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Happy End

Fezco hat ein neues Zuhause – und einen neuen "schwulen" Namen

Das ging ja schnell: Ein Hund, der wegen angeblicher Homosexualität abgegeben wurde, ist von einem schwulen Paar adoptiert worden.


Fezco hat neue Herrchen (Bild: Screenshot WCCB)

Steve Nichols and John Winn, ein gleichgeschlechtliches Paar aus der Kleinstadt Indian Trail (US-Bundesstaat North Carolina), haben laut der Tageszeitung "Charlotte Observer" den "schwulen" Hund Fezco adoptiert. Das viereinhalb Jahre alte 25 Kilo schwere Tier war kürzlich in einem Tierheim in North Carolina abgegeben worden, weil es einen anderen Rüden bestiegen haben soll – und die Vorbesitzer*innen offenbar ein "schwules" Tier nicht haben wollten (queer.de berichtete). Über Fezcos Geschichte berichteten Medien weltweit.

Jetzt gibt es offenbar ein Happy End: Der neue Besitzer Steve Nichols erklärte, dass sie den Hund jetzt in Oscar umbenannt hätten – nach dem schwulen irischen Poeten Oscar Wilde. Laut Nichols hätten die Vorbesitzer*innen sich nicht richtig um das Tier gekümmert und es offenbar nie zum Tierarzt gebracht. So habe Oscar Würmer gehabt und sei nicht kastriert gewesen.

We would like to give a special thank you to Greater Charlotte SPCA for taking Fezco into their rescue! Thankfully, they...

Posted by Stanly County Animal Protective Services on Tuesday, March 22, 2022
Facebook / Stanly County Animal Protective Services | Das Tierheim zeigt sich erfreut, dass Fezco alias Oscar so schnell ein neues Zuhause gefunden hat
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"Das war das Dümmste, was ich je gehört habe", so Nichols über die Vorbesitzer*innen und ihren Grund, den Hund abzugeben. Gegenseitiges Besteigen sei schließlich normales Dominanzverhalten in einem Rudel. Zudem habe das Tier in seinem Leben offenbar "nie ein gutes Fressen oder einen Hundefriseur" gesehen. Obgleich der Hund erst wieder gesund gepflegt werden müsse, sei er "extrem süß" und artig.

Gegenüber dem Unterhaltungsportal TMZ sagte Nichols, dass er sofort eine Verbindung mit Oscar gespürt habe. Schließlich habe das Paar selbst Diskriminierung wegen seiner sexuellen Orientierung erfahren.

Oscar wird nun auch einen Adoptivbruder haben: Seine neuen Herrchen haben mit Harry bereits einen Hund, einen Terrier-Chihuahua-Mischling. Das kleine Tier versuche übrigens auch gerne mal, andere Rüden zu besteigen, die fünf Mal so groß seien wie er selbst. "So hat er gezeigt, wer der Chef ist", erklärte Nichols. (dk)



#1 StaffelbergblickAnonym
  • 24.03.2022, 14:00h
  • "Das kleine Tier versuche übrigens auch gerne mal, andere Rüden zu besteigen, die fünf Mal so groß seien wie er selbst" oh das kenne ich auch. Irgendwann zwischen 1973-1977 hatte ich ein kurzes Verhältnis mit einem Besitzer einer stolzen Dogge. "Carmencita" stolzierte an einem sonnigen Sonntagnachmittag mit mir über den Ku-Damm. Hinter uns zwei jüngere Frauen mit einer Mikroausgabe eines "Bettvorlegers". Und dieser oder was auch immer versuchte während des Spaziergangs an Carmencita hochzuspringen. Nur die Dogge stolzierte munter weiter ohne auf das aufspringende Knäul zu achten.
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#2 LothiAnonym
#3 PetterAnonym
#4 JedsiAnonym
  • 24.03.2022, 18:52h
  • Super Sache. Bis auf die Namensänderung. Hunde hören doch auf ihre Namen, warum dann umbenennen und für Verwirrung beim Tier sorgen? Ist ja nichts schlimmes, aber unnötig wenn er doch schon einen Namen hat.
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#5 LothiAnonym
#6 EuNaoEstouMaisAquiAnonym
  • 24.03.2022, 21:14h
  • Antwort auf #5 von Lothi
  • "Fezco hat ein neues liebevolles zuhause bekommen...Da spielt die neue Namensgebung auch eine wichtige Rolle."

