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"Großartiges Signal aus Ostdeutschland"

Queerbeauftragter unterstützt EuroPride-Bewerbung von Magdeburg

Die Hauptstadt Sachsen-Anhalts will als erste deutsche Stadt seit 2004 den EuroPride austragen – mit dem Segen des Queerbeauftragten.


Der Queerbeauftragte Sven Lehmann (Grüne) fühlt sich in Magdeburg sichtlich wohl (Bild: Facebook / Sven Lehmann)

  • 28. März 2022, 14:38h, noch kein Kommentar

Sven Lehmann, der Beauftragte der Bundesregierung für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt, hat am Wochenende die Bewerbung der Stadt Magdeburg für die Ausrichtung der EuroPride 2025 mit einem Empfehlungsschreiben unterstützt. Der Grünenpolitiker nahm an einer CSD-Gala in der rund 240.000 Einwohner*innen zählenden Landeshauptstadt teil.

Twitter / svenlehmann

"Die Ausrichtung wäre ein großartiges Signal aus Ostdeutschland heraus für alle europäischen LSBTIQ* – gerade auch in ländlichen Regionen", betonte der Grünenpolitiker aus Köln am Montag. "Als die Veranstalter*innen des CSD Magdeburgs auf mich zugekommen sind, habe ich nicht eine Sekunde gezögert, die Bewerbung mit einem Empfehlungsschreiben zu flankieren. Magdeburg wäre die erste Stadt in den neuen Bundesländern, die die EuroPride ausrichten dürfte."

Twitter / CSDdeutschland

Die Bewerbung biete eine "großartige Chance, queeres Leben weit über Magdeburg und Sachsen-Anhalt hinaus sichtbar zu machen", so Lehmann. "Die Botschaft wäre klar: Queeres Leben findet in Deutschland nicht nur in Metropolen wie Köln, Berlin, Hamburg oder München statt, sondern auch in weniger großen Städten und auf dem Land." In ganz Europa brauche die Vielfalt unserer Gesellschaft mehr Akzeptanz und Sichtbarkeit. Für die queere Community könnte Magdeburg 2025 zeigen, wie gelebte Offenheit und Unterstützung aussehen kann.

Magdeburg gilt derzeit als einzige Bewerberstadt für den EuroPride 2025, allerdings läuft die Bewerbungsfrist noch bis Ende März. Die Entscheidung über den Austragungsort wird die europäische CSD-Organisation EPOA im Oktober treffen.

Der EuroPride wird seit 1992 jedes Jahr in einer anderen europäischen Stadt veranstaltet und soll stets Besucher*innen aus dem ganzen Kontinent anlocken. Letztes Jahr fand der EuroPride parallel zum Worldpride und den EuroGames in Kopenhagen statt, deises Jahr soll er im September in Belgrad veranstaltet werden. 2023 ist als Veranstaltungsort Valletta in Malta vorgesehen, 2024 Thessaloniki. Die griechische Stadt hätte das Event eigentlich bereits 2020 ausrichten sollen, es wurde aber wegen der Corona-Pandemie abgesagt.

Bisherige deutsche Veranstaltungsorte waren Berlin (1993), Köln (2002) und Hamburg (2004). Bei EuroPride 2019 in Wien nahm mit Bundespräsident Alexander Van Der Bellen erstmals ein Staatsoberhaupt an der Veranstaltung teil (queer.de berichtete). (cw)