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Kommentare zu:
Die Maus erklärt Transgeschlechtlichkeit – Rechte rasten aus


#1 AlexAnonym
  • 28.03.2022, 07:35h
  • Diese Reaktion bestätigt eigentlich nur, wie gut die Sendung war. Und eigentlich auch längst überfällig.

    Ich hab sie jedenfalls gesehen und innerlich gefeiert, selbst als nicht persönlich Betroffener.
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#2 nichtbinärePersonAnonym
  • 28.03.2022, 08:17h
  • Antwort auf #1 von Alex
  • Recht hast Du!
    Wenn ich als Kind oder Jugendliche_r sowas hätte sehen können, hätte ich viel früher begriffen, dass es gut und richtig ist, anders zu sein, und was für Möglichkeiten es da gibt.

    Einen kleinen Kritikpunkt habe ich trotzdem.
    ""Damit jeder und jede so leben kann, wie er oder sie eben möchte."":

    Es "möchte" niemand queer sein, trans sein oder was auch immer, denn das ist keine Willensentscheidung. Richtiger müsste es heißen, "damit jede_r so leben kann, wie er_sie IST". Man sieht das ja auch an den Reaktionen der rechtsradikalen Kritik ("ihr Geschlecht und ihre Pronouns des Tages zu wählen.") Das kommt von der irrigen Ansicht, man könne das - womöglich noch jeden Tag neu - frei wählen.

    Nein: niemand kann seine_ihre sexuelle Orientierung oder geschlechtliche Identität frei wählen. Sondern man ist wie man ist, und umso wichtiger ist es auch, dass man sein DARF, wie man IST.

    Bitte mal z.B. mit Menschen "anderer" Hautfarbe vergleichen: da käme auch niemand auf den Gedanken, zu sagen, die Leute sollen doch leben, wie sie "möchten". Sie SIND eben Schwarz, dunkelhäutig oder was immer. Solche Eigenschaften gehören sozusagen zu den Basics des Lebens und sind eben nicht willentlich beeinflussbar. Und deshalb ist das auch nicht moralisch zu bewerten und schon gar nicht abzuwerten.

    Mein Kommentar mag ein wenig nach Wortklauberei klingen, jedoch ist das bitte nicht so aufzufassen, Es ist ein völlig anderer Denkansatz, zu sagen, Menschen sind so, wie sie SIND, statt so wie sie WOLLEN.

    (Denn abschließend, mal ehrlich: Wer würde sich bei all der Queerfeindlichkeit in dieser Welt freiwillig dazu entscheiden, diesen viel viel härteren Weg zu gehen? Wenn man sich dazu entscheidet, das offen AUSZULEBEN, macht man alles richtig. Aber das ist in der Regel eben der viel steinigere Weg, Den locker-flockig mit "Leb doch, wie du willst" zu beschreiben, ist einfach nicht richtig.)

    P.S. Katja fand ich übrigens äußerst sympathisch. Und ich freue mich riesig für sie, dass sie nach fast 20 Jahren Obdachlosigkeit endlich ihren Weg finden konnte und gehen kann. Daher Dir, liebe Kata, persönlich alles, alles Gute!
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#3 LedErich
#4 HexeAnonym
#5 lunarAnonym
#6 MäuschenAnonym
  • 28.03.2022, 09:05h
  • Antwort auf #3 von LedErich
  • Ich vermute da begründet ein massives Kompetenz-Defizit bei denjenigen in der deutschen Medienlandschaft, die es 'besser' oder 'richtig' machen wollen.

    'Gut gemeinte' Artikel strotzen in Deutschland immer noch von 'im falschen Körper', 'sich als Frau/Mann 'fühlen' (was ja nicht das selbe ist wie 'sein'!), 'transsexuell' (siehe F 64.0 'Transsexualismus', also 'psychische Störung'), und so weiter.

    Zum Vergleich: in den Berichten über die 'Black Lives Matter'-Proteste wurde in den US-Medien des liberalen mainstreams 'trans women' nie erklärt, geschweige denn falsch, wie hier so häufig: '(deadname) fühlt sich als Frau und heißt jetzt 'x') Das weiß man dort.

    Ich denke, der Grund ist, daß 40 Jahre lang die 'Experten', also idR verdeckt oder offen trans feindliche Sexualwissenschaftler und Psychomediziner, als einzige auch, aber nicht nur, bei den Medien, allein die Deutungshoheit innehatten - die Folge davon, daß in Deutschland trans Personen immer noch per Gesetz 'Kranke' sind. Siehe 'wer unter dem Zwang steht, im Gegengeschlecht zu leben'. Transsexuellengesetz.

    Darum sieht man erst langsam und mühselig ein, daß in Deutschland der Staat, die Gesellschaft, das Medizinsystem und die trans Hasser uns zusetzen und nicht unsere 'Krankheit'. Da, wo man es langsam einsieht.

    Die 'Maus' ist - schon? erst? - bei 'Toleranz', also: Duldung. Da fühlt man sich vermutlich schon großartig, und nicht zu Unrecht: auch ein kleiner Schritt ist ein Schritt.
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#7 PhoebeEulenbaerAnonym
  • 28.03.2022, 09:44h
  • Antwort auf #5 von lunar
  • Natürlich kann es so interpretiert werden, aber es ist nun mal ein Unterschied zwischen "wollen" und "sein".
    Genau dieses Wording ist es doch, dass Transhassern in die Hände spielt. So wird Transgeschlechtlichkeit sprachlich in die Ecke der persönlichen Befindlichkeiten gestellt und Hass zur persönlichen Meinung umgedeutet.
    Hier braucht es klare Aussagen und keine schwammigen Formulierungen, die wohlwollend oder eben auch ablehnend ausgelegt werden können.
    Ich bin eine Frau, ob es mir gefällt oder nicht. Wenn mich jemand nach dem fragt, was ich will, dann wäre ich lieber ein heterosexueller, cisgeschlechtlicher Mann, dann würde ich viel weniger Diskriminierung erleben. Aber das Leben ist leider kein Wunschkonzert.
    Ich suche es mir bestimmt nicht freiwillig aus diskriminiert zu werden.
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#8 NickAnonym
  • 28.03.2022, 09:51h
  • Sucht Herr Reichelt nach seinen Eskapaden durch Polarisierung nach Aufmerksamkeit?
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#9 KokolemleProfil
  • 28.03.2022, 10:12hHerschweiler
  • Das müsste mal engegen Orban mal nach Ungarn gesendet werden und zwar in Gigawatt Sendeleistung.
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#10 MäuschenAnonym
  • 28.03.2022, 10:20h
  • Antwort auf #7 von PhoebeEulenbaer
  • Volle Zustimmung.

    So kann es geschehen, daß aus 'x fühlt sich als Frau' - was gegenüber einer cis Frau eine irritierende Aussage wäre, weil sie eine ist - ganz schnell 'x (zB Tessa Ganserer - hatten wir ja: AfD und EMMA vereint - ist keine Frau. X ist 'in Wirklichkeit' ein Mann'.

    Ganz egal, wie 'gut gemeint' 'x fühlt sich als Frau' war.

    Darum braucht es da Nachdruck.

    Als trans Frau habe ich fix Alltags-Strategien entwickelt, was in Deutschland alternativlos ist: wann zB korrigiere ich 'als Mann geboren' wie? Angesichts -Standard-Situation - totaler Ahnungslosigkeit meines cis-Gegenübers?

    Es ist beinahe witzig, daß anscheinend viele von uns ganz nebenbei Gesprächsführungs- und Kommunikationsprofis werden.

    Wer allerdings bezahlt mit Bildungsauftrag arbeitet, kann und sollte mit Nachdruck dazu aufgefordert werden, sich auf den Hosenboden zu setzen und die Hausaufgaben zu machen, das ist ein Aspekt von Professionalität.

    Der Nollendorf-Blogger hat einmal einen trans feindlichen Artikel wunderschön unter dem Titel 'Ahnungslos durch die Nacht' besprochen:

    www.nollendorfblog.de/?p=12814

    In diesem Fall - ich habe ihn wegen des schönen Titels ausgewählt - haben wir eine Mixtur als Inkompetenz, trans Feindlichkeit und das 'mutige' Anschreiben gegen die 'cancel culture'. Das ist keine seltene Mixtur.

