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Kommentare zu:
Mit Mann verheirateter Ex-Domkantor will Kündigung anfechten


#1 YannickAnonym
#2 whateverAnonym
#3 TyranusAnonym
  • 23.03.2022, 11:15h
  • "jedem Anschein entgegenzuwirken, dass Frauen und Kinder zu Waren degradiert und in ihrer Menschenwürde beschädigt werden", teilte die Kirche mit. Dabei hatte Münden laut NDR betont, dass es sich um eine nichtkommerzielle Leihmutterschaft gehandelt habe."

    Hier liegt der Hund begraben. Es geht dem sauberen Herrn Bischof nur um die Wahrung des Scheins. Dass die Faktenlage völlig anders ist, da es sich um eine nicht-kommerzielle Leihmutterschaft handelt, gegen die es bestenfalls "moralische" Argumente gäbe, ist dem Herrn Bischof wohl zu anstrengend. Krass finde ich, dass so einer dann auch noch zum Beauftragtenrat der EKD zum Schutz vor sexualisierter Gewalt gehört. Der versteht offenbar gar nicht was das ist, wenn er meint, dass nichtkommerzielle Leihmutterschaft irgendetwas mit "Beschädigung der Menschenwürde" zu tun hätte.
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#4 NicoAnonym
  • 23.03.2022, 11:18h
  • Ich selbst halte Leihmutterschaft tatsächlich nah am Menschenhandel dran.

    Ich verstehe auch nicht, wie mein den Wunsch haben kann, ein Kind in die Welt zu bringen, und ihm dann seine Mutter, kurz nach der Geburt zu entziehen. Aus Beobachtugen aus dem Freundeskreis habe ich den Eindruck gewonnen, dass es ganz wesentliich für das Wohlbefinden des Kindes ist, die vertraute Stimmer der Mutter auch nach der Geburt zu hören.

    Die ablehnende Haltung der Kirchen gegenüber Leihmutterschaft hat auch nichts mit sexueller Orientierung zu tun. Die Leihmutterschaft wird auch für heterosexuelle Paare abgelehnt.

    Im christlichen Verständnis muss der Mensch immer Subjekt sein, und darf nicht zum Objekt degradiert werden, was bei Leihmutterschaft zumindest mit der Mutter, nach meinem Verständnis aber auch mit dem Kind passiert.
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#5 DreddAnonym
#6 ChristenmenschAnonym
  • 23.03.2022, 11:35h
  • Antwort auf #3 von Tyranus
  • Die Darstellung, dass es sich um eine nicht kommerzielle Leihmutterschaft handele, ist schlichtweg falsch. Hier fließt Geld und damit passiert genau das, was die Landeskirche kritisiert: Menschen werden zur Ware und zu rechtlich sehr schwach gestellten Dienstleistern degradiert. Die Frauen werden erhöhten gesundheitlichen Risiken ausgesetzt und der austragenden Mutter wird kurz nach der Entbindung, zur Not auch gegen ihren Willen, das Kind genommen. Der gesamte Vorgang hat nichts mit der sexuellen Orientierung der zahlenden Eltern zu tun. Hier geht es um den Schutz der Würde der kolumbianischen Frauen und der Kinder. Es ist gut und richtig, dass die Kirche hier klare Kante zeigt!
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#7 Lucas3898Anonym
#8 TyranusAnonym
  • 23.03.2022, 12:32h
  • Antwort auf #6 von Christenmensch
  • "Die Darstellung, dass es sich um eine nicht kommerzielle Leihmutterschaft handele, ist schlichtweg falsch. Hier fließt Geld"

    Wo steht das? Das ist dem Artikel nicht zu entnehmen. Stattdessen sagt Gerd-Peter Münden ganz klar "dass es sich um eine nichtkommerzielle Leihmutterschaft gehandelt habe". Willst du Gerd-Peter Münden der Lüge bezichtigen? Dann beweise das und behaupte nicht einfach!

