen Orten in Nordrhein-Westfalen und auch online bietet der Verein Lebenslust unter anderem auch psychosoziale Beratung für queere Geflüchtete auf verschiedenen Sprachen oder mit Übersetzer*innen-Hilfe.

https://www.lebenslust-beratungsstelle.de/beratung/lsbts/

Queere Geflüchtete unter 28 Jahren, die sich in NRW aufhalten, bekommen Hilfen von der Fachstelle Queere Jugend NRW.

https://www.queere-jugend-nrw.de/jung-queer-nach-flucht

Rheinland-Pfalz
Die Rainbow Refugees Mainz können zu psychologischen Beratungsangeboten anderer Stellen in Rheinland-Pfalz vernetzen und sammeln auch Angebote für Unterkünfte.

https://rainbow-refugees-mainz.jimdosite.com/aktuelles/

Queere Nothilfe in anderen Ländern
Polen
https://ukraina.paradarownosci.eu/
Slowakei
https://www.prizma-kosice.sk/ukrajina.html
Ungarn
https://budapestpride.com/news/info-for-lgbtq-refugees-coming-to-hungary
Armenien
https://www.facebook.com/pinkarmenia/posts/10160009311540238

Für Helfende und für neue Eltern traumatisierter Flüchtlingskinder
Neue Eltern sowie Helfende können von den Ratgebern der Bundespsychotherapeutenkammer unterstützt werden. Den "Ratgeber für Flüchtlingseltern" gibt es unter anderem auf Englisch. Außerdem gibt es einen Ratgeber auf Deutsch für Helfende, wie sie sensibel mit traumatisierten geflüchteten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen umgehen können.

https://www.bptk.de/publikationen/patientenratgeber/



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