    Mir ist klar, daß dieses Thema Leute im Medienbetrieb mit kognitiver Dissonanz in Sachen Geschlecht konfrontiert - aber auch das zu können und das zu wissen gehört zu Professionalität.
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#11 ToffiAnonym
  • 28.03.2022, 10:30h
  • Antwort auf #6 von Mäuschen
  • Ja und wenn man immer das Haar in der Suppe sucht - dann werden es sich Leute / Medien gut überlegen, ob sie dann weiter über solche Themen berichten.

    Wenn man sich dann mal die Mühe macht und sich die entsprechende Szene anschaut, dann wird zehn Sekunden später nämlich erklärt, was "Trans" ist, nämlich wenn jemand als Junge geboren wurde aber eigentlich ein Mädchen IST oder umgekehrt. Insofern kann man - wenn man wohlwollend ist und nicht den Leuten die sich bemühen eine Unterstützung zu geben noch eine mitgibt -dann aus "leben wie man möchte" einfach heraushören, dass es hier darum geht mit diesen Tatsachen, also ob man schwul, lesbisch, trans ... usw. IST so leben kann wie man MÖCHTE.
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#12 MäuschenAnonym
  • 28.03.2022, 10:58h
  • Antwort auf #11 von Toffi
  • Wie, sollen wir nach 41 Jahren Transsexuellengesetz und dem sich seit Jahren zum Veitstanz steigernden trans Haß uns demütig freuen, wenn statt haßgetriebener Desinformation jovial-wohlmeinende Desinformation betrieben wird, aus Inkompetenz, die für die trans Hasser anschlußfähig ist?

    Oder darf ich als Angehörige einer Minderheit, deren Menschenrechte in Deutschland mit Füßen getreten werden, Professionelle nicht auffordern, professionell zu arbeiten?

    Oder habe ich als trans Frau einfach von vornherein keine Kompetenz, kein Wissen, was mein eigenes Leben und dessen Rahmenbedingungen angeht?

    Die zu haben buchstäblich jeder dahergelaufene cis Mann sich anmaßt?
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#13 DreddAnonym
  • 28.03.2022, 11:57h
  • Antwort auf #12 von Mäuschen
  • Die in einer Kindersendung für 3 bis 6 jährige simplizierte aber korrekte Aussage der Gleichwertigkeit der Menschen als Angriff aufzufassen... man o man !

    Gut das ich keine Kinder habe die ich vor so einem schändlichen Beitrag schützen muss, sonst wüssten die später ja gar nicht wenn sie mobben sollen oO
  • Antworten » | Direktlink » | zu #12 springen »
#14 lunarAnonym
#15 nichtbinärePersonAnonym
  • 28.03.2022, 12:11h
  • Antwort auf #11 von Toffi
  • "dann wird zehn Sekunden später nämlich erklärt, was "Trans" ist, nämlich wenn jemand als Junge geboren wurde aber eigentlich ein Mädchen IST oder umgekehrt."

    Das stimmt halt auch nicht.

    Wenn jemand "eigentlich" ein Mädchen ist, war sie schon immer ein Mädchen, auch bei der Geburt, wurde aber in ein falsches Geschlecht eingestuft. Das heißt, es wurde BEHAUPTET, sie sei ein Junge, was aber eben niemals (!) zutraf.

    Aus dieser Tatsache wird übrigens auch die Forderung nach einem Selbstbestimmungsgesetz abgeleitet - es soll nicht irgendein_e Ärzt_in oder Geburtshelfer_in entscheiden dürfen, wes Geschlechts eines Person ist, sondern ausschließlich diese Person selbst.

    Ansonsten meine vollste Zustimmung und vielen Dank an Mäuschen und PhoebeEulenbaer.
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#16 PaddyAnonym
  • 28.03.2022, 13:00h
  • Antwort auf #15 von nichtbinärePerson
  • Müsst ihr eigentlich bei absolut jedem Beitrag zu dem Thema euren Weltschmerz zum Ausdruck bringen?

    Da wird in einer Sendung für Kinder (!) versucht, nachvollziehbar für die Altersgruppe, der Sachverhalt zu erklären. Das ist ja keine Wissenschaftssendung.

    Statt sich zu freuen, dass Kinder dafür sensibilisiert werden, seid ihr euch darüber am aufregen, dass nicht auf die Problematik mit dem Selbstbestimmungsgesdetz eingangen wurde.

    Das ist ja alles gut und richtig. Aber dafür kann man nicht eine Kindersendung kritisieren. Das passt da schlicht nicht rein.
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#17 N8EngelProfil
  • 28.03.2022, 13:22hWenden
  • Antwort auf #16 von Paddy
  • Wie oft musst Du erklären, das Du bist, wer Du bist? Wie oft wird Dir erklärt, das Du doch ganz anders sein solltest?
    Oder schau mal auf die Erklärungsversuche, die Konversationstherapien thematisieren. Wer Konversation für möglich hält, behauptet, es sei eine reversible Entscheidung.
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#18 nichtbinärePersonAnonym
  • 28.03.2022, 13:30h
  • Antwort auf #16 von Paddy
  • "Müsst ihr eigentlich bei absolut jedem Beitrag zu dem Thema euren Weltschmerz zum Ausdruck bringen?"

    Wenn es nötig und sinnvoll ist: selbstverständlich JA.

    "Da wird in einer Sendung für Kinder (!) versucht, nachvollziehbar für die Altersgruppe, der Sachverhalt zu erklären."

    Nur halt leider falsch. Und was Hänschen falsch gelernt hat, lernt Hans umso schwieriger um.

    "Statt sich zu freuen [...], seid ihr euch darüber am aufregen"

    Erstens ist DIES hier keine Diskussion für Kinder, sondern unter mutmaßlich Erwachsenen. Und zweitens habe ich in meinem ersten Beitrag bereits kundgetan, dass ich mich grundsätzlich freue, indem ich "Alex" recht gegeben habe. Allerdings heißt das noch lange nicht, dass wir alles hinnehmen müssen, was definitiv falsch ist, und somit Desinformation, ob nun beabsichtigt oder unbeabsichtigt.

    Wenn hier (!) z.B. jemand schreibt, Trans sei, wenn jemand als Junge geboren wurde, aber "eigentlich" ein Mädchen sei, ist das schlichtweg falsch. Das hat erstmal mit Weltschmerz gar nichts zu tun, sondern mit FAKTEN.

    Und selbstverständlich kann ich auch eine Kindersendung kritisieren - denn: gut gemeint ist eben noch nicht automatisch gut gemacht. Und wenn ich schon Kinder aufklären will, dann doch bitte richtig.

    Wenn die "Maus"-Produzent_innen Interesse an Rückmeldungen haben, werden sie dies hier sicherlich auch lesen und haben somit die Chance, künftig zu berücksichtigen, wie "wir" Trans- und nichtbinären Menschen über dieses Thema denken. Und zwar nicht, weil wir hier rumheulen wollen, sondern weil wir uns jahre- oder jahrzehntelang mit dem Thema beschäftigt haben und beschäftigen.

    Und wenn sie kluge Journalist_innen sind, berücksichtigen sie neu dazu gelernte Fakten künftig auch besser.
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#19 PaddyAnonym
#20 PaddyAnonym
  • 28.03.2022, 13:41h
  • Antwort auf #17 von N8Engel
  • Es geht hier aber um eine kindgerechte Darstellung in einer Kindersendung.

    Und ich fände es gut wenn man sich auch einfach mal nur über was freuen könnte.

    Im übrigen reagiere ich auf dieses "Du böser CIS Du" inzwischen allergisch.

