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Hass beim Fußball

Energie Cottbus verurteilt homophoben Banner bei Pokalspiel

Der ehemalige Erstligist aus Brandenburg fällt erneut durch queerfeindliche Fans auf. Der Vereinsführung Verein ist das inzwischen peinlich.


Fans von Energie Cottbus zeigten sich schon zum zweiten Mal binnen vier Monaten queerfeindlich (Bild: funky1opti / flickr)

Fußball-Regionalligist FC Energie Cottbus hat sich von homofeindlichen und gewaltverherrlichenden Bannern distanziert, die nach Angaben des Vereins beim Landespokal-Halbfinale der Herren gegen den SV Babelsberg 03 im Fanblock der Lausitzer*innen gezeigt wurden.

Zuschauer*innen im Block H der Nordwand hätten es zum wiederholten Male geschafft, "durch ihr Handeln unserem Verein nachhaltig zu schaden", hieß es am Donnerstag auf der Internetseite des Vereins. "Ihnen scheinen weder Tragweite noch Folgen ihres Handels und der damit verbundene Imageschaden für unseren Verein weder bewusst noch relevant zu sein."

Diese Banner seien beim Verein nicht angemeldet und auch nicht genehmigt worden. "Der FC Energie verurteilt die gezeigten Botschaften und distanziert sich entschieden von jeglichen Formen von Diskriminierung, Homophobie und Gewalt", hieß es in der Mitteilung. Der Verein stehe "für Fairness, Weltoffenheit, Vielfalt und Toleranz" ein.

Cottbus hatte das Spiel am Samstag mit 2:0 gewonnen und war ins Pokalfinale eingezogen.

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Der Fanclub Babelsqueers hatte bereits zuvor einen queerfeindlichen Banner auf Instagram kritisiert. So sei der Spruch "Schwulenliebe ist ok – Nulldrei und der KGB" zu lesen gewesen, hieß es in einer Mitteilung. Die Babelsqueers erläuterten: "Mit KGB ist der ehemalige Geheimdienst der Sowjetunion gemeint. Babelsberg ist alles was Energiefans hassen: Queerfreundlich und links. Beides sollte mit diesem Banner verarscht werden. 'Babelsberg sind alles schwule Kommunisten', wäre wohl die Übersetzung."

Babelsqueer kritisierte, dass zum Tatzeitpunkt nichts unternommen worden sei – und kritisierte den Heimverein und den Referee: "Aus dem letzten Vorfall scheint [Cottbus] nichts gelernt zu haben. Denn auch dieses Mal gab es keinen Kommentar vom Stadionsprecher, zum Beispiel mit der Aufforderung das Spruchband einzuholen. Auch der Schiedsrichter ist nicht eingeschritten."

Cottbus-Fans sind bereits Widerholungstäter*innen: Bereits beim letzten Aufeinandertreffen im November hatten sie sich queerfeindlich verhalten. Damals zeigten sie ein transphobes Transparent, das sich gegen trans Rapperin FaulenzA, einen Fan des Vereins, richtete (queer.de berichtete). (dpa/dk)