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Mar-a-Lago

Trump an schwulen Fan: "Du siehst nicht schwul aus!"

Ein bizarres Video, in dem Donald Trump einem "Gays for Trump"-Aktivisten ein "Kompliment" macht, sorgt für Kopfschütteln.


Ex-Präsident Donald Trump will die US-Politik weiter mitbestimmen (Bild: The White House / Shealah Craighead)

Der amerikanische Ex-Präsident Donald Trump hat bei einer Rede in seinem Anwesen in Mar-a-Lago am Mittwoch einem schwulen Anhänger gesagt, dass dieser nicht schwul aussehe. Videos dieses Vorgangs während einer Spendenveranstaltung für Trumps früheren Stadtentwicklungsstaatssekretär John Gibbs, der im Herbst in den US-Kongress einziehen will, machten in den letzten Tagen die Runde.

Darauf ist Trump am Pult vor einem ihm ergebenen Publikum zu sehen. Unter den Zuschauer*innen rief ein Mann "Gays for Trump". Daraufhin fragte der Präsident: "Wo ist 'Gays for Trump'?" und der Mann gab sich zu erkennen. Trumps Antwort "Du siehst nicht schwul aus!" führt zu Gelächter im Publikum. Danach erklärte der 75-Jährige: "Wir haben großartige Sachen für die schwule Bevölkerung getan, wie ihr ja wisst."

Twitter / patriottakes

In sozialen Netzwerken gab es Kritik, dass die Trump-Äußerung über "schwules" Aussehen beleidigend sei und seine Regierung außerdem eher Rechte von sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten beschränkt habe, etwa mit dem Abbau von Antidiskriminierungsrichtlinien (queer.de berichtete). Zudem habe seine Partei im letzten Wahlkampf auf Queerfeindlichkeit gesetzt (queer.de berichtete).

"Gays for Trump": Linke sehen eher "schwul" aus

Peter Boykin, der Gründer von "Gays for Trump", verteidigte die Äußerungen gegenüber dem Nachrichtenmagazin "Newsweek". Viele in seiner Gruppe würden "wahrscheinlich nicht 'schwul aussehen', weil dies ein Klischee ist, das mehr auf LGBT linksaußen zutrifft. Aber ich will nicht sagen, dass manche von uns fabulös und 'schwul' aussehen könnten", so Boykin. In Mar-a-Lago habe es sich aber um ein Event gehandelt, bei dem Anzug und Krawatte vorgeschrieben gewesen seien.

"Gays for Trump" war bereits 2016 gegründet worden, als der New Yorker Geschäftsmann und Moderator der Realityserie "The Apprentice" noch von großen Teilen der Republikaner und den Log Cabin Republicans, der ältesten queeren Gruppe der Partei, gemieden wurde. Zu dieser Zeit war auch der damals offen schwule Rechtsextremist Milo Yiannopoulos involviert (queer.de berichtete). Yiannopoulos hat letztes Jahr allerdings behauptet, er sei nicht mehr schwul, sondern "unzuchtsfrei" (queer.de berichtete).

Laut Wahlumfragen hatten vor anderthalb Jahren 28 Prozent der queeren Amerikaner*innen für Donald Trump gestimmt (queer.de berichtete). Obgleich er damit weniger als die Hälfte der Stimmen wie Joe Biden erhielt, bedeutete das Ergebnis einen Zuwachs gegenüber der Wahl 2016 (queer.de berichtete).

Trump hat bislang nicht ausgeschlossen, sich 2024 erneut für die US-Präsidentschaft zu bewerben. Derzeit sehen es Wettbüros als wahrscheinlicher an, dass Trump gewinnt als dass Joe Biden wiedergewählt wird. (dk)