    Ich bin schwul und glaube mir das war in meinem Leben nicht immer Kindergarten.
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#21 nichtbinärePersonAnonym
#22 MinuschAnonym
  • 28.03.2022, 13:54h
  • Anstatt in die Diskussion über die Korrektheit der Wortwahl in der Sendug hier einzusteigen, möchte ich allen diesen kurzen Kommentar von Jonas Recker auf dem Nollendorfblog ans Heruz legen:

    www.nollendorfblog.de/?p=9515

    Der Autor macht darin meiner Ansicht nach sehr schön deutlich, warum die übliche Formulierung "fühlt sich als x" nicht nur falsch ist, sondern leider auch dazu beiträgt, den diskriminierenden Status Quo aufrecht zu erhalten.

    Vielleicht lässt sich damit leichgter nachvollziehen, warum vielen trans Menschen die richtige Wortwahl in Berichterstattungen so wichtig ist und nahe geht.
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#23 nichtbinärePersonAnonym
  • 28.03.2022, 14:06h
  • Antwort auf #22 von Minusch
  • Damit steigst Du allerdings tatsächlich in die Diskussion ein, allerdings ja mit einem ziemlich guten und vor allem richtigen Beitrag.

    Genauso falsch wie "fühlt sich als x" ist halt eben auch "leben, wie man will". Denn nein: Trans Menschen sind NICHT Männer, die "als Frauen leben wollen" und auch NICHT Frauen, die "als Männer leben wollen". Genau diese Formulierungen werden nämlich von transfeindlichen Menschen incl. TERFs benutzt: Trans Frauen seien ja gar keine echten Frauen, sondern Männer, die "nur" Frauen sein "wollten" oder gar nur so tun, als "wollten" sie Frauen sein. Deshalb dürfte man sie weder in weibliche Schutzräume einlassen noch zum Sport zulassen.

    Nochmal: es geht bei der geschlechtlichen Identität - und auch bei der sexuellen Orientierung - nicht ums WOLLEN, sondern ums SEIN. Das ist eine SEHR grundsätzliche Angelegenheit, und deshalb ist ein falsches Wording hier auch ein gravierender Fehler.

    Es kann doch eigentlich gar nicht SO schwer sein, das zu begreifen.
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#24 PhoebeEulenbaerAnonym
  • 28.03.2022, 14:14h
  • Antwort auf #14 von lunar
  • Ich habe die Sendung leider nicht gesehen, da ich mit einem aufgeschnitten Fuß in der Notaufnahme saß.
    Ich habe übrigens Glück, dass ich eine staatlich geprüfte und anerkannte Frau bin und mich nicht mit falschen Pronomen oder falscher Anrede rumärgern musste oder mit übergriffigen Verhalten durch das Personal.
    Andere haben dieses Glück nicht und müssen sich mit diesem Verhalten auseinandersetzen. Dabei wollen sie nur, dass ihre Wunden versorgt werden und sie mit Würde behandelt werden.
    Wir können uns nicht aussuchen wann wir das angebliche "Haar in der Suppe" suchen.
    So sieht es doch aus.

    Und ich sehe es auch nicht ein, warum auf sachliche Kritik von uns nicht reagiert wird.
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#25 EuNaoEstouMaisAquiAnonym
  • 28.03.2022, 15:07h
  • Antwort auf #20 von Paddy
  • "Ich bin schwul und glaube mir das war in meinem Leben nicht immer Kindergarten."

    Das tut mir leid. Ich habe grosses Mitgefühl für das "Leiden", das es mit sich bringt, "mit der falschen Sexualität geboren zu sein". Ich bin aber sehr tolerant (sic!) gegenüber Menschen, die sich "als schwuler Mann fühlen" und deshalb "als schwuler Mann leben wollen". - Da es Legende ist, dass Deutsche (auch) Probleme mit Ironie haben, biete ich Dir hier verständnisvoll eine kognitive Krücke an: *irony off*

    "Und ich fände es gut wenn man sich auch einfach mal nur über was freuen könnte."

    Die Verbitterung, die sich hier ausdrückt, tut mir auch sehr leid. No drama, please. Deshalb habe ich Dir was zur Aufmunterung mitgebracht:

    This is POC trans excellence, everything is going to be just fine!

    www.youtube.com/watch?v=8o85pkrzi1s

    My beloved sis MJ slayed it! Being(!) trans is awesome! :-D

    Got it? Ich hoffe, ich konnte dich damit aufmuntern. Iss etwas gesundes, trinke ausreichend, schlafe. Mache einen Spaziergang im Park. You will be fine. ;-)
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#26 TrotzdemAnonym
  • 28.03.2022, 15:08h
  • Antwort auf #20 von Paddy
  • ...und cis bist du trotzdem. Dass dein Lebel deshalb immer super toll war, behaupted niemand. Aber du weißt nicht, wie es ist als trans aufzuwachsen, und kannst deswegen nicht einordnen, warum "als Junge geboren aber eigentlich ein Mädchen" nicht nur nicht zutreffend, sondern auch schädlich ist.

    Du bist doch auch nicht als hetero geboren und dann schwul geworden. Viele schwule Menschen dagegen protestieren, bzw. haben lange Zeit dagegen protestiert und tun es noch immer. Dürfen wir bitte dasselbe Recht für uns in Anspruch nehmen?
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#27 PaddyAnonym
#28 fredinbkkkAnonym
  • 28.03.2022, 15:35h
  • wir sind eine Regenbogenfamilie und unser kleiner Sohn welchen man uns in einem Pappkarton als 6 Monate junges Baby vor die Tuere gestellt wird diesen Monat 8 Jahre alt.
    Im Alter von 5 Jahren besuchten wir mit ihm das Calypsocabaret hier in Bangkok,
    es hat ihm sehr gefallen und es kamen massenhaft Fragen zu den Maedels auf der Buehne.Auch sieht er sehr oft Transpersonen in den Gaststaetten und beim einkaufen..
    Wir haben immer altersendsprechen Erklaerungen gegeben...
    er ist voellig offen und hat die Akteure
    ins Herz geschlossen.
    Er ist sehr traurig ,diese lieben Menschen nicht mehr besuchen zu koennen.....den ..das Cabaret ist leider fuer immer geschlossen.....durch die Covit Seuche blieben die Gaeste aus.
    So bleibt ihm nur Videos anzusehen,
    Wir geben uns die groesste Muehe unser Soehnchen zu einem offenen,und liebevollen Menschen zu "erziehen"
    Moege es uns gelingen...
    Die Sendung mit der Maus finden wir richtig gut..Gratulation zu dieser Ausgabe.
  • Antworten » | Direktlink »
#29 nichtbinärePersonAnonym
#30 kathi74Anonym
#31 VestigeAnonym
  • 28.03.2022, 16:23h
  • Antwort auf #25 von EuNaoEstouMaisAqui
  • Das ist mir immer noch ein großes Rätsel. Ihr sisters of color seid absolut großartig, und da ich ein bißchen bescheid weiß (know your history), weiß ich auch, daß ihr die eigentlichen Vorkämpferinnen seid, nicht erst seit Stonewall.

    Ich kann mir davon ca. 1 Minute ansehen. Obwohl ich weiß, daß das echt ist, ist es für mich wie Science Fiction. Nichts davon gibt es in meinem Leben. Ich habe nie so ausgesehen und werde nie so aussehen. Mein Jahrgang ist Mitte 60er, und aus meinem Leben erzähle ich nur solchen, die mich sehr gut kennen gelernt haben und denen ich erlaubt habe, mich so gut kennen zu lernen. Sonst ist meine Glaubwürdigkeit futsch. Ein Horrortrip. Auf den ich diese Menschen nicht mitnehme, es ist meiner, ich muß damit leben.

    Das ist okay. An ein paar Menschen, ein paar Sachen (im Sinne von Angelegenheiten) und an dieser unglaublich schönen Welt der lebenden Wesen liegt mir, das genügt mir als Sinn.

    Aber das - verstehe ich nicht. Wenigstens weiß ich warum: kein Zugang. So etwas gibt es hier nicht. So etwas wird es hier auch nie geben. Ich brauche dir nichts zu erzählen, wir sehen das selbe Spielbrett. Wir sehen es, denke ich, sogar ziemlich ähnlich. Und ich kann hier nicht weg. Ich bin zu alt und zu arm.

