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Österreich

Homophober Neonazi-Rapper zu zehn Jahren Haft verurteilt

Weil er Hass-Lieder gegen Homosexuelle, Muslime, Juden und Schwarze produzierte, wurde der österreichische Rapper Mr. Bond vom Wiener Landesgericht zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt.


Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig (Bild: pixel2013 / pixabay)

Ein österreichischer Rapper ist wegen Verstößen gegen das NS-Verbotsgesetz zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Die rechtsextremen Songs des Musikers mit dem Künstlernamen Mr. Bond erlangten nach dem Anschlag in Halle an der Saale im Jahr 2019 breitere Bekanntheit, weil der rechte Terrorist den Livestream seiner Tat im Internet mit der Musik des Österreichers unterlegte. Der Richter am Wiener Landesgericht begründete sein Urteil am Donnerstag mit der Gefährlichkeit des 37-jährigen Angeklagten.

Der Richter wies darauf hin, dass seine Songs im Internet bereits ein paar hunderttausend Mal heruntergeladen worden sind. Laut Anklage verherrlichte der Rapper in seiner Musik und seinen Videos den Nationalsozialismus, Adolf Hitler und die Massenvernichtung von Juden. Außerdem habe er Hass-Lieder gegen Homosexuelle, Muslime und Schwarze produziert. Aus dem Hit "I wanna f*** you" von Akon und Snoop Dogg machte Mr. Bond etwa "I wanna gas you" ("Ich will dich vergasen"). Der Rapper hatte auch ein Video verbreitet, in dem er dem Attentäter Tribut zollte, der 2019 in Moscheen in Christchurch in Neuseeland 51 Menschen tötete.

Der Angeklagte, ein gebürtige Lienzer, bekannte sich schuldig und erklärte, sämtliche Vorwürfe entsprächen der Wahrheit. "Ich habe in der U-Haft erkannt, dass das falsch war. Ich war verblendet und erkenne erst jetzt die Tragweite meines Handelns", sagte er vor Gericht. Sein 34 Jahre alter Bruder wurde zu vier Jahren Haft verurteilt. Der gestand zwar, eine rechtsextreme Website betrieben zu haben, doch er bestritt, die Musik seines älteren Bruders im Internet hochgeladen zu haben. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. (cw/dpa)

-w-

#1 Lucas3898Anonym
  • 01.04.2022, 12:12h
  • Gab es die 10 Jahre nur für die Volksverhetzung oder wurden dabei noch andere Straftaten aus der organisierten Kriminalität (Drogenhandel, etc.) mit abgeurteilt?

    Ist zumindest eine sehr saftige Strafe.

    In Deutschland hätte es wohl nicht mal die Hälfte dafür gegeben und der Mittäter hätte seine Freiheitsstrafe womöglich noch zur Bewährung ausgesetzt bekommen.
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#2 LothiAnonym
#3 JanoshAnonym
  • 01.04.2022, 14:38h
  • Antwort auf #1 von Lucas3898
  • Im Gegenteil. Der antisemitische Rapper " Massiv" ist gerade mit dem "Hamza Kenan Kurtovic Award" ausgezeichnet wurden, zusammen mit unserer Innenministerin. Olaf Scholz hielt das Grußwort. Persönlich finde ich das skuril.
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