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Hamburg (queer.de) - Justizsenator Roger Kusch (CDU) hat sich entschieden gegen das geplante Antidiskriminierungsgesetz ausgesprochen. "Das Gesetz ist Gift für die Wirtschaft, und Hamburg als wirtschaftsstarke Region leidet besonders darunter", so Kusch zur "Welt am Sonntag". Er rechne zwar damit, dass die große Koalition in Berlin ein abgeschwächtes ADG verabschieden werde, das keinen zivilrechtlichen Schutz für Schwule und Lesben enthält. "Das, was unter Rot-Grün zustande gekommen wäre, wäre immer noch doppelt so schlimm gewesen wie das, was jetzt kommt", so der Politiker, der 2003 vom damaligen Innensenator Ronald Schill als schwul geoutet wurde. Kusch bevorzuge es, wenn die Bundesregierung sich dafür einsetzen würde, die EU-Richtlinie zu kippen, die die Einführung eines abgemilderten Antidiskriminierungsgesetzes verlangt, meldet die Hamburger Zeitung weiter. Der 51-Jährige wolle am Freitag zur ersten Beratung des Gesetzes im Bundestag Stellung nehmen. Im Koalitionsvertrag haben sich Union und SPD darauf geeinigt, das ADG ohne den Zivilschutz von Homosexuellen umzusetzen. Allerdings haben sich in den letzten Monaten mehrere SPD-Politiker für ein umfassendes ADG ausgesprochen, darunter auch Justizministerin Brigitte Zypries (queer.de berichtete). (dk)

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20 Kommentare

#1 Klaus & MirkoAnonym
  • 17.01.2006, 19:30h
  • vor was hat dieser cdu knallkopf angst? wenn es nach cdu und csu ginge würde man schwule und lesben noch heute steinigen lassen! zu viel einfluß und macht hat die kirche hier in diesem lande, sie werden immer hinterwäldler bleiben!
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#2 FloAnonym
  • 17.01.2006, 19:36h
  • @Klaus und Mirko
    Eurer Logik zufolge müsste sich Herr Kusch selber steinigen. Es ist sein gutes Recht, gegen ein völlig überflüssiges Gesetz zu sein, das Arbeitsplätze vernichtet.

    Manche Leute sind aber scheinbar lieber geschützt und arbeitslos und schleifen die halbe Welt vor Gericht. Nein Danke, sage ich da!
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#3 Florian AgreiterAnonym
  • 17.01.2006, 19:58h
  • Hallo,

    im Koalitionsvertrag steht nur ein Satz zu diesem Thema. Dieser besagt, dass entsprechende Richtlinien der EU "umgesetzt" werden. Von einer 1:1-Umsetzung wird nicht gesprochen. Daher bleibt weiterhin offen, wie das ADG aussehen wird. Zypries war früher auch gegen ein umfassendes ADG, ist jedoch mittlerweile auch dafür. Jeder Mensch kann eben dazulernen. Ich hoffe, dass sie nicht von ihrer Position abrücken wird. Münte ist m. W. auch auf unserer Seite. Da er eine lesbische Tochter hat, dürfte er sich einigermaßen mit dem Thema und den Problemen von Homosexuellen auskennen.

    Liebe Grüße
    Florian
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#4 SvenAnonym
  • 17.01.2006, 20:42h
  • Toll!
    Schwule und Lesben nehmen uns also die Arbeitsplätze. Außerdem zerstören sie die Familie, die Moral und was weiß ich sonst noch.
    Hmm, vielleicht brauchen wir wieder ein paar KZ's, die waren ja soooo wirtschaftlich erfolgreich .....

    Was ist das für eine Logik?
    Behauptungen, aber keine Beweise, keine vernünftigen Prognosen, die zumindest darauf hinweisen, nichts!
    Es wird doch nur ein Prügelknabe gebraucht und die Juden haben noch Pause. Tja, da kommen halt wir dran.
    Aber keine Sorge, als nächstes freut sich die Kirche u.a. über die Lösung des Türken-Problems: Die Vogelgrippe dezimiert die türkische Bevölkerung, dann wird jeder Muslime wegen Einschleppens der Vogelgrippe standrechtlich erschossen und wenn es keine