    Ich lerne trotzdem von euch. Aber ich kann nicht sein wie ihr.
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#32 DreddAnonym
#33 KaiJAnonym
#34 DreddAnonym
#35 Lucas3898Anonym
  • 28.03.2022, 20:01h
  • Wäre schön, wenn man sich den Beitrag vorher im Ganzen ansieht, bevor man sich über einzelne Zitate aufregt.

    Es geht eindeutig aus dem Beitrag hervor, dass es darum geht, dass jeder so sein darf, wie er ist.
    Nicht nur um Gefühle.
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#36 qwertzuiopüAnonym
  • 28.03.2022, 20:44h
  • seit vllcht 15 Jahren wieder Sendung mit der Maus geguckt und es war super!
    eine tolle Folge mit Kindheitserinnerungen gratis dazu :)
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#37 HexeAnonym
  • 28.03.2022, 21:03h
  • Eben Die Sendung mit der Maus mit meiner Tochter geguckt. Kam super an.
    Ich weiß nicht was das ewige Gejammer hier soll. Es war absolut respektvoll. Katja ist ne coole Sau. War sie schon als Obdachlose: Sie zieht ihr Ding durch und wirkt sehr stark und humorvoll.
    Die Sendung mit der Maus ist für kleine Kinder gemacht und die Folge war von Anfang bis Ende mit guten Nachrichten versehen: Jeder Mensch kann Leben wie er oder sie will.

    Das Katja schonmal vor kam und erst jetzt transitionieren konnte wird mit älteren Einspielern erklärt.
    Sie selbst erklärt: "Weil ich mit Penis geboren wurde, wurde ich dem männlichen Geschlecht zugewiesen".

    Das alles ist ohne Histerie erklärt und es so auch Kinder verstehen können die keinerlei Berührungen im Alltag mit LGBT haben. Halt einfach kindgerecht.
    Und das bei komplizierten Sachverhalten wie TSG. Das erklärt kriegen ja nichtmal erwachsene Medien richtig hin.

    Aber obwohl ich selbst trans bin, bin ich mir nicht sicher ob meine fünfjährige das alles verstanden hat. Ich glaube das tangierte sie nicht sonderlich, denn heutzutage ist Kindergarten usw recht easy was das alles angeht und es ist eh null Thema das sie Zwei Mamas hat. Die Kids von heute sind weit aus aufgeklärter als früher und Hass hingegen muss man sowieso erstmal erlernen und da sind Pädagogen mittlerweile zum Glück viel weiter als noch vor zwanzig Jahren.
    Ich weiß nicht wie Kinder auf die Folge reagieren die in einer Hetero Familie leben. Kommt wahrscheinlich auf die Eltern an, die dann entweder dramatisieren oder aufklären.

    Ich persönlich bin der Maus dankbar das sie das Thema angegangen ist, sowohl das Thema Obdachlosigkeit, Genderrollen und Transidedität wurden mit viel Respekt angegangen. Und das in gerade mal einer halben Stunde.

    Und das ist hundert mal besser als die Taz die heute wieder einen Jan Feddersen nen Artikel spendiert hat.

    Die Maus rockt!
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#38 LothiAnonym
  • 28.03.2022, 21:19h
  • Auf Katja. Jetzt gehts weiter.
    Bin immernoch völlig geplättet von ihrer doch sehr berührende Lebensgeschichte.
    Whow und das in Der Sendung für die Maus. Alle Achtung.
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#39 nichtbinärePersonAnonym
  • 28.03.2022, 21:27h
  • Antwort auf #35 von Lucas3898
  • Ob Du es glaubst oder nicht: ich HABE die Sendung gesehen, und zwar komplett, bevor ich begann, hier zu kommentieren. Und der Satz, den ich kritisiert (nicht mich darüber aufgeregt!) habe, fiel mir schon beim Sehen auf.

    Was aus dem Beitrag "eindeutig hervorgeht", ist jedoch wohl durchaus Ansichtssache. Ich darf an dieser Stelle darauf hinweisen, dass mehrere Trans/NB-Menschen unabhängig voneinander die gleiche SACHLICHE Kritik anzubringen hatten.

    Und ich wüsste nicht, weshalb man hier keine sachliche Kritik äußern dürfte.

    Dass das nicht jedem gefällt, ist klar. Dadurch wird allerdings die Kritik nicht weniger gerechtfertigt. Leuten vorzuhalten, sie hätten ja nicht mal die Sendung gesehen, ist übrigens ein billigstes Ablenkungsmanöver.

    Wenn Du wirklich daran interessiert bist, dazuzulernen, was manchen Menschen in dieser Community hier wichtig ist, lies die entsprechenden Beiträge einfach nochmal. Ansonsten stelle bitte keine Behauptungen auf, die Du nicht im Entferntesten belegen kannst. Dankeschön.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #35 springen »
#40 PhoebeEulenbaerAnonym
  • 28.03.2022, 22:10h
  • Antwort auf #32 von Dredd
  • Oh, ich würde nichts lieber tun als gechillt mein Leben zu leben.
    Geht nur leider nicht, wenn mich Menschen nach der Auffassung ich sei ja keine Frau, sondern nur ein Mann, der sich als Frau fühlt, behandeln.
    Als ich vor 5 Jahren für eine OP ins Krankenhaus musste, durfte ich die Nacht auf dem Gang verbringen. Schließlich bin ich ja in deren Augen keine Frau, also durfte ich auch nicht in ein Frauenzimmer.
    Ein gleichberechtigtes Leben ohne Diskriminierung wäre echt ein Traum.
    Aber wir dürfen ja nicht mal den Mund aufmachen, dann heißt es wir sind überzogen.
    Nein, das sind reale Probleme, egal ob man es wahrhaben will oder nicht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #32 springen »
#41 DreddAnonym
#42 LothiAnonym
  • 29.03.2022, 08:28h
  • Antwort auf #40 von PhoebeEulenbaer
  • Tut mir so wahnsinnig leid, wenn ich hier solch diskriminierende Geschichten aus Deinem Alltagsleben und das der anderen Kommentatorinnen lese. Als ich den Beitrag über Katja sah, wollt mir dieser fiese Gedanke über die Diskriminierung einfach zuerst nicht aus den Kopf. Schon wegen des psychologischen Gutachtens fürs Gericht. Und doch freute ich mich ebenso dass Katja endlich ihre wahre Identität leben kann. Jetzt geht es weiter sagte sie. Alleine dieser kleine Einspieler im Beitrag über ihren neuen Arbeitsplatz und die Begrüßung durch den Kollegen stießen bei mir Freudentränen aus. Das ist ungeheuer wichtig. Akzeptanz und Respekt. Wie Du sicherlich bemerkt hast, bin ich nicht so firm darin hier lang Argumentativ meine Gefühle für Euch vorzutragen. Aber im Gedanken bin ich immer an Eure Seite. Und ich lese all die Kommentare hier mit oft großer Bewunderung darüber dass Ihr Euch nicht unterkriegen lasst.
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#43 nichtbinärePersonAnonym
#44 UmsetzungAnonym
  • 29.03.2022, 09:44h
  • Ich finde es gut, dass Vielfalt angesprochen wird. Allerdings ging es mir etwas zu sehr ins Detail, was die behördlichen Schwierigkeiten angeht.
    Ich bin aber von dem Thema auch nicht betroffen. Trotzdem hätte ich mir den Fokus auf der Person gewünscht, und die schleichende/verneinde Bürokratie weggelassen.
    Denn das ist für Kinder in dem Alter unnötig zu wissen, dass unsere Bürokratie konservativ/ reaktionär ist.
  • Antworten » | Direktlink »
#45 HexeAnonym
#46 TyranusAnonym
#47 LothiAnonym
  • 29.03.2022, 10:20h
  • Antwort auf #45 von Hexe
  • Sehr richtig kommentiert. Kinder wissen auch sehr wohl was es heißt, wenn das Jugendamt sich zuhause blicken läßt. Dann wissen sie, da ist etwas im Busch. Entweder mit den Eltern oder mit ihnen selbst. Wie wir wissen reicht da schon ein mehrmaliges Schulschwänzen und schon steht das Jugendamt auf der Matte. Und das kann jede Familie treffen. Nicht immer nur die Sozialschwachen Familien.
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#48 UmsetzungAnonym
  • 29.03.2022, 10:25h
  • Antwort auf #45 von Hexe
  • Wieder so ne Antwort auf Stammtischniveau. Bis Ende der Grundschule sind Kinder normalerweise gar nicht bereit, sowas zu verarbeiten.
    Welche verantwortungsvolle Mensch erzählt denn Erstklässlern vom Dritten Reich und Paragraphen 175????
    Kinder bis 10 können sicher viel verarbeiten, aber man kann es auch übertreiben.
    Viele Menschen glauben ja auch, dass ihr Kind hochbegabt ist ... übersehen dabei nur, dass der Maßstab dazu die eigene Intelligenz ist.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #45 springen »
#49 TyranusAnonym
#50 LothiAnonym
  • 29.03.2022, 10:51h
  • Antwort auf #48 von Umsetzung
  • Hier muß ich dir widersprechen. Auch Kleinkinder sind durchaus in der Lage, beziehungsweise gewillt Unterschiede zu erkennen und auszumachen. Nur können sie es nicht so klar beschreiben wie es ältere tun.
    Ich habe mich selbst als 8 jähriger Knirps über den 3.Weltkrieg informiert. Angestoßen darüber wurde ich davon durch meine 71 jährige Pflegeoma. Statt mit anderen Kindern draußen zu spielen, saß ich Sonntagvormittags vorm s/w Fernseher und schaute mir gebannt die Kriegsberichterstattung der Wochenschau an.
    Heutzutage haben Kinder sogar noch eher die Möglichkeit sich über die Medien, falls sie es denn wollen, auch dementsprechend zu informieren. Wer nicht fragt bleibt dumm.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #48 springen »
#51 HexeAnonym
  • 29.03.2022, 11:15h
  • Stammtischniveau?
    Komisch. Ich kann mein Kind gar nicht mit in meine Kneipe nehmen. Da wird nämlich geraucht.
    Nimmst du Kinder mit in die Kneipe?

