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Katholische Kirche

Zu homofreundlich: Kardinal Pell fordert Konsequenzen für deutschen Bischof

Die ehemalige Nummer drei im Vatikan ist sauer auf den Chef der deutschen Bischofskonferenz, weil dieser Homosexuelle nicht mehr grundsätzlich verdammen will. Der Vatikan müsse einschreiten, so Kardinal Pell.


George Pell macht seit Jahrzehnten Stimmung gegen Schwule und Lesben (Bild: Kerry Myers / wikipedia)

Der australische Kardinal George Pell hat den Vatikan aufgefordert, gegen den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, sowie den luxemburgischen Erzbischof Jean-Claude Hollerich einzuschreiten. Grund seien homosexuellenfreundliche Äußerungen der beiden Bischöfe gewesen, die nicht der katholischen Lehre entsprächen, sagte Pell gegenüber dem deutschen Sender K-TV.

Über die beiden Geistlichen müsse ein "Urteil" der Glaubenskongregation gefällt werden. Diese vatikanische Behörde, die früher den Namen Inquisition trug, hat die Aufgabe, "Irrlehren" zu bekämpfen.

Die Kirche dürfe nicht den "den wechselnden Diktaten der zeitgenössischen säkularen Kultur folgen", so Pell weiter. Schließlich habe bereits Papst Paul VI. (1897-1978) betont, dass säkulare Kultur ein "Weg zur Selbstzerstörung für die Kirche" sei. Vielmehr müsse die Kirche an den zehn Geboten festhalten und dürfe keine "deutsche Version" dieser Gebote erlauben. "Die katholische Kirche ist keine lose Föderation, in der verschiedene nationale Synoden oder Versammlungen und prominente Führungspersönlichkeiten wesentliche Elemente der apostolischen Tradition ablehnen können", erklärte Pell.

Bätzing für Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren

Bischof Bätzing hatte sich im Streit um die Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren gegen den Vatikan gestellt (queer.de berichtete). Zudem sprach er sich dafür aus, das katholische Arbeitsrecht dahingehend zu ändern, dass Menschen nicht mehr wegen ihrer sexuellen Orientierung entlassen werden dürfen (queer.de berichtete).


Georg Bätzing ist seit 2016 Bischof von Limburg und seit März 2020 Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (Bild: Bistum Limburg)

Von 2014 bis 2019 war Pell Finanzchef des Vatikans – und stand damit in der kirchlichen Hierarchie auf Platz drei. Er sorgte international für Schlagzeilen, als er 2019 in Melbourne wegen sexuellen Missbrauchs von Jungen zu sechs Jahren Haft verurteilt wurde (queer.de berichtete). Nach einem Jahr im Gefängnis wurde er vom australischen Höchstgericht jedoch freigesprochen (queer.de berichtete). Der Vater eines der mutmaßlichen Opfer zeigte sich damals "angewidert" über die Entscheidung des Gerichts.

Pell, der 2003 von Papst Johannes Paul II. zum Kardinal ernannt worden war, hat sich in den vergangenen Jahrzehnten wiederholt abwertend über queere Menschen geäußert. Von ihm stammt etwa der Ausspruch: "Homosexuelle Aktivitäten sind eine größere Gesundheitsgefahr als Rauchen." In einer Messe weigerte er sich im Jahr 2002, schwulen und lesbischen Gläubigen, die mit Regenbogenschleifen zum Gottesdienst erschienen waren, die Kommunion zu erteilen – und sagte zu ihnen: "Gott hat Adam und Eva erschaffen und nicht Adam und Steve." Zudem setzte er sich jahrelang politisch dafür ein, dass Australien das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben aufrecht erhält. (dk)



#1 DominicAnonym
  • 25.03.2022, 12:54h
  • "Er sorgte international für Schlagzeilen, als er 2019 in Melbourne wegen sexuellen Missbrauchs von Jungen zu sechs Jahren Haft verurteilt wurde"