    PS: Selbst wenn es kommerziell gewesen wäre, müsstest du erst mal belegen, was du nachfolgend im Einklang mit deiner Kirche behauptest. Du laberst von Menschenwürde und schwach gestellten Dienstleistern, dem Entreißen vonKindern und Würde, ohne auch nur im Entferntesten über die näheren Umstände informiert zu sein. Doch das ist "Christenmensch" egal, deine VERURTEILUNG steht fest, weil sie in dein kleines, kirchentreues Weltbild passt. Dass es sich bei der Leihmutter einfach um eine Cousine, gute Freundin oder was auch immer des kolumbianischen Ehemannes handelt könnte und dass vielleicht all diese Punkte von den verantwortunsvoll handelnden Eltern bedacht wurden, kommt dir einfach nicht in den Sinn. Ich behaupte nicht, dass es so ist, daher urteile ich darüber nicht, doch du verurteilst einfach sofort und bezichtigst Gerd-Peter Münden sogar der Lüge. Einfach so. So sieht also der wahre "Christenmensch" aus? Ich kenne etliche, die mehr Christ im Sinne der Idealvorstellung sind als du und die glauben nicht mal an einen Gott oder sind in einer Kirche.

    "und damit passiert genau das, was die Landeskirche kritisiert: Menschen werden zur Ware und zu rechtlich sehr schwach gestellten Dienstleistern degradiert. Die Frauen werden erhöhten gesundheitlichen Risiken ausgesetzt und der austragenden Mutter wird kurz nach der Entbindung, zur Not auch gegen ihren Willen, das Kind genommen. Der gesamte Vorgang hat nichts mit der sexuellen Orientierung der zahlenden Eltern zu tun. Hier geht es um den Schutz der Würde der kolumbianischen Frauen und der Kinder. Es ist gut und richtig, dass die Kirche hier klare Kante zeigt!"

    Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie sich "Christenmenschen" erdreisten, indem sie versuchen anderen ihre Moralvorstellungen aufzuzwingen. Ich kann nur hoffen, dass ihr "Christenmenschen" irgendwann endlich der Vergangenheit angehört.
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#9 WadimAnonym
  • 23.03.2022, 13:03h
  • Ist es nicht das Bibelgebot "Seid fruchtbar und mehrt euch, füllt die Erde und nehmt sie in Besitz. "? Dort steht nicht, wie.
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#10 lindener1966Profil
  • 23.03.2022, 13:48hHannover
  • Ich bin gegen Leihmutterschaft, mehr brauche ich nicht zu sagen. Warum nicht Adoption oder Pflegeelternschaft?
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#11 Chris71Anonym
  • 23.03.2022, 14:00h
  • An sich ist Leihmutterschaft eine tolle und gute Sache, auch wenn es kommerziell ist. Fallt doch bitte nicht auf die Art von Propaganda rein, von wegen das wäre unethisch. Dann müsste man bitte bei jedem Paar ganz ganz genau hinschauen, warum, weshalb Jemand schwanger wird. Dann ist auch Sperma eine Ware. Man kann nicht Lesben und Schwule unterschiedlich behandeln! Also alles verbieten? Leben verbieten? Also bei Leben haben wir ein Problem, bei Leben beenden haben wir doch auch kein Problem. Da wird allerdings Leben rein erwähnt wissenschaftlich, beendet und nicht nur unterbrochen. Bei Tieren, welches ja auch fühlende Wesen sind, ist im Übrigen fast alles möglich, auch in konservativen Kreisen. Tja, das irritiert. Worum geht es also nun? Um Wunschkinder, wo Frauen freiwillig Eizellen Spenden und eine andere Leihmutter wird. Um Kinder, die dann in einer glücklichen Regenbogenfamilie aufwachsen? Brauchen wir also "Kinder" oder mehr "nicht Kinder". Jemand, der schwul ist, ist nicht steril, auch wenn man das früher dann so gehandhabt hat, so mit Eier weg und so oder das vielleicht immer noch mancher gerene hätte. Daher sehe ich das wie der BGH und auch in Israel: Jeder, hat das Recht dazu! Jeder darf Eltern werden. Es muss hierbei fair ablaufen, es darf keinen Zwang geben. Also warum regeln wir das dann nicht? Es wird nie ganz ohne Geld abgehen, aber wo ist bitte das Problem? Solange es eben bewusst und freiwillig geschieht, ist doch alles in bester Ordnung. Sonst könnte man auch hergehen und sagen, dann sei halt bitte nicht schwul und dann kannst Du ja ganz natürlich und ohne jegliche Absicht eine Frau schwängern. Du musst die ja nicht lieben. Du erfüllst nur Gottes Plan. Sorry, ich möchte hier niemandem zu Nahe treten, aber wir brauchen weniger Regeln und weniger Denkverbote. Wir brauchen mehr Ehrlichkeit und mehr Verantwortung.
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#12 Circus MaximusAnonym
  • 23.03.2022, 16:57h
  • Antwort auf #6 von Christenmensch
  • >>... damit passiert genau das, was die Landeskirche kritisiert:
    ------Na und? Die KKKirche kann gerne kritisieren, aber nicht gegen geltendes weltliches Recht verstoßen.

