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Schleswig-Holstein

Polizei tritt Bündnis für Akzeptanz und Respekt bei

Mit ihrem Beitritt zum Bündnis verpflichtet sich die Polizei, queerfeindlicher Diskriminierung entgegenzutreten.


Die Polizei im hohen Norden will besser auf queere Menschen zugehen (Bild: Landespolizei Schleswig-Holstein)

Die Landespolizei von Schleswig-Holstein ist am Dienstagabend mit der Unterzeichnung der Lübecker Erklärung für Akzeptanz und Respekt offiziell dem Bündnis für Akzeptanz und Respekt "Echte Vielfalt" beigetreten. Die Mitglieder des Bündnisses verpflichten sich im Alltag jeglicher Form von Diskriminierung entgegenzutreten. Die Landespolizei streamte den feierlichen Beitritt im Schleswig-Holstein-Saal des Kieler Landtages live. Dabei nahm auch Landesinnenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU) teil.

Das Bündnis war 2014 unter anderem vom Lesben- und Schwulenverband initiiert worden. Die Polizei ist das 50. Bündnismitglied. Bereits vergangenen Monat war die Gewerkschaft der Polizei Schleswig-Holstein beigetreten.

Der LSVD begrüßte das neue Mitglied: "Die Landespolizei macht mit ihrem Bündnisbeitritt heute deutlich: Gewalt und Anfeindungen gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans*, intergeschlechtliche und queere Menschen sind keine Bagatelle", so LSVD-Landesvorstandsmitglied Andreas Witolla. "Gleichzeitig ist der Beitritt auch ein wichtiges Zeichen an unsere Community, queerfeindliche Hassgewalt immer und direkt zur Anzeige zu bringen."

Landespolizei versteht sich als "Bürger*innenpolizei"

Tim Jänke, die hauptamtliche Ansprechperson der Zentralen Ansprechstelle LSBTIQ* der Landespolizei Schleswig-Holstein, betonte, dass sich die Landespolizei als "Bürger*innenpolizei" verstehe. "Dies bekräftigen wir heute mit der Zeichnung des Bündnisses für Akzeptanz und Respekt zum gleichnamigen Landesaktionsplan. Wir verpflichten uns damit, jeglicher Form von Hass, Hetze, Diskriminierung und Rassismus aufmerksam und entschieden entgegenzutreten." Die Ansprechstelle war 2018 eingerichtet worden (queer.de berichtete).

Viele Betroffene von queerfeindlicher Hassgewalt scheuten laut LSVD immer noch den Weg zur Polizei. Nur ein Bruchteil derartiger Gewalttaten würden angezeigt werden. Die Behörden müssten daher bei der Bekämpfung verstärkt mit LGBTI-Organisationen zusammenarbeiten. (pm/dk)



#1 Ex-KielerAnonym
  • 28.03.2022, 05:04h
  • ""Viele Betroffene von queerfeindlicher Hassgewalt scheuten laut LSVD immer noch den Weg zur Polizei. Nur ein Bruchteil derartiger Gewalttaten würden angezeigt werden""

    Ja das liegt unter Anderem ganz einfach in der Natur der Sache, dass man sich zum Einen dadurch zwangsläufig outet, und zum Anderen die Erfahrung mit Beleidgung, leichteren Übergriffen und Fällen, in denen simpel Aussage gegen Aussage steht, ohne Zeugen, von Sinnlosigkeit geprägt sind. Wenn man dann bei diesem Schiedsgespräch, welches vor Privtklagen erfolgt, darauf hingewiesen wird, die Gerichte seien überlastet mit "so einem Unfug", und es koste Geld und es sei nicht gesagt, dass man auch tatsächlich Recht zugesprochen bekäme- Zum Beispiel. -Dann verkneift man sich eben auch die 25. Beleidigung des Monats wieder, oder schluckt das sporadisch erhaltene Veilchen erneut weg. Das man einfing, weil man so dumm war, doch was gegen Anfeindung zu sagen, oder sich zu wehren.

    Einige befürchten nach wie vor, ggf. auf etwaig geheim geführten Listen zu landen, auch weitergehend Repressalien ausgesetzt zu sein - von eher rechtslastigen Polizisten.

    Andere vom Park sind aber auch dankbar, dass Streifen da nachts hin und wieder durch fahren. Cruising sei seitdem weniger gefährlich.
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