Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?41531

Katholische Kirche

Zu homofreundlich: Kardinal Pell fordert Konsequenzen für deutschen Bischof

Die ehemalige Nummer drei im Vatikan ist sauer auf den Chef der deutschen Bischofskonferenz, weil dieser Homosexuelle nicht mehr grundsätzlich verdammen will. Der Vatikan müsse einschreiten, so Kardinal Pell.


George Pell macht seit Jahrzehnten Stimmung gegen Schwule und Lesben (Bild: Kerry Myers / wikipedia)

  • 25. März 2022, 10:42h 10 2 Min.

Der australische Kardinal George Pell hat den Vatikan aufgefordert, gegen den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, sowie den luxemburgischen Erzbischof Jean-Claude Hollerich einzuschreiten. Grund seien homosexuellenfreundliche Äußerungen der beiden Bischöfe gewesen, die nicht der katholischen Lehre entsprächen, sagte Pell gegenüber dem deutschen Sender K-TV.

Über die beiden Geistlichen müsse ein "Urteil" der Glaubenskongregation gefällt werden. Diese vatikanische Behörde, die früher den Namen Inquisition trug, hat die Aufgabe, "Irrlehren" zu bekämpfen.

Die Kirche dürfe nicht den "den wechselnden Diktaten der zeitgenössischen säkularen Kultur folgen", so Pell weiter. Schließlich habe bereits Papst Paul VI. (1897-1978) betont, dass säkulare Kultur ein "Weg zur Selbstzerstörung für die Kirche" sei. Vielmehr müsse die Kirche an den zehn Geboten festhalten und dürfe keine "deutsche Version" dieser Gebote erlauben. "Die katholische Kirche ist keine lose Föderation, in der verschiedene nationale Synoden oder Versammlungen und prominente Führungspersönlichkeiten wesentliche Elemente der apostolischen Tradition ablehnen können", erklärte Pell.

Bätzing für Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren

Bischof Bätzing hatte sich im Streit um die Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren gegen den Vatikan gestellt (queer.de berichtete). Zudem sprach er sich dafür aus, das katholische Arbeitsrecht dahingehend zu ändern, dass Menschen nicht mehr wegen ihrer sexuellen Orientierung entlassen werden dürfen (queer.de berichtete).


Georg Bätzing ist seit 2016 Bischof von Limburg und seit März 2020 Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (Bild: Bistum Limburg)

Von 2014 bis 2019 war Pell Finanzchef des Vatikans – und stand damit in der kirchlichen Hierarchie auf Platz drei. Er sorgte international für Schlagzeilen, als er 2019 in Melbourne wegen sexuellen Missbrauchs von Jungen zu sechs Jahren Haft verurteilt wurde (queer.de berichtete). Nach einem Jahr im Gefängnis wurde er vom australischen Höchstgericht jedoch freigesprochen (queer.de berichtete). Der Vater eines der mutmaßlichen Opfer zeigte sich damals "angewidert" über die Entscheidung des Gerichts.

Pell, der 2003 von Papst Johannes Paul II. zum Kardinal ernannt worden war, hat sich in den vergangenen Jahrzehnten wiederholt abwertend über queere Menschen geäußert. Von ihm stammt etwa der Ausspruch: "Homosexuelle Aktivitäten sind eine größere Gesundheitsgefahr als Rauchen." In einer Messe weigerte er sich im Jahr 2002, schwulen und lesbischen Gläubigen, die mit Regenbogenschleifen zum Gottesdienst erschienen waren, die Kommunion zu erteilen – und sagte zu ihnen: "Gott hat Adam und Eva erschaffen und nicht Adam und Steve." Zudem setzte er sich jahrelang politisch dafür ein, dass Australien das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben aufrecht erhält. (dk)

-w-

#1 DominicAnonym
  • 25.03.2022, 12:54h
  • "Er sorgte international für Schlagzeilen, als er 2019 in Melbourne wegen sexuellen Missbrauchs von Jungen zu sechs Jahren Haft verurteilt wurde"

    Alles klar
  • Direktlink »
#2 Steve und AdamAnonym
  • 25.03.2022, 13:26h
  • Dieser scheinheilige Kardinal wird hoffentlich für sein menschenverachtenden Verhalten in der Hölle schmoren....
  • Direktlink »
#3 TinaAnonym
  • 25.03.2022, 14:02h
  • Wir werden *alle* in der Hölle schmoren!
    Ich finde das Klasse :)
    Ich freu mich drauf! Yes! Und dann gibt's einen Massen Gang-Bang.
  • Direktlink »