    So wahr. Es soll sogar Menschen und Kulturen geben, die das bei Menschen genauso machen, weil es "eine wichtige Rolle" spielt": Macht über das eigene Leben.
    Neues Leben - Neuer Name. ;-)
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#7 NajaAnonym
  • 25.03.2022, 09:43h
  • Schön, dass er ein neues Zuhause hat. Da geht es ihm hoffentlich besser.

    Ob er jetzt wirklich einen neuen Namen brauchte, weiß ich nicht. Ich fand eigentlich Fezco schön. Und wenn ein Tier daran gewöhnt ist, sollte man das vielleicht auch nicht ändern, weil das sonst für das Tier verwirrend ist. Das ist genauso, wie wenn man plötzlich "Sitz" sagen würde, wenn man "Platz" oder "bei Fuß" meint.

    Wenn man Kinder adoptiert, gibt man denen ja auch keinen neuen Namen, nur weil man vielleicht einen anderen Namen schöner findet.
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#8 LothiAnonym
  • 25.03.2022, 12:37h
  • Antwort auf #7 von Naja
  • Allem Anschein nach scheint die Namensänderung hier so manchen zu stören. Dabei bedenkt doch bitte mal, was im Artikel über seine Herkunft alles zu lesen ist. Er hatte es vorher nicht gut gehabt und jetzt eine neue Bleibe und jede Menge an Zuwendung, Aufmerksamkeit, Liebe erhält, so wie es sich auch gehört. Ich wette sogar, dass es Oskar leicht fällt mit neuen Namen angesprochen zu werden.
    Ich habe mal sogenanntes Hunde Sitting tageweise gemacht. Es waren zwei Französische Bulldoggen. Der eine war klein u.hieß Hektor, die andere groß und hatte den schönen Namen Ella. Hektor war sofort recht anhänglich und liebte es ausgiebig gekrault zu werden. Er war ein sogenannter Problemhund. Kam aus einer zerrütteten Familie. Ella war anfangs mir gegenüber zurückhaltend, aber freundlich.
    Da sie bei mir in einer fremden Umgebung übernachteten, waren beide zu Anfang nervös. Hektor war der erste, der sich sofort an die neue Umgebung gewöhnte. Eines Abends, ich saß im Fernsehsessel und die Hunde lagen mittig im Zimmer auf dem Teppich. Plötzlich stand Ella auf und sprang unverblümt neben mir auf die Seite vom Sessel, stand zuerst aufrecht da und bellte. Zuerst war ich erschrocken, wußte nicht was das jetzt bedeutet. Doch sogleich schmiegte sie sich eng an mich und legte ihren Kopf auf meine Brust. Sie genoss es sichtlich und schlief dabei ein. Hektor legte sich brav zwischen meine Füße und schlief ebenfalls ein. Ella machte ihrem Freund Hektor klar, das sie mich als neuen Freund auch voll und ganz akzeptiert.
    Beinahe hätte ich Hektor in Pflege genommen. Es wurde offen darüber geredet. Aber ich brachte es einfach nicht übers Herz die beiden voneinander zu trennen.
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#9 DreddAnonym
  • 25.03.2022, 13:28h
  • Antwort auf #7 von Naja
  • Wir ham dem Hund von nem Kumpel dazu gebracht auch auf "Digga" zu reagieren, der hat dann einfach auf beides reagiert.... glaube nicht das der Hund da n Problem hat solang es ihm gut geht.
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