    >> ... und der austragenden Mutter wird kurz nach der Entbindung, zur Not auch gegen ihren Willen, das Kind genommen.
    ------ Faktenfreie Unterstellungen und Verunglimpfungen - wie immer, wenn Christ:innen in Rumpelstielzchen-Manier mit dem Fuß aufstampfen, weil sie ihren Willen nicht kriegen.

    >> Der gesamte Vorgang hat nichts mit der sexuellen Orientierung ...
    ------ Homosexualität it keine "Orientierung", sondern eine angeborene Idenität. Hingegen ist Religiosität ein, überwindbare, Orientierung.

    >> Es ist gut und richtig, dass die Kirche hier klare Kante zeigt!
    ------Kein Klub, auch kein religiöser Klub, steht über dem weltlichen Gesetz. Wenn der Klub die weltlichen Gesetze nicht befolgt, wird er verklagt und ggf. vom Verfassungsschutz beobachtet.
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#13 Hirn vom HimmelAnonym
#14 DreddAnonym
  • 23.03.2022, 17:15h
  • Antwort auf #10 von lindener1966
  • Jupp, bin ich bei dir - es gibt da draußen mehr als genügend Kids die ein zu Hause brauchen, wenn Kindeswohl und nicht ein verqueres Verständnis von Selbsterfüllung im Vordergrund steht adoptiert man ( bin auch der Meinung dass der Staat die Kosten für Adoptionsvorgänge übernehmen sollte )!
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#15 kaymahuProfil
  • 23.03.2022, 22:32hFrankfurt
  • Solange keine kriminellen Ereignisse stattfinden, ist es schlicht Übergriffig sich in das Privatleben anderer einzumischen. Auch die Diskussion über Adoption als Alternative ist es bereits. Weder kennen wir die handelnden Personen, noch deren Verhältnisse oder gar die Umstände des Vorgangs. Andererseits sehe ich da aber sehr wohl eine sehr zweifelhafte fristlose Kündigung mit einer bemerkenswert stupiden und mechanischen Logik, die tief in den Kompetenzbereich Humanismus eingreift und eklatante Defizite der Institution Kirche offenlegt. So sind sie eben. Unsere Kirchen. Frauen als Hexen verbrennen und Kriege heilig sprechen. Das funktioniert völlig ohne Skrupel. Und wer glaubt, das sei nur ein problem der Katholiken, darf sich gerne mal so die ein- oder andere protestantische Predigt aus Bremen anhören.
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#16 Lucas3898Anonym
  • 23.03.2022, 22:44h
  • Durch den Krieg in der Ukraine sind derzeit auch die Babys von Leihmüttern da im Land in Gefahr.
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#17 AnonymAnonym
  • 24.03.2022, 07:21h
  • Von der Kirche habe ich mal wieder nicht mer erwartet.
    Interessant finde ich die Kommentare, meist Männer sind mal wieder um die "armen Frauen" besorgt. Genauso wie bei der Diskussion über das Werbungsverbot für Abtreibung, bei dem nun auch Männer einen "Abtreibungstrend" befürchten und man müsse doch auch mal an die Kinder denken etc. wie wäre denn mal der Gedanke das Erwachsene Menschen ihre eigenen Entscheidungen treffen können. Genau darum geht es, Erwachsene Menschen haben sich dazu entschieden gegen Geld ein Leben zu schaffen. Wieso sieht man die Frau gleich als Opfer? Auch wenn es nicht zu unserem Übermutter Bild passen will so kann es für eine Frau durchaus ein Geschäftsmodell sein ihre Gebärmutter zu vermieten.
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#18 verstehenichtAnonym
  • 24.03.2022, 07:57h
  • Halte die Haltung der Kirche für übergriffig und rechtlich nicht haltbar. Allein schon weil es sich nach derzeitigem Kenntnisstand um eine mögliche Absicht handelt, die nicht umgesetzt wurde.

