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Berlin

Maren Kroymann: Freude in Kriegszeiten bewusst erleben

Die lesbische Kabarettistin ist Schirmfrau des Kabarett-Zelts "Bar jeder Vernunft" in Berlin-Wilmersdorf, das in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen feiert: "Ich fühle mich hier wahnsinnig Zuhause."


Maren Kroymann (Bild: Das Erste)

  • 13. April 2022, 05:36h, noch kein Kommentar

Die Kabarettistin Maren Kroymann (72) hält es in Zeiten des Ukraine-Kriegs für wichtig, Freude und Humor bewusst zu erleben. "Wir sind eigentlich verpflichtet, uns zu freuen über die Anlässe, die es wirklich zur Freude gibt", sagte Kroymann am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Wenn ich Veranstaltungen mache oder wenn man irgendwas Heiteres macht, ist völlig klar: ein Teil von uns denkt daran." Trotzdem könne man das Leben nicht nur auf dieses "furchtbare Unglück und Leid" in der Ukraine beschränken.

Kroymann ist die Schirmfrau des Kabarett-Zelts Bar jeder Vernunft in Berlin-Wilmersdorf, das in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen feiert. Zum Geburtstag plant das Theater verschiedene Programme von Künstler*innen, die schon von Beginn an dort aufgetreten sind. Mit dabei sind zum Beispiel die Schauspielerin Meret Becker oder der Regisseur Rosa von Praunheim.

"Ich fühle mich hier wahnsinnig Zuhause. Es ist eine Nähe, es ist eine Herzlichkeit", sagte Kroymann zu ihrer Rolle als Schirmherrin. Das von der Bar jeden Vernunft gegründete Tipi am Kanzleramt wird in diesem Jahr 20 Jahre alt

Eine der bekanntesten lesbischen Frauen in Deutschland

Kroymann ist seit ihrem Coming-out 1993 eine der bekanntesten lesbischen Frauen in Deutschland. Sie setzt sich als Botschafterin des Vereins Coming Out Day e.V. für mehr Akzeptanz von queeren Schauspieler*innen ein und erhielt 2015 den "MANEO-Award" für ihr künstlerisches und gesellschaftliches Engagement gegen Homophobie, Frauenfeindlichkeit und Gewalt.

Die 1949 in Waldrode geborene Kroymann war in unzähligen TV- und Kinoproduktionen zu sehen, darunter in "Nachtschwester Kroymann", der ersten und bislang einzigen weiblichen Satiresendung in der ARD, in den Serien "Oh Gott, Herr Pfarrer" und "Vera Wesskamp", in mehreren "Tatorten" oder den Filmen "Maria, ihm schmeckt's nicht", "Die Welle" und "Wendy – Der Film".

Seit März 2017 ist sie mit der Satiresendung "Kroymann" im Ersten zu sehen, die unter anderem mit dem "Juliane Bartel Medienpreis", dem DAfF-Preis der deutschen Akademie für Fernsehen, den Grimme-Preisen 2018 und 2019 sowie dem "Deutschen Fernsehpreis" ausgezeichnet wurde. (cw/dpa)