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"Becoming Charlie"

Sechsteilige ZDF-Serie über nichtbinäre Hauptfigur startet am 20. Mai

Die erste ZDF-Serie mit einer nichtbinären Hauptfigur geht nächsten Monat an den Start – sowohl in der Mediathek als auch in der Primetime von ZDFneo.


Charlie (Lea Drinda) ist auf der Suche nach der eigenen Identität (Bild: ZDF / Tatiana Vdovenko)
  • 8. April 2022, 11:29h 3 2 Min.

Nur zehn Wochen nach der ersten Ankündigung einer Instant-Fiction-Serie über den nichtbinären Twen Charlie gibt das ZDF den Starttermin bekannt: Alle Folgen des von "Charlie" in "Becoming Charlie" umbenannten Sechsteilers werden ab 20. Mai um 10 Uhr in der ZDF-Mediathek verfügbar sein. Streamer*innen haben dann ein Jahr lang die Chance, sich die Reihe anzusehen.

Im linearen Fernsehen soll die Serie in der Primetime zu sehen sein: ZDFneo strahlt alle Folgen am 24. Mai ab 20.15 Uhr aus.

"Becoming Charlie" spielt in Offenbach und erzählt in jeweils 15-minütigen Folgen über Charlies Suche nach Identität. "Das Suchen und Finden der eigenen Nicht-Binarität katapultiert dabei nicht nur Charlie, sondern auch Charlies Umfeld aus der Komfortzone und rüttelt an scheinbar unumstößlichen Wahrheiten", erklärte das ZDF.

Charlie wird von der deutsch-spanischen Schauspielerin Lea Drinda dargestellt, die zuletzt Babsi in der Amazon-Serie "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" darstellte und auch im ZDF-Fernsehfilm "Theresa Wolff – Home Sweet Home" zu sehen war. Die von der 21-Jährigen dargestellte Figur ist nach Senderangaben Anfang Zwanzig, "fühlt sich weder als Frau noch als Mann", kommt aus einem Plattenbau und lebt noch bei Mutter Rowena (Bärbel Schwarz), die ihr eigenes Leben nicht im Griff und auch finanzielle Schwierigkeiten hat.

Die Serie soll davon handeln, dass Charlie sich unsicher fühlt und zwischen allen Stühlen sitzt. In der eigenen chaotischen Familie gibt es zudem viel Stress, als Rowenas Schwester Fabia (Katja Bürkle) lange aufgeschobene Schulden einzutreiben versucht.

"Becoming Charlie" ist eine sogenannte Instant-Serie. Dabei handelt es sich um ein vom ZDF während der Corona-Krise erdachtes Produktionsformat für fiktionale Serien, die in nur wenigen Wochen vom Konzept bis zur Veröffentlichung insbesondere für die Mediathek produziert werden. (cw)

-w-

#1 CheemsburgerAnonym
  • 09.04.2022, 17:16h
  • Schade dass die Hauptfigur nicht von einer nicht-binären Person gespielt wird, es gibt nicht-binäre Personen in der Schauspielbranche, auch in Deutschland, das Casting von cis endo Personen nimmt berufliche Chancen weg von Leuten die trans sind. Wenigstens traut sich der ZDF zumindest die Reihe im Fernsehen auszustrahlen statt es nur in der Mediathek zu veröffentlichen aber ich habe keine große Hoffnung.
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#2 TripodAnonym
  • 12.04.2022, 15:18h
  • "kommt aus einem Plattenbau und lebt noch bei Mutter Rowena (Bärbel Schwarz), die ihr eigenes Leben nicht im Griff und auch finanzielle Schwierigkeiten hat." Warum wieder diese Korrelation zwischen "kaputten Lebensverhältnissen" und queeren Menschen, und alles macht eine riesen Welle?

    Es gibt genügend Reibungsstoffe für ein alltägliches Leben: Warum schafft es selbst das Transmädchen nicht, sich auf ein nicht-binäres Pronomen einzulassen, was sagt man als Eltern, wenn Kind oder der schlichte Name zu distanziert, Tochter oder Sohn unpassend sind, was sagt der Bruder, wenn weder Schwester noch Bruder richtig sind ... kurzum, wer bringt wie eine angemessene, würdigende Sprache zum Klingen u.s.w.
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#3 Becoming LouiAnonym
  • 14.06.2022, 23:56h
  • Was für eine tolle Serie aber bitte warum nur sechs folgen??? Ich mövhte jetzt bitte sechs STAFFELN durchbingen
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