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British National Omnium Championships

Radsport-Weltverband verbietet britischer trans Frau den Start

Vom nationalen Verband British Cycling wird die 21-jährige Emily Bridges unterstützt. Doch der Weltverband UCI entschied, dass die trans Frau bei den Bahnrad-Meisterschaften im Omnium nicht antreten darf.


Emily Bridges (Bild: Pride Sports)

Die trans Frau Emily Bridges darf nicht bei den britischen Bahnrad-Meisterschaften im Omnium antreten. Wie der britische Verband am Mittwoch auf seiner Homepage mitteilte, hat der Weltverband UCI der 21-Jährigen den Start untersagt. Unter den aktuellen Richtlinien sei sie nicht zur Teilnahme berechtigt. Der nationale Verband hatte Bridges zuvor einen Start erlaubt und dies mit den eigenen Regeln zur Teilnahme von trans und nichtbinären Radsportler*innen begründet.

Der britische Verband reagierte enttäuscht auf die Entscheidung. "Wir nehmen die Entscheidung der UCI in Bezug auf Emilys Teilnahme zur Kenntnis, sehen aber gleichzeitig ihre Enttäuschung über die Entscheidung", teilte British Cycling in einer Stellungnahme mit. Man werde sich weiter beim Weltverband dafür einsetzen, dass trans Menschen starten dürfen. "Wir glauben, dass alle Teilnehmer in unserem Sport mehr Klarheit und Verständnis in Bezug auf die Teilnahme an Elite-Wettkämpfen verdienen, und wir werden weiterhin mit der UCI sowohl an Emilys Fall als auch an der allgemeinen Situation in Bezug auf dieses Problem zusammenarbeiten", kündigte der Verband an.

Nach Angaben der britischen Zeitung "The Guardian" begründete der Weltverband die Entscheidung damit, dass Bridges noch als Mann registriert sei und erst als Frau starten könne, wenn diese Lizenz auslaufe. (cw/dpa)



#1 TransmannAnonym
  • 31.03.2022, 10:41h
  • Ich lese immer über Probleme, wenn Transfrauen ihren Sport/Profisport ausüben wollen. Von Transmänner hört man da kaum was.
    Kommt das aufgrund des Leistungsunterschiedes eher nicht vor, oder lässt man Transmänner in Männerligen eher mitmachen?
    Ich denke, dass das letzteres nicht der Grund ist.
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#2 MedizinerAnonym
#3 SakanaAnonym
  • 31.03.2022, 11:21h
  • Antwort auf #1 von Transmann
  • bin deiner Frage mal auch aus Eigeninteresse nachgegangen und habe folgenden übersichtlichen Artikel zum Thema "Sport und Trans*Menschen" gefunden, in dem es dazu heißt:

    "Having gone through female puberty does not provide you with a baseline skeletal advantage over your average cis man. You're getting testosterone, which levels the playing field in large part because testosterone really produces a lot of differences, but there's not that extra anatomical advantage that a trans woman has over cis women a trans man isn't going to have that over a cis man," he said.

    Sports scientist Lundberg notes that trans men competing is "not as sensitive in sports."

    "Even if they get testosterone, it's not a threat to fairness if they switch to the male category," he said. "The problem then is, of course, if they would want to stay in the women's category even when they get testosterone because then it would become doping."

    Quelle:
    www.dw.com/en/fact-check-do-trans-athletes-have-an-advantage
    -in-elite-sport/a-58583988


    Trans*Männer scheinen etwas besser bei push-ups abzuschneiden als cis-Männer, aber scheints auch schon gewesen zu sein. Ansonsten scheinen die insgesamt erhobenen Werte für die untersuchten Geschlechter ähnliche Werte aufzuweisen, weshalb weder von Trans*Frauen, noch von Trans*Männern irgendeine empirisch belegbare "Gefahr" für den Leistungssport ausginge.

    So gesehen ist auch das Verbot des UCI kompletter Mumpitz, genauso wie die ganze "Debatte" zu Trans*Menschen im Sport generell.
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#4 TransmannAnonym
  • 31.03.2022, 13:54h
  • Antwort auf #3 von Sakana
  • Danke für die Info ....
    Grundsätzlich habe ich das Gefühl, dass die Gesellschaft sich mehr an Transfrauen als an Transmännern reibt. Habe eher zu Transmännern Kontakt, empfinde das als sehr bereichernd.
    Versteh dies ganz Geschrei sowieso nicht.
    Auch wenn es mich vielleicht nichts angeht, weil ich weder Lesbe/Frau/Transfrau bin: Warum muss sich eine Lesbe zwischen TERF und Transperson entscheiden, diese mittlerweile auf beiden Seite giftige Kontroverse schwächt die ganze Community.
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#5 SakanaAnonym
  • 31.03.2022, 15:32h
  • Antwort auf #4 von Transmann
  • Bitte, bitte, keine Ursache.