#1 DreddAnonym
  • 04.04.2022, 12:49h
  • Selbstredend kann Trump das nicht erkennen, glaubt hier jemand ernsthaft Trump wäre in der Lage das allgemein anerkannte Handbuch zur modischen Ausstattung des modernen Homosexuellen zu lesen ? Zu viele Wörter, zu wenig Bilder - soviel sollte man während seiner Präsidentschaft schon über ihn gelernt haben.... unfair!
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#2 Vater2Anonym
  • 04.04.2022, 13:19h
  • Ich fürchte ernsthaft, dass Trump bei der nächsten Wahl (wenn er den Antritt) auch gewinnt. Der Rückhalt für Biden in der Bevölkerung sinkt dramatisch und die Menschen vergessen allzu schnell wie entsetzlich Trumps Regierung war. Ich baue nur noch darauf, das es endlich strafrechtliche Konsequenzen für Trumps massiver Gesetzesbrüche gibt, die eine zukünftige Kandidatur vielleicht noch verhindern könnten.
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#3 LothiAnonym
#4 DreddAnonym
  • 04.04.2022, 13:43h
  • Antwort auf #2 von Vater2
  • Ich sag mal so.... die Republikaner sind rein auf die Bevölkerung bezogen die Minderheit, aufgrund des amerikanischen Wahlsystems bedeutet das aber nicht automatisch Niederlage. Es gilt aber zu beachten das - so zynisch es auch ist - weitaus mehr der Republikanischen Bevölkerung an Covid gestorben sind als Demokraten. Und bei den Todeszahlen in den USA ist das massiv.

    Die Republikaner haben sich jedoch so weit radikalisiert und (trauriger- aber aus ihrer Sicht leider intelligenterweise) sich als Kämpfer eines von ihnen kreierten Kulturkampf platziert das es mehr als unwahrscheinlich ist das jemand, der heute noch zu den Republikanern zählt, jemals die Demokraten wählen wird, völlig gleich der jeweiligen Kandidaten.

    Nicht ganz so unwahrscheinlich ist jedoch das im Hinblick der gebrochenen Versprechens Bidens (ganz besonders "Student Debt") einige bis viele Demokraten erst gar nicht zur Wahl gehen oder sogar aus Frust die Reps wählen!

    Die Größte Gefahr für den Sieg der Demokraten seh ich daher in der Wiederaufstellung von Biden und Harris!
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#5 ReisAnonym
  • 04.04.2022, 14:12h
  • Antwort auf #3 von Lothi
  • Oder das Problem erledigt sich vor der nächsten Präsidentschaftswahl auf natürlichem Wege von selbst - Trump ist schließlich nicht mehr der Jüngste, dazu übergewichtig und ernährt sich ungesund.
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#6 LothiAnonym
#7 myysteryAnonym
  • 04.04.2022, 14:26h
  • Antwort auf #4 von Dredd
  • Naja, es gab schlimmere Präsidenten als Biden und gerade Europäer müssen gottfroh sein, dass er aktuell Präsident ist. Unter Trump bestünde für Putin keinerlei Hindernis, in das nächste (dann NATO-)Land einzumarschieren.

    Bidens größtes Problem ist doch die Zerstrittenheit im eigenen Haus, also der Demokratischen Partei. Die Republikaner haben sich Trump unterworfen.

    In einem so polarisierenden Klima, wie es in den USA aktuell vorherrscht, ist innere Zersplitterung tödlich. Daran würden auch andere Kandidaten auf Seiten der Dems nichts ändern.
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#8 DreddAnonym
  • 04.04.2022, 14:54h
  • Antwort auf #7 von myystery
  • Naja, nur innenpolitisch hat Biden aber eben die großen Versprechen nicht umgesetzt, seine Zustimmung liegt derzeit bei um die 40% und somit gleichauf mit Trump im gleichen Zeitraum seiner Amtszeit.

    Was "wir Europäer" davon halten ist egal wobei ich der Meinung bin das wir sicher auch mit einem anderen, demokratischen Präsidenten mindestens genauso "glücklich" sein würden.

    Wie gesagt, Biden und Harris sind imho die größte Gefahr für einen Sieg der Dems.
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#9 NickAnonym
  • 04.04.2022, 17:06h
  • Antwort auf #2 von Vater2
  • Ich frage mich schon länger, warum Trump nicht bereits in allen möglichen Punkten angeklagt worden ist bzw. wird.
    Das hätte man doch schon alles während seiner Amtszeit vorbereiten können.
    Oder es gibt doch nicht so viel belastendes Material... kann ich mir aber eigentlich nicht vorstellen. Die Zeit bis zur möglichen Wiederwahl läuft...
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#10 dellbronx51069Anonym
  • 04.04.2022, 19:24h
  • So kennen wir ihn. Alles andere hätte mich überrascht.
    Die weitaus größte Sorge bereitet mir die Aussicht das 2024 wieder ein Putinversteher vom Schlage Trumps im weißen Haus sitzt und Putin noch auf dem Kriegspfad ist.
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