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Pride-Getränk

Queer-Wein jetzt neu bei REWE

Trans Winzerin Simona Maier und der CSD Deutschland e.V. bringen den trockenen Blanc de Noirs "One Love" in die Regale der REWE-Supermärkte. Eine Flasche kostet 5,99 Euro.


REWE beschreibt "One Love" als "fruchtbetonten Blanc de Noirs mit einer unheimlichen Frische und einem langanhaltendem Nachhall" (Bild: REWE)
  • 8. April 2022, 04:11h 43 2 Min.

Wir haben es in Coronazeiten fast vergessen, aber Alkohol und CSD passen augenscheinlich ganz gut zusammen. Für die Promille-Grundversorgung kann man sich in diesem Jahr bei REWE sogar einen richtigen Pride-Wein besorgen: Seit Donnerstag ist der trockene Blanc de Noirs "One Love", ein aus Rotweinsorten gekelteter weißer Wein mit leichtem Roséton, in den ersten Filialen und im Onlineshop erhältlich.

Die Cuvée aus Schwarzriesling und Pinot Noir habe laut der Supermarktkette "exotisch-fruchtige Aromen von Apfel, Aprikose, Mangosorbet, begleitet von einem Hauch Vanille und frischer Heuwiese", und passe "perfekt zu Geflügel, Fisch und Salaten". Eine 0,75l-Flasche mit buntem Regenbogenverschluss und -etikett kostet 5,99 Euro.

Partnerschaft mit dem CSD Deutschland e.V.

"One Love" stammt vom Weingut der trans Winzemeisterin Simona Maier, die sich mit ihren Weinen "Rosa Liebe" und "Bunte Liebe" in der queeren Community bereits einen Namen gemacht hat – u.a. wurden sie beim Berlin Lesbian Non-Binary Filmfest verkauft. Auch der Dachverband CSD Deutschland e.V. unterstützt den Pride-Rebensaft und postete am Donnerstag ein Video vom Abfüllband in sozialen Netzwerken.

"Mehr als 6 Mio. Menschen in Deutschland zählen sich zur LGBTIQ-Gemeinschaft", schreibt REWE zu dem neuen Produkt. "So bunt und vielfältig wie die queere Community ist auch die Weinwelt! Simona Maier, Winzerin und badische Weinprinzessin, setzt sich für mehr Vielfalt ein und engagiert sich für Transgender. So wie Simona steht auch REWE für Toleranz & Akzeptanz in der Gesellschaft – mit ONE LOVE!"

REWE hatte bereits in den vergangenen Jahren mit Aktionen für die LGBTI-Community für Aufmerksamkeit gesorgt. So sorgte das queere Mitarbeiter*innen-Netzwerk des in Köln ansässigen zweitgrößten deutschen Lebensmittelhändlers dafür, dass Regenbogenaufkleber an vielen Eingangstüren ihre LGBTI-Kund*innen begrüßen (queer.de berichtete).

Aktion "QueerWein" in Rheinland-Pfalz

Mit der Aktion "QueerWein" hatte in diesem Jahr auch die Landesregierung von Rheinland-Pfalz für Schlagzeilen gesorgt. Weingüter, "in denen queere Menschen in verantwortungsvoller Position tätig sind", konnten sich mit zwei Weinen bewerben, von denen das Land insgesamt 500 Flaschen als "rheinland-pfälzische Vielfaltsbotschafter" ankaufen will (queer.de berichtete). Bis Anfang März wurden 14 Weine eingereicht, erklärte das Familienministerium. Am 15. Mai 2022 soll die Auswahl bekanntgegeben werden.

Der Berliner CSD setzt dagegen auf Bier. Zu Gunsten des Pride-Vereins wird in der Hauptstadt seit Mitte März die Gerstensaft-Marke "Hoppy Pride" verkauft (queer.de berichtete). (mize)

-w-

#1 WeinköniginAnonym
  • 08.04.2022, 07:20h
  • Hoffentlich sagt niemand, dass der nicht schmeckt, denn dann wird es sofort politisch.
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#2 WeinkennerAnonym
  • 08.04.2022, 07:30h
  • Na ja, ich würde das Gesöff eher Klischeewein nennen. Es bestätigt das allgemeine Vorurteil, dass Schwuppen einen Geschmack wie ein totes Pferd besitzen, Operettenarien trällern und ihre Wohnung wie einen drittklassigen Puff in Przemysl einrichten.

    Wie wäre es denn mit der Urberliner "Hertha-Alt-Moabit-Spätlese"? Sauerkrautsaft vom Fass mit Wampe halb und halb verschnitten, damit es schön ballert in rosa Flaschen mit goldenen Sternchen.

    Unter Weinen versteht der Fachmann etwas anderes, aber darauf kommt es ja nicht an. Hauptsache, die Fassade ist woke - dahinter darf dann eine geistige Ruine stecken.
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#3 Miesepetra DeluxeAnonym
  • 08.04.2022, 08:02h
  • Antwort auf #2 von Weinkenner
  • Mutter, die letzte Nacht wieder auf dem Trockenen gesessen? Wie kann man denn am frühen Morgen schon wieder so miesepetrig sein? Es gibt doch extra Apps oder Gebüsche, da findet wirklich jede:r was.
    Und zum Wein: Wer ihn noch nicht einmal probiert hat, sollte auch kein Urteil fällen. Wirkt sonst leider unprofessionell.
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