    Und an welchen Stammtischen warst du den bisher?
    Bei meinem ist das Niveau meistens Recht zivilisiert.
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#52 KopfschüttelAnonym
  • 29.03.2022, 11:30h
  • Antwort auf #48 von Umsetzung
  • Man kann es aber auch untertreiben.
    In meiner Schulzeit habe ich nichts, absolut nichts zum 175er gehört, obwohl ich politisch und geschichtlich sehr interessiert war und für das Alter ein überdurchschnittliches Allgemeinwissen hatte.
    Als ich das erste Mal vom 175er hörte, war ich schockiert, wie man ein solches Unrecht zulassen konnte, aber auch, wie man das verschweigen kann. Ich fühlte mich um dieses Wissen betrogen. Muss auch nicht sein.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #48 springen »
#53 PhoebeEulenbaerAnonym
  • 29.03.2022, 11:59h
  • Antwort auf #41 von Dredd
  • Ja, liegt es. Wer falsche Toleranz vorspielt, der ist einfach nur heuchlerisch.
    Die haben auch gesagt "Oh, wir sind so tolerant, wir jeden Sie mit Frau an. Aber Sie sind ja keine Frau, also kriegen Sie auch keinen Platz im Frauenzimmer."
    Solche Lippenbekentnisse sind nämlich genau das gespielte Toleranz, die mit falschen Gründen daher kommen.
    Die Folge ist dann nicht, dass Diskriminierung weniger wird, sondern nur unsichtbarer und kleiner geredet.
    Aber das muss jeder Mensch für sich selbst entscheiden, was das Ziel sein soll. Soll Diskriminierung abgebaut werden oder soll sie einfach nur unsichtbar gemacht werden.
    Mein Ziel ist es, dass die Diskriminierung abgebaut wird. Ich will, dass transgeschlechtliche Frauen nicht mehr Angst davor haben müssen im Krankenhaus kein Zimmer zu bekommen. Ich will, dass transgeschlechtliche Frauen nicht mehr Angst haben müssen Toiletten und Umkleidekabinen für Frauen zu benutzen. Ich will, dass transgeschlechtliche Frauen sich nicht mehr rechtfertigen müssen, wenn sie von einer Frauenquote Gebrauch machen wollen.
    Aber das erreichen wir nicht mit halbgaren Lippenbekentnissen wie "das sind Männer, die sich als Frauen fühlen."
    Da ist die Begründung für den Ausschluß schon mit drin. So einen Kuhhandel werde ich nicht eingehen. Das schafft nämlich keinen Zugang zur Gesundheitsversorung, zu Arbeitsplätzen oder zur Teilhabe am sozialen Leben.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #41 springen »
#54 Nesiree DickAnonym
  • 29.03.2022, 12:55h
  • Also, meine Lieben. Ich habe mir jetzt all eure Kommentare durchgelesen.
    Und ich verstehe die hier oft geübte Kritik: Warum kommt hier hier immer gleich mit diesem absoluten Weltschmerz gepaart mit latenter Aggressivität?
    Es muss ja niemand fröhlich sein, wenn ihr:ihm nun sicherlich Grausiges wiederfanden ist, aber wie sagte Omma immer so schön: Et Tönche macht dat Musikk
    Man kann Kritik oder Frustration auch anders vorbringen, aber mit diesem Wir sind die aller aller letzten in der Kette und auf uns wird eingetreten, sägt ihr euch selbst den Ast ab, auf dem ihr sitzt.
    Es geht nämlich immer noch schlimmer: siehe Situation der Menschen in der Ukraine. Eine Nacht auf dem Flur im Krankenhaus wegen fehlender Akzeptanz? Ja, es ist grausig. Aber es gibt Leute, die haben gerade gar kein Krankenhaus.

    Und falls jetzt mal wieder das abgenickendem Kammellchen kommt: du hast gut reden als CIS-Tante: bei mir baumelt es oben und unten, ich bin Drag, schwul und lesbisch. Hatte aber trotz vielen krassen Stories nie den Bedarf, mich als Opfer der letzten Reihe zu sehen und die Ungerechtigkeit der Welt zu beweinen.
    Be proud and strong. Peace, eure Tante Dick.
  • Antworten » | Direktlink »
#55 Ehrliche HautAnonym
  • 29.03.2022, 13:03h
  • Antwort auf #50 von Lothi
  • Richtig, Lothi.
    Du hast völlig Recht.
    Meine beiden Omas haben mir schon von klein auf vom Nationalsozialismus, dem Krieg und der Judenverfolgung erzählt. Da war ich höchstens in der Grundschule. Meine beiden Opas konnten mir nichts mehr erzählen. Die sind Beide in Hitlers Krieg gestorben.
    Sie haben mir auch von Flucht Vertreibung und Zerstörung erzählt und als ich ins Gymnasium kam wusste ich schon sehr viel über all diese Dinge. Dieses Wissen hat mich mein ganzes Leben geprägt und ich glaube es hat mich immun gemacht gegen jede autoritäre Ideologie. Kinder begreifen so viel mehr, als sich die Meisten vorstellen können.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #50 springen »
#56 PhoebeEulenbaerAnonym
  • 29.03.2022, 13:11h
  • Antwort auf #42 von Lothi
  • Wie sage ich immer so schön, it's part of my life.
    Ich kämpfe halt dafür, dass andere so etwas nicht mehr erleben müssen.
    Und ich habe schon viel erlebt, 12 Monate Verfahren nach dem TSG, 1500 Euro Verfahrenskosten, übergriffige Fragen in den Gutachten, 4 Jahre Therapie bis zum Beginn der Hormontherapie, Gerichtsprozesse um die Behandlungskosten und jede Menge Diskriminierung im Alltag.
    Ich möchte das anderen einfach ersparen. Es kann nicht die Lebensaufgabe jedes transgeschlechtlichen Menschen sein, sich das alles mühsam für sich selbst zu erkämpfen. Da bleibt nämlich nicht mehr viel Platz für andere Dinge im Leben.

