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Mar-a-Lago

Trump an schwulen Fan: "Du siehst nicht schwul aus!"

Ein bizarres Video, in dem Donald Trump einem "Gays for Trump"-Aktivisten ein "Kompliment" macht, sorgt für Kopfschütteln.


Ex-Präsident Donald Trump will die US-Politik weiter mitbestimmen (Bild: The White House / Shealah Craighead)
  • 4. April 2022, 10:37h 10 2 Min.

Der amerikanische Ex-Präsident Donald Trump hat bei einer Rede in seinem Anwesen in Mar-a-Lago am Mittwoch einem schwulen Anhänger gesagt, dass dieser nicht schwul aussehe. Videos dieses Vorgangs während einer Spendenveranstaltung für Trumps früheren Stadtentwicklungsstaatssekretär John Gibbs, der im Herbst in den US-Kongress einziehen will, machten in den letzten Tagen die Runde.

Darauf ist Trump am Pult vor einem ihm ergebenen Publikum zu sehen. Unter den Zuschauer*­innen rief ein Mann "Gays for Trump". Daraufhin fragte der Präsident: "Wo ist 'Gays for Trump'?" und der Mann gab sich zu erkennen. Trumps Antwort "Du siehst nicht schwul aus!" führt zu Gelächter im Publikum. Danach erklärte der 75-Jährige: "Wir haben großartige Sachen für die schwule Bevölkerung getan, wie ihr ja wisst."

/ patriottakes

In sozialen Netzwerken gab es Kritik, dass die Trump-Äußerung über "schwules" Aussehen beleidigend sei und seine Regierung außerdem eher Rechte von sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten beschränkt habe, etwa mit dem Abbau von Anti­diskriminierungsrichtlinien (queer.de berichtete). Zudem habe seine Partei im letzten Wahlkampf auf Queer­feindlichkeit gesetzt (queer.de berichtete).

"Gays for Trump": Linke sehen eher "schwul" aus

Peter Boykin, der Gründer von "Gays for Trump", verteidigte die Äußerungen gegenüber dem Nachrichtenmagazin "Newsweek". Viele in seiner Gruppe würden "wahrscheinlich nicht 'schwul aussehen', weil dies ein Klischee ist, das mehr auf LGBT linksaußen zutrifft. Aber ich will nicht sagen, dass manche von uns fabulös und 'schwul' aussehen könnten", so Boykin. In Mar-a-Lago habe es sich aber um ein Event gehandelt, bei dem Anzug und Krawatte vorgeschrieben gewesen seien.

"Gays for Trump" war bereits 2016 gegründet worden, als der New Yorker Geschäftsmann und Moderator der Realityserie "The Apprentice" noch von großen Teilen der Republikaner und den Log Cabin Republicans, der ältesten queeren Gruppe der Partei, gemieden wurde. Zu dieser Zeit war auch der damals offen schwule Rechtsextremist Milo Yiannopoulos involviert (queer.de berichtete). Yiannopoulos hat letztes Jahr allerdings behauptet, er sei nicht mehr schwul, sondern "unzuchtsfrei" (queer.de berichtete).

Laut Wahlumfragen hatten vor anderthalb Jahren 28 Prozent der queeren Amerikaner*innen für Donald Trump gestimmt (queer.de berichtete). Obgleich er damit weniger als die Hälfte der Stimmen wie Joe Biden erhielt, bedeutete das Ergebnis einen Zuwachs gegenüber der Wahl 2016 (queer.de berichtete).

Trump hat bislang nicht ausgeschlossen, sich 2024 erneut für die US-Präsidentschaft zu bewerben. Derzeit sehen es Wettbüros als wahrscheinlicher an, dass Trump gewinnt als dass Joe Biden wiedergewählt wird. (dk)

-w-

#1 DreddAnonym
  • 04.04.2022, 12:49h
  • Selbstredend kann Trump das nicht erkennen, glaubt hier jemand ernsthaft Trump wäre in der Lage das allgemein anerkannte Handbuch zur modischen Ausstattung des modernen Homosexuellen zu lesen ? Zu viele Wörter, zu wenig Bilder - soviel sollte man während seiner Präsidentschaft schon über ihn gelernt haben.... unfair!
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#2 Vater2Anonym
  • 04.04.2022, 13:19h
  • Ich fürchte ernsthaft, dass Trump bei der nächsten Wahl (wenn er den Antritt) auch gewinnt. Der Rückhalt für Biden in der Bevölkerung sinkt dramatisch und die Menschen vergessen allzu schnell wie entsetzlich Trumps Regierung war. Ich baue nur noch darauf, das es endlich strafrechtliche Konsequenzen für Trumps massiver Gesetzesbrüche gibt, die eine zukünftige Kandidatur vielleicht noch verhindern könnten.
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#3 LothiAnonym