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Berlin
Jugendliche wollten schwulen Mann vor fahrendes Auto schubsen
Ein 31-Jähriger wurde am Freitag in Berlin-Neukölln Opfer eines homofeindlichen Angriffs. Die Täter schlugen ihn mit der Faust gegen den Kopf, rissen ihm die Ohrringe ab und drängten ihn auf die befahrene Straße.
- 26. März 2022, 10:55h 2 Min.
Drei Jugendliche sollen einen Mann in Berlin-Neukölln schwulenfeindlich beleidigt und geschlagen haben. Sie sprachen den Fußgänger am Freitagmittag auf der Karl-Marx-Straße in Höhe Fuldastraße an, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Das Trio soll den 31-Jährigen demnach mehrfach homophob beleidigt haben. Anschließend sollen sie ihn mit der Faust gegen den Kopf geschlagen und Ohrringe abgerissen haben.
Die Jugendlichen sollen den Angaben zufolge versucht haben, den Mann vor ein fahrendes Auto zu schubsen. Zwei Frauen, 35 und 41 Jahre alt, sowie ein 35-Jähriger, bemerkten die Attacken und stellten die Angreifer zur Rede. Diese flüchteten unerkannt. Der 31-Jährige lehnte eine ärztliche Behandlung ab. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt wegen des schwulenfeindlichen Motivs. Nähere Angaben zu den Angreifern wurden im Polizeibericht nicht gemacht.
Polizei für queerfeindliche Gewalt sensibilisiert
Die Berliner Polizei macht mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt in ihren Berichten publik und meldet diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner für LGBTI.
Im letzten Dezember stellte die Berliner Polizeipräsidentin Barbara Slowik einen Zwischenstand zu queerfeindlichen Übergriffen für das Jahr 2021 vor. Im Bereich der Hasskriminalität gegen die sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität wurden für Berlin zu dem Zeitpunkt 369 Fälle registriert und damit nahezu so viele Fälle wie im gesamten Vorjahreszeitraum (2020: 372 Fälle). Gewaltdelikte machten 94 der angezeigten Fälle aus. Es wurden fünf Propagandadelikte registriert sowie 270 sonstige Straftaten, darunter vor allem Beleidigungen und Bedrohungen. Aufgrund eines vermuteten hohen Dunkelfeldes sind die Zahlen nur bedingt aussagekräftig. (cw/dpa)
















Hoffe der Mann hat genug Menschen an der Seite, die ihm helfen diese Erfahrung abzuschütteln.
Erst letzte Woche ist ein Kollege von mir von Kindern in Wedding bedrängt worden. Ob er schwul sei und sich immer so kleide?
Zunächst fand er es lustig, weil die Jungs alle noch keine 12 waren...aber als Beleidigungen kamen ist er in ein Cafe.
Die "schönen" Zeiten, sind dann wohl beendet.
Kleiden und verhalten wir uns wieder heteronormativ in der Öffentlichkeit...wie vor 50 Jahren.