    Ich freue mich über jeden Schritt, aber ich denke nicht, dass sowas ein Grund ist mich auszuruhen. Dafür gibt es zu viel zu tun.
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#57 TyranusAnonym
  • 29.03.2022, 13:21h
  • Antwort auf #54 von Nesiree Dick
  • Whataboutism ist immer eine schlechte Strategie, denn es gibt IMMER jemanden, dem es gerade schlechter geht als dir. Daher sollte man es einfach damit sein lassen und berechtigte Kritik seitens der Betroffenen einfach annehmen, idealerweise ohne unnötige Augenverdreherei oder den sinnlosen Verweis auf völlig andere Lebensumstände. Das lenkt nur ab, frustriert und hilft niemandem.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #54 springen »
#58 Nesiree DickAnonym
  • 29.03.2022, 13:56h
  • Antwort auf #57 von Tyranus
  • Nein, man kann auch auf eine andere Art Kritik äußern. Weniger Wehleid und Weltschmerz, weniger latente Aggression bei Einwänden etc. Das geht.
    Und du bewertest ja auch meine Kritik an der Kritik. Das geht dann? Aber ich darf die Kritik nicht kritisieren, sondern muss sie so stehen lassen.
    Ich schreie, das ist aber jetzt Schnapsoism at its best. Liebe ich ja sonst total, aber hier ein klassisches Eigentor.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #57 springen »
#59 TyranusAnonym
  • 29.03.2022, 14:34h
  • Antwort auf #58 von Nesiree Dick
  • "Nein, man kann auch auf eine andere Art Kritik äußern. Weniger Wehleid und Weltschmerz, weniger latente Aggression bei Einwänden etc. Das geht."

    Das hast du schon mal gesagt. Was veranlaßt dich dazu, deine Kritik unverändert zu wiederholen? Was bezweckst du damit?

    "Und du bewertest ja auch meine Kritik an der Kritik."

    Ja, das tue ich, nur schade dass du auf meinen Vorwurf des Whataboutism nicht mal eingehst. Du lenkst nur weiter ab.

    "Das geht dann? Aber ich darf die Kritik nicht kritisieren, sondern muss sie so stehen lassen."

    Was? Klar darfst du das! Wo habe ich die das verboten? Nur lese ich in deiner Antwort nichts zu meinem Vorwurf des Whataboutism. Irgendwie redest du gänzlich an meiner Kritik vorbei.

    "Ich schreie"

    Ich wüsste nicht, wo ich geschrien haben sollte. Bitte um Aufklärung.

    "das ist aber jetzt Schnapsoism at its best."

    Was versprichst du dir von diesem Versuch meine Kritik ins Lächerliche zu ziehen?

    "Liebe ich ja sonst total, aber hier ein klassisches Eigentor."

    Kann hier kein Eigentor meinerseits erkennen. Erklärt hast du es auch nicht, warum das so sein sollte.

    Können wir dann bitte wieder zur eigentlich Sache zurückkommen?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #58 springen »
#60 nichtbinärePersonAnonym
  • 29.03.2022, 14:45h
  • Antwort auf #54 von Nesiree Dick
  • Ich übersetze die Quintessenz Deines und anderer Kommentare mal eben: "Was müsst ihr Diskriminierten immer darauf rumreiten, dass ihr diskriminiert werdet? (Könnt ihr euch nicht mal lieber darüber freuen, wenn ihr etwas weniger diskriminiert werdet?) Und überhaupt: die armen Kinder in Afrika..."

    Ich habe meinen allerersten Kommentar, auf dem diese Diskussion teils aufbaut, sachlich und keinesfalls mit latenter Aggressivität geschrieben. Ich werde allerdings dann latent aggressiv, wenn versucht wird, mich zum Schweigen zu bringen und meine Argumente ohne vernünftige und relevante Gegenargumentation für irrelevant zu erklären.

    Kritikpunkte sind Kritikpunkte, und man muss sie ansprechen dürfen. Selbst wenn es einen Fortschritt gibt, ist dieser nicht automatisch perfekt.

    Außerdem: dies hier ist (auch) ein Diskussionsforum. Sollen hier nur Lobeshymnen abgefeiert werden? Ich fasse Queer.de als Medium auf, in dem (auch) gesellschaftliche Missstände aufgedeckt werden. Aber dazu soll man dann nichts sagen dürfen? Vor allem als Betroffene_r?

    Sorry, aber das sehe ich absolut nicht ein.

    Ich bleibe übrigens dabei, dass ein sehr einfach zu verstehender, dennoch fundamentaler Unterschied zwischen "leben wie man will" und "leben wie man ist" besteht. Und dass man das auch schon Kindern beibringen kann und soll.
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#61 PhoebeEulenbaerAnonym
  • 29.03.2022, 15:42h
  • Antwort auf #54 von Nesiree Dick
  • Dann zeig mir doch einfach mal wo meine Kritik unsachlich war?
    Also ist das Aufzeigen von alltäglicher Diskriminierung anhand von Beispielen schon zu viel?
    Ich zähle lediglich Fakten auf, dass du daraus etwas anderes machst, dass ist deine Sache.

    Und was die Ukraine betrifft, mal abgesehen davon, dass dieser whatoubtism vor 4 Wochen eh nicht möglich gewesen wäre, bestätigt die Situation dort genau das was ich sage. Transgeschlechtlichen Frauen wird die Ausreise verweigert, weil sie ja "in Wahrheit" Männer sind, die sich als Frauen fühlen. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein männlich oder weiblich im Ausweis steht.
    Transgeschlechtliche Frauen werden zum Kriegsdienst gezwungen, weil sie ja Männer sind, die sich als Frauen fühlen und damit grundsätzlich für den Kriegsdienst geeignet. Vor Übergriffen durch die Bevölkerung oder Soldaten werden sie nicht geschützt.

    Das alles passiert, weil transgeschlechtliche Frauen als Männer gelten, die sich als Frauen fühlen.
    Genau das kritisiere ich und die Ursache ist sowohl in der Ukraine als auch in Deutschland die gleiche.
    Das wir in Deutschland im Moment keine Angst um unser Leben haben müssen, sondern nur vor einer unwürdigen Behandlung macht die Kritik nicht ungültig.
    Solchen Versuchen widerspreche ich entschieden.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #54 springen »
#62 KaiJAnonym
#63 Nesiree DickAnonym
  • 29.03.2022, 16:16h
  • Antwort auf #60 von nichtbinärePerson
  • Ach ihr Schätze, ihr lest aber auch immer das, was ihr lesen wollt.

    Mir ging es niemals darum, Kritik zu unterbinden oder in Frage zu stellen.

    Natürlich sollt und müsst ihr lautstark eure Kritik äußern, immer und immer wieder. Solange bis sich etwas ändert. Und ja, es wird lange dauern.

    Aber: denkt doch einfach nur einmal darüber nach, wie ihr kritisiert. Also die Art und Weise. Also nicht das was, es geht rein ums Wie.

    Ich bin ja hier nicht die Einzige, der das ebenfalls in diesem und vorherigen Artikeln aufgefallen ist. Und wir sagen da ja sicherlich nicht, um euch zu ärgern. Hallo, wir sind alle queer.de. Eine Unterscheidung, wer es einfacher hat oder hatte, lehne ich aber genauso grundsätzlich ab. Das kann niemand über die:den anderen so sagen.

    Es kann doch auch einfach mal jede:r mal über Feedback nachdenken. Wenn es öfters kommt, scheint doch vielleicht etwas dran zu sein.