    Leihmutterschaft unter Fremden halte ich jedoch ebenfalls für hoch bedenklich. Wenn eine Schwester eines der Partner oder eine enge Freundin die Mutterschaft übernimmt ohne materiell einen Mehrgewinn zu erzeugen, mag dies im Einzelfall eine tolle Möglichkeit für alle sein.
    Organisierte Leihmütter, die keinerlei persönlichen Bezug zu den Partnern haben, halte ich jedoch eindeutig für nicht vertretbar.
    Bin selbst nicht religiös um dies in diesem Zusammenhang klar zu stellen.

    Bin selbst ü50, lebe seit 33 Jahren mit meinem Partner zusammen und hatte schon immer einen ausgeprägten Kinderwunsch. Doch zu der Zeit als dies noch Sinn gemacht hätte, war dies für ein schwules Paar legal praktisch unmöglich in Deutschland.
    Einen Kinderwunsch geplant mit 56 zu erfüllen halte ich jenseits von wem und in welcher Konstellation für nicht nachvollziehbar und für ebenso fraglich bezogen auf das Leben des noch nicht geborenen Kindes.
    Soll das Kind mit Erlangen der Volljährigkeit gleich mal die Pflege der Eltern übernehmen?
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#19 TyranusAnonym
  • 24.03.2022, 08:25h
  • Antwort auf #17 von Anonym
  • "gegen Geld ein Leben zu schaffen"

    Wo ist hier Geld geflossen? Das geht aus dem Artikel nicht hervor. Ich habe nichts grundsätzlich gegen kommerzielle Leihmutterschaft einzuwenden, doch man sollte diese Behauptung, dass Geld geflossen sei, nicht auch noch weitertragen, solange es dafür keine Beweise gibt und Gerd-Peter Münden aussagt, dass es eine nicht-kommerzielle Leihmutterschaft gewesen sei.
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#20 GerdchenAnonym
  • 24.03.2022, 11:08h
  • Wie leicht haben es doch Frauen, Samenspende,und gut ist. Bei Männern schwierig, wie schön ist es, wenn dann aus Freundschaft oder gar Nächstenliebe sich eine Frau findet die helfen möchte. Was hat die Landeskirche und der Dom sich einzumischen.
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#21 AyidaProfil
  • 24.03.2022, 12:26hHessen
  • Antwort auf #18 von verstehenicht
  • Die moralische Debatte (die wichtig und richtig ist) mal beiseitegeschoben. Die ganze Angelegenheit ist rechtlich nicht so problemlos, wie es hier dargestellt wird. Die erste Frage, die sich hier stellt ist nämlich, ist die Leihmutter auch die biologische Mutter oder ist evtl. noch eine Frau involviert, die ihre Eizelle spendet (die klassische Form der Leimutterschaft). Dann ist ein weiteres Problem, dass nach deutschem Recht die austragende Mutter rechtlich die Mutter ist, egal von wem die Eizelle stammt. Die Aussage, dass die Leihmutterschaft im Ausland nach deutschem Recht legal sei ist insofern irreführend, da es de jure immer noch verboten ist und nur durch verschiedene Rechtslücken sich in einer Grauzone befindet.
    www.lsvd.de/de/ct/1442-Leihmutterschaft-Rechtslage-in-Deutsc
    hland


    Es gibt etliche Fälle, wo Kinder nicht nach Deutschland einreisen konnten oder die "Auftragseltern" keinerlei Rechte hatten. Das deutsche Recht sieht Leihmutterschaft im Ausland nicht vor und Menschen, die es dennoch praktizieren gehen ein großes Risiko ein.
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#22 UserAnonym
  • 30.03.2022, 21:24h
  • Antwort auf #3 von Tyranus
  • Schwierig,
    der Kardinal ignoriert die geäußerte Tatsache, dass es eine nichtkommerzielle Leihmutterschaft ist,

    anderseits wieso ist die Kommerzialisierung dessen ein Problem? Wegen der Handlung aus Abhängigkeit und Not gegen den tatsachlichen Willen der gebährfähigen Person? Bingo?! Wieso sollte nur der Kommerz eine Abhängigkeit und unfreie Entscheidung der gebährfähigen Person darstellen?

    Es liegt insbesondere in den Motiven der gebärfähigen Person. Will sie dies wirklich, finde ich das voll in Ordnung. Aber das muss garantiert sein...auch nach der Geburt...
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