    Alles klar
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#2 Steve und AdamAnonym
  • 25.03.2022, 13:26h
  • Dieser scheinheilige Kardinal wird hoffentlich für sein menschenverachtenden Verhalten in der Hölle schmoren....
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#3 TinaAnonym
  • 25.03.2022, 14:02h
  • Wir werden *alle* in der Hölle schmoren!
    Ich finde das Klasse :)
    Ich freu mich drauf! Yes! Und dann gibt's einen Massen Gang-Bang.
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#4 KölnfischAnonym
#5 fredinbkkkAnonym
  • 25.03.2022, 15:23h
  • Antwort auf #2 von Steve und Adam
  • das bezweifle ich sehr,die Hoelle ist z.Z. wegen Omicron usw. geschlossen,selbst wenn die wieder oeffnen....ist immernoch das Problem der Ueberfuellung da...die Hoelle kann kaum noch jemanden einlassen....alles voll mit Klerikalen Kinderschaendern der RKK aus den letzten Jahrhunderten
    Und das Fegefeuer hat ja der Razi ganz abgeschafft...

    woher ich das weis.....
    erst hats mir Gott gesagt, dann der Satan und der Teufel bestaetigt...

    was ihr glaubt mir nicht....
    verflixte Atheisten hier...
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#6 Katholiban-WatchAnonym
  • 25.03.2022, 15:51h
  • "Vielmehr müsse die Kirche an den zehn Geboten festhalten und dürfe keine "deutsche Version" dieser Gebote erlauben. "

    Immer wieder der Verweis auf die 10 Gebote. Da wird Homosexualität doch gar nicht erwähnt.
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#7 tchantchesProfil
  • 25.03.2022, 18:22hSonstwo
  • Die Hölle soll, wie man hört, auch schon Probleme mit den Energiepreisen haben.

    Spätestens im nächsten Winter kann sich Luzi auf Schlittschuhen zum Dienst begeben.
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#8 LothiAnonym
#9 Sven100Anonym
  • 26.03.2022, 14:59h
  • "Nach einem Jahr im Gefängnis wurde er vom australischen Höchstgericht jedoch freigesprochen (queer.de berichtete). Der Vater eines der mutmaßlichen Opfer zeigte sich damals "angewidert" über die Entscheidung des Gerichts."

    An Stelle von George Pell würde ich mich ganz, ganz still verhalten und nicht mit großer Klappe schon wieder was zu Homosexualität sagen.
    Pell spiegelt das häßlich Gesicht der RKK wieder.
    Das Thema Homosexualität spukt weiter in seinem Kopf und scheint ihn nicht mehr loszulassen.
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#10 NacktnasenwombatAnonym
  • 28.03.2022, 01:51h
  • Mit der pädophilen Erkrankung im Diagnosen-Log sollte sich der Dude eher mit Empfehlungen zurückhalten. Von Übergriffen auf Kinder oder Jugendliche sind seine 10 Gebote nämlich auch fast befreit, und er bewegt sich mit Gelüsten nach männlichen Minderjährigen selbst nicht auf dem Weg zu Eva (Eve). Hat bloß Glück, weil er als Katholen-Kardinal eh nicht dem Zölibat entrinnt. Anstatt gegen Lesben und Schwule zu hetzen, sollte er die Mampfe geschlossen halten und seine recht trockenen Oblaten sortieren.

    Seine Lehre ist exklusiv. Sie grenzt sich gegen Menschengruppen mit bestimmten, gemeinsamen Merkmalen ab.

    Das ist bekannt, nicht aber wohl überall oder Jeder/jedem, dass dies ebenfalls eine Inhaltsangabe der Definition des Faschismus ist.

    Wollte diese Glaubenskongregation die Vereitung von Irrlehren vermeiden, könnte sie daran gütlich tun, vom Absolutheitsanspruch über Lebensführung und Selbstbestimmung freier Menschen abzusehen! Nicht einmal die untertanen Gläubigen, so wenig frei im Geiste sie sein mögen, haben eine solch würdelose Umgangsweise verdient.
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