    Ja, bei der Ukraine hattet ihr auch Recht. Es tut mir persönlich einfach sehr weh. Wie Leute aus- und weggebomt werden. Ich vergleiche dann oft unseren Alltag damit, weil es mich verzweifeln lässt. Und dann wird es surreal.
    Sorry für den unangebrachten Vergleich, ihr Lieben. Love und vor allem Peace, eure alte Dick
  • Antworten » | Direktlink » | zu #60 springen »
#64 LothiAnonym
  • 29.03.2022, 16:20h
  • Antwort auf #58 von Nesiree Dick
  • Meine Liebe, was willst Du uns hier mitteilen?
    Natürlich hätte ich Katja um die es hier ja geht, als glückliche Transfrau bezeichnen können, die angekommen ist in ihrem Leben. Stimmt ja auch.
    Doch da ich gleichzeitig an all jene Transfrauen denken mußte die weiterhin diskriminiert, herabgesetzt und sogar ausgegrenzt werden, kann ich nicht umhin diesen so wichtigen Beitrag der Sendung mit einem lachenden UND einem weinenden Auge zu sehen. Gerade aufgeweckte Kinder werden nach dieser Sendung hoffentlich ihre Eltern damit Löchern, was damit eigentlich gemeint ist. Denn genau das will diese Maus Sendung eben. Kinder auch über unangenehme Wahrheiten informieren und aufklären. Und das ist super gelungen. Die Kommentare hier im Forum finde ich zum Thema recht angemessen und zurecht auch sehr persönlich durch den Input von Betroffenen Transfrauen.
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#65 Nesiree DickAnonym
  • 29.03.2022, 16:36h
  • Antwort auf #64 von Lothi
  • Liebes, bin wie immer zu 100 Prozent deiner Meinung und unterschreibe so alles.
    Mir ging es nicht um das Was gesagt wird, sondern um das Wie.
    Glaube, einiges ginge mit einer etwas anderen, nicht ganz so frustrierten oder aggressiven Haltung einfacher und man würde weniger angefeindet.
    So ging es zumindest mir im Krankenhaus bisher, wo ich mich nackt zeigen musste. Horror in Tüten, könnt ihr mir mal glauben.
    Wenn man dann mit einem Lächeln oder einem frechen Spruch daher kommt, ist es so viel einfacher. Habe da noch nie Probleme gehabt, im Gegenteil. Das gleiche mit der Polizei.

    Es war auch einfach nur mal ein Feedback, seine Art zu reflektieren. Wenn ihr das nicht möchtet, ist es vollkommen ok für mich. Akzeptiere ich.
    Love.
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#66 Nesiree DickAnonym
#67 KaiJAnonym
#68 Nesiree DickAnonym
  • 29.03.2022, 18:03h
  • Antwort auf #67 von KaiJ
  • Um dir das beizubringen? Aussichtslos, darling. LOL

    Du bist mir hier leider noch nie durch Witz oder Gelassenheit aufgefallen. Schade eigentlich. Denn deine Ansichten sind nicht immer verkehrt.

    Was ich viel Schlimmer finde: Das Absolute. Da ist mir, und ich glaube noch etlichen anderen hier, vor allem dein vehementer Kampf für die Grünen unangenehm haften geblieben, und das sage ich als selbst überzeugte Grünenwählerin - ich habe noch nie eine andere Partei gewählt. Du hast sie hier alle in Bausch und Bogen geredet.

    Dabei lässt du keine andere Meinung so stehen, willst immer das letzte Wort haben und fühlst dich moralisch allen anderen überlegen oder kanzelst sie ab, mit so schrille. Dingen wir reaktionär oder whatever. Oh guuurl.
    Leider habe ich bei dir noch nie so etwas wie Einsicht oder ein Verständnis für Andersdenkende feststellen können.

    Das macht dich zu einem echt sympathischen Charakter. Schade. Warum?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #67 springen »
#69 PhoebeEulenbaerAnonym
  • 29.03.2022, 18:15h
  • Antwort auf #65 von Nesiree Dick
  • Über meine Art hat sich noch keine*r beschwert.
    Also mach dir keine Gedanken über meine Fähigkeit zur Reflexion.
    Wenn du denkst, dass die Dinge, die ich erlebt habe, passieren weil ich nicht freundlich bin, dann hast du ein sehr falsches Bild.
    Die passieren obwohl ich freundlich bin.

    Ja, irgendwie traurig, dass es dann wieder heißt, dass nur freundlicher sein müssen, dann gibt's auch weniger Probleme.
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#70 KaiJAnonym
  • 29.03.2022, 18:36h
  • Antwort auf #68 von Nesiree Dick
  • In der Wahlkampfzeit bin ich klar dafür eingetreten, im Interesse für queere Rechte grün zu wählen. Das hindert mich jedoch nicht daran, wenn Grüne in Regierungsverantwortung sind, bei eben auch gerade aktuell verfehlter Politik gegen sie in den Foren hier Position zu beziehen. Und ich habe auch gern' das letzte Wort, wenn ich meine Argumente als die stimmigen sehe. Zu den nur scheinbaren in deinen #s lass' ich mich schon länger nicht mehr aus.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #68 springen »
#71 Nesiree DickAnonym
  • 29.03.2022, 19:10h
  • Antwort auf #70 von KaiJ
  • Da ist es wieder: meine scheinbaren Argumente etc. pp. Jaja, gurl, I know I know.
    Diese Verbissenheit, woher kommt die bloß? Wenn doch alles so stark wäre, nur so etwas wie Selbstreflexion oder gar Einsicht wird es bei dir leider nie geben. Mutter steht über allem.
    Von daher fällst auch du für mich nicht wegen deiner sogenannten Argumente, sondern wegen dieses traurigen Charakterzuges als Gesprächspartnerin leider komplett aus.

    Fun Fact: es bist aber immer du, die mich hier zurecht weißt in deiner unnachahmlichen Art; ich selbst bin noch aus gutem Grund noch nie von selbst. auf deine Posts eingegangen.
    Und das, obwohl doch meine Hashies nie Argumente hervorbringen und auch noch furchtbar reaktionär sind.
    Ich feiere dich gerade so, es treibt mir die Tränen in die Augen vor Lachen.
    Daher alles Liebe für dich meine Liebe, auch privat.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #70 springen »
#72 Nesiree DickAnonym
#73 KaiJAnonym
#74 LothiAnonym
#75 YondernStygienAnonym
  • 30.03.2022, 01:47h
  • Okay, wer ist dieser Reichelt? Muss man den kennen? Bestimmt so ein bedorfter Schmalzlöffel, denn wenn er zwanghaft über Mäuse schreibt, erinnert er etwas an Renfied aus den Draculageschichten.

    Brrr, und natyrlich gehen beim Thema Trans + Kinder die Stygien steil, die olle Kelle wie eine getriggerte Mausefalle,pardon, eher Ameisenfalle. Komisch, die und die andere, die mit dem permanenten Sauerteiggesicht, wechseln sich scheints ab darin, welche grade empörter darüber ist, dass auch Personen jenseits des veralteten, ungenauen Frau:Mann-Dualsmus sichtbar sind.

    Für die Sichtbarkeit ist so eine Sendung bedeutungsvoll, und für Kinder, welche bereits früh erkennen, wer sie wirklich sind, essenziell, ein Vorbild zu kennen!. Und weshalb sollen diese Unterschiede nicht gelehrt werden? Sie sind Fakten und Aspekte unsere Lebenswelt, und wir dürfen lernen, wie man damit umgehen kann.

    Die stygischen Schwestern können das leugnen und die Köpfe einziehen, in ihre Höhlen kriechen und in ihren deutschtümelnden Gedankengärten herum spuken, das ist okay.
    Es ändert nichts an der einfachen Sachlage, etwas nicht zu glauben. Es kann die Wahrheit nicht verschwinden lassen, nicht an sie zu glauben.
    Unsere Welt ist viel, viel weiter, als der eng abgesteckte alte Gartenzaun der blauen Partei reichen kann!

    Auch ich finde die Unterscheidung zwischen "leben wollen, wie man möchte" und "leben können, wie man ist" sehr wichtig. Der Umstand, sich das aussuchen zu können, ist etwas anderes als der, dass das nicht machbar ist.
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#76 PhoebeEulenbaerAnonym
  • 30.03.2022, 11:33h
  • Antwort auf #72 von Nesiree Dick
  • Trotzdem bleibt nach wie vor die Frage bestehen, warum eine Vermittlung von "Männer, die sich als Frauen fühlen" kindgerecht sein soll, aber eine Aussage wie "ist eine Frau, wurde aber bei der Geburt fälschlicherweise für einen Mann gehalten" soll die Kinder überfordern?
    Es gibt keine Begründung dafür.