    Ja, dieses Missverhältnis in der medialen Betrachtung und auch in den Gesetzen besonders in den USA ist mir auch schon aufgefallen.

    Während in der cis-Gesellschaft eher Frauen ignoriert und "untergebuttert" werden von cis-Männern, die die patriarchalen Machtstrukturen am Laufen halten, dreht sich das Verhältnis bei Trans*Menschen regelrecht um, weil sich Trans*Frauen in einem seltsamen Zwischenstadium befinden zwischen patriarchal zugeschriebener "Macht" und gleichzeitigem "Machtverlust" durch die geschlechtsangleichenden Prozeduren. Trans*Männer gewinnen zum Teil männliche Privilegien, wenn das stealth passing besonders ausgeprägt ist und alle sonstigen männlich konnotierten Attribute erfüllt sind. Insgesamt sagt diese Ungleichbehandlung beider Geschlechter (und nichtbinärer Menschen) viel über die immer noch tief verankerten Geschlechterdynamiken aus.
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#6 AyidaProfil
#7 Mia_N
  • 31.03.2022, 19:48h
  • Antwort auf #4 von Transmann
  • Seit wann muss sich eine Lesbe zwischen TERF sein und trans Frauen entscheiden? Wieso ist es "giftig" wenn sich trans Frauen für ihre Anerkennung als Frauen einsetzen?

    Hätte nicht gedacht, dass ich hier auf der Website solche transphoben Kommentare lese.
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#8 AlexAnonym
  • 31.03.2022, 22:30h
  • Antwort auf #4 von Transmann
  • "Warum muss sich eine Lesbe zwischen TERF und Transperson entscheiden"

    Weil man mit trans Personen nicht solidarisch sein und gleichzeitig entsolidarisierende Hetze gegen sie betreiben kann. Das ist eine Frage der Logik. Oder möchtest du vielleicht gerne einen hübschen Kompromiss vorschlagen? Vielleicht nur halb so viel Trans-Hass?

    "diese mittlerweile auf beiden Seite giftige Kontroverse"

    Eine Gruppe von Menschen spricht einer anderen Gruppe die Existenz ab und bekämpft mit Lügen deren Grundrechte. Die andere Gruppe wehrt sich. Jeglicher Bothsideism ist hier fehl am Platz.

    "schwächt die ganze Community."

    Ja. Aber vor allem anderen schädigt sie trans Menschen, um deren (und NUR deren!) nackte Existenz hier eine "Debatte" geführt wird. Wir sind dabei wohl kaum alle gleichermaßen Opfer.
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#9 PupertätAnonym
  • 01.04.2022, 03:46h
  • Antwort auf #2 von Mediziner
  • Mediziner wissen auch so herrlich viel über Intergeschlechtlichkeit...

    Wie sieht denn ihre Theorie bei Transmännern aus, die ihre Transition vor der Pupertät begannen und mit Testosteron ausgewachsen sind?!!

    Da bleiben die Schlauen stumm, weil freilich wieder nur der Transmensch betrachtet wird, der seinen falsche Pupertät nicht mehr verbergen und rückgängig machen kann.

    Welche Pupertät also durchlaufen wurde UND welcher Hormonstatus dauerhaft dann zum Zeit des Sports betsteht, wird hier also die Frage nach gewachsenen Unterschieden mehr beantworten, als XX, XXY, X0, XY, ein (ehemaliges) Genital oder oder oder....

    Wie selbstbezogen eben immer argumentiert wird :)
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#10 DestroyaAnonym
  • 01.04.2022, 07:31h
  • Antwort auf #9 von Pupertät
  • TERFs sehen Intersexualität als nichtexistent an. Sie sagen das sind kranke Frauen und Männer. Sie werfen Transleuten ebenfalls vor, Intersexuelle zu missbrauchen, um ihre Agenda durchzusetzen.

    Ich hatte genau diese Diskussion real mit einer TERF Person. Sie sprach aber niemals von Intersexualität, sie nannte es einfach Krankheiten.

    Generell wird Intersexualität geleugnet, da sie laut TERFs ja eine Bedrohung für die Idee vom männlichen Unterdrücker und dem weiblichen Opfer darstellt. Wenn jemand weder das eine, noch das andere, oder sowohl als auch sein kann, bricht dieses Weltbild zusammen.
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