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Köln
Bunter Protest gegen Woelki am Palmsonntag
Aus Protest gegen den umstrittenen und queerfeindlichen Kölner Kardinal will der Dom-Chor an Palmsonntag in einer Rumpfbesetzung mit queeren und nicht katholischen Sänger*innen auftreten.

Kardinal Rainer Maria Woelki hat unter seinen Kölner Schäfchen nur noch wenige Fans (Bild: Erzbistum Köln / Reiner Diart)
- 9. April 2022, 15:11h 2 Min.
Mit einer demonstrativen Protestaktion will das Vokalensemble Kölner Dom an diesem Palmsonntag auf Missstände in der katholischen Kirche reagieren. Im Mittelpunkt steht die hoch umstrittene Amtsführung des Kölner Kardinals Rainer Maria Woelki, dem unter anderem vorgeworfen wird, die Aufklärung sexualisierter Gewalt im Bistum auszubremsen; auch seine queerfeindlichen Äußerungen stießen immer wieder auf Kritik.
Der Chor will beim Pontifikalamt nicht mit seinen 50 Sänger*innen auftreten, sondern nur mit einer achtköpfigen Rumpfbesetzung – "eine kleine, aber besonders bunte Abordnung" aus nicht katholischen Sängern und Mitgliedern der queeren Community. Das bestätigte die Kölner Religionslehrerin und Chorsängerin Edith Timpe am Samstag der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. Zuerst hatte der "Kölner Stadtanzeiger" berichtet.
Der Kardinal sei am Freitag über die Protestaktion informiert worden, sagte Timpe. Bereits vor rund drei Wochen habe das Vokalensemble seine Kritik an Woelki in einem Brief adressiert und seitdem keine Antwort erhalten. In dem Schreiben sei unter anderem gefordert worden, dass "System der Angst", das Woelkis sehr konservative Amtsführung begleite, zu beenden.
Domkapellmeister: Kirche grenzt Menschen wegen ihrer Lebensform aus
Zu der Aktion des Vokalensembles sagte Domkapellmeister Professor Eberhard Metternich dem "Kölner Stadt-Anzeger", er könne und wolle eine Diskussion im Chor über die Situation der Kirche nicht unterbinden. Die Chorgemeinschaft sei ein Querschnitt der ganzen Gesellschaft. "Wir haben alle gern bei uns, die mit ihrem Gesang den Gottesdienst bereichern wollen. Und das tut ein Teil der Sängerinnen und Sänger, obwohl sie mit ihrer Lebensform von der Kirche ausgegrenzt werden", hob Metternich hervor.
Einen Missbrauch des Gottesdienstes könne er im Vorhaben des Chors nicht erkennen. "Wir werden singen, die Liturgie wird gestaltet. Das habe ich dem Erzbischof zugesichert. Aber es wird eben anders sein, als vielleicht erwartet und gewohnt." (dpa/cw)
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Ein echtes Zeichen wäre es, wenn die gar nicht mehr singen. Und zwar solange dieser Typ im Amt ist. DAS wäre ein Zeichen. Alles andere ist lächerlich.