    Kinderbücher wie "Das schönste Kleid der Welt" schaffen es auch das den Kindern zu vermitteln.
    Auch mit ganz einfachen Worten, z. B. "Als Anna noch ganz klein ist, fällt es niemandem auf, dass sie ein Mädchen ist."
    Ich glaube, dass Problem liegt nicht bei den Kindern, sondern es ist in den Köpfen der Erwachsenen. Die können sich nicht von ihren Vorstellungen trennen und behaupten dann, man könne es den Kindern nicht kindgerecht erklären.

    Wenn ich ein Beispiel geben soll, dann würde ich sagen, wenn ich gefragt werde, ob ich mal ein Mann war, lautet meine Antwort immer "Nein, ich war schon immer eine Frau."
    Meistens sind die Menschen dann verwirrt, weil sie eine Antwort erwarten, die mit ihrer Denkweise konform geht. Das ich anders denke als sie scheint die Menschen zu überfordern.
    Mein Geschlecht entsteht im Kopf und im Herzen und nicht durch das, was andere bei der Geburt zwischen meinen Beinen gesehen haben.
    Bei keinem Menschen sitzt das Wissen um die eigene Person zwischen den Beinen, sondern immer im Kopf und Herzen. Das ist eigentlich ganz einfach zu verstehen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #72 springen »
#77 nichtbinärePersonAnonym
  • 30.03.2022, 14:37h
  • Antwort auf #76 von PhoebeEulenbaer
  • Danke Dir - meine hundertprozentige Zustimmung!

    Umso mehr finde ich es unendlich schade und auch höchst problematisch, dass Argumentationen wie Deine oder auch meine auch hier so verbissen bekämpft werden, dass man dazu aufgefordert wird, doch mal halblang zu machen, sich statt dessen gefälligst mal zu freuen etc.

    Manche Dinge sind/WÄREN in der Tat, wie Du schreibst, ganz einfach. Man muss nur die innere Blockade überwinden, die einem eine zutiefst queerphobe Gesellschaft seit der eigenen Kindheit (!) eingehämmert hat.

    Und ganz generell sollte man Kinder auch nicht für zu doof halten. Für sie sind viele Dinge ganz natürlich, die dann erst durch ihre Eltern oder andere Erwachsene problematisiert werden. Dadurch können dann im weiteren Leben auch kognitive Dissonanzen entstehen, die Vielen das Leben schwer(er) machen, und das völlig unnötiger- und überflüssigerweise.
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#78 Nesiree DickAnonym
  • 30.03.2022, 16:55h
  • Antwort auf #74 von Lothi
  • Dankeschön, mein lieber Lothi, darüber freue ich mich sehr. Gerade von dir, da ich dich, deine Meinung und deine Art hier sehr schätze.
    Ich gehe in meiner Rolle oft über Grenzen und provoziere, halte Menschen einen Spiegel vor und versuche damit, sie zum Nachdenken zu bewegen. Ja, dazu gehört auch mal, Zicken als Guurls zu bezeichnen, oder ausgediente hinterwälderische Politiker als die schrabbelige Alte. Warum muss man zu solchen Leuten denn immer zu 100 Prozent korrekt sein, die sich selbst daneben benehmen? Nö. Hübsche Regeln sind zum Brechen da war schon immer mei. Credo.
    Wie man hier im Verlauf sieht, kommt das nicht immer gut an. Bei manchen Dingen habe ich übers Ziel hinausgeschossen, das weiß ich auch.
    Manches tut mir leid, manches war aber genau richtig, um Leute mal wachzurütteln.
    Grundsätzlich sind mir aber doch Leute sehr suspekt, die sich für absolut unfehlbar halten, immer das letzte Wort haben wollen und dazu auch noch moralinsauer und so verbissen sind, als ob sie in eine olle Zitrone gebissen hätten. Kein Fünkchen Einsicht, kein Humor, nichts. Wen soll das denn bitte überzeugen? Wer findet sie dadurch sympathisch und unterstützt sie in ihrem Weg? Hmm.
    Sich zu hinterfragen schadet nie. Wer dem erhaben ist: gute Reise, gerne ganz weit weg entfernt. Da is sicher schön. Peace and kisses
  • Antworten » | Direktlink » | zu #74 springen »
#79 LothiAnonym
  • 30.03.2022, 17:36h
  • Antwort auf #78 von Nesiree Dick
  • Apropos meine Art hier zu kommentieren.
    Als 8 jähriger kam ich zu einer alten Dame, die mit ihren Mann der ein Schneider war in einer Kellerwohnung lebte. Meine Mutter verstarb kurz danach im Krankenhaus. Wir waren bitterarm und somit war an neue Bekleidung für mich nicht zu denken. Im Sommer lief ich zumeist Barfuß draußen herum. Dann eines Tages sagte meine Pflegeoma: Du brauchst richtiges Schuhwerk für die Schule. Also gab sie mir kurzerhand ein Paar ihrer Schuhe. Es waren typische Frauenschuhe mit einen Absatz von 5 cm. Sie passten mir sogar und ich ging damit stolz zur Schule. Ich schämte mich in kleinster Weise. Es fühlte sich super an.
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#80 KaiJAnonym
  • 30.03.2022, 18:49h
  • Antwort auf #79 von Lothi
  • Lieber Lothi. Ich bin auch gern' in Stöckelschuhen rumgelaufen. Darum geht's hier aber gar nicht. Grossen Spaß habe ich auch immer, Rollenklischees aufzubrechen. Hier wird aber bewusst, und das in einem Forum zu Transgeschlechtlichkeit, misgendert, um im hergebrachten Sinn von HeterosexistInnen zu verletzen. Mit denen und ihrer Art kann ich ebenfalls sehr gut umgehen. Wenn aber in einem Forum zu Transgeschlechtlichkeit dieses reaktionäre Mittel als ein weiteres eingesetzt wird, sind längst Grenzen überschritten. Ich kann mich auch deshalb nur darüber amüsieren, weil es wieder ein verzweifeltes Mittel beim Ausgehen von Argumenten war, was sich denn bei ach so viel Zynik schon wieder fälschlicherweise als nur Spasskanone zu verstehen hofft.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #79 springen »
#81 PhoebeEulenbaerAnonym
  • 30.03.2022, 19:29h
  • Antwort auf #78 von Nesiree Dick
  • Humor hab ich eh nicht, den hab ich 2012 mit Beginn der Therapie abgegeben.
    Ich versuche es auch gar nicht erst mit Humor.
    Wenn ich deshalb nicht sympathisch bin, dann juckt mich das auch nicht. Gibt doch ohnehin genug Gründe gegen mich.

    Ich finde es schon traurig, sowas oberflächliches aus der community zu hören.
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#82 Nesiree DickAnonym
  • 31.03.2022, 11:57h
  • Antwort auf #81 von PhoebeEulenbaer
  • Das hat nichts mit Oberflächlichkeit zutun. Das ist eine Lebenseinstellung, trotz allen Widrigkeiten immer noch das Positive zu sehen, wenn es auch noch so klein ist.
    Nicht nur wer alles schwarz, schlecht oder aus der eigenen Wahrnehmung heraus sogenannt realistisch sieht, lebt in der Realität.
    Auch wenn es schwerfällt, akzeptiere ich diese negative Einstellung, du solltest aber Leute, die nicht so drauf sind, genauso respektieren und nicht als etwas abstempeln, dass sie eigentlich nicht sind.
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#83 PhoebeEulenbaerAnonym
  • 31.03.2022, 13:33h
  • Antwort auf #82 von Nesiree Dick
  • Nur das du Menschen genauso abstempelst und das ist oberflächlich.
    Ich habe eh keine Lust auf dieser Ebene zu diskutieren, weil es nämlich unter die Gürtellinie geht.
    Ich bin ganz froh, dass ich von deinen Kreisen ausgeschlossen bin, weil ich diese Standards gar nicht erfüllen möchte.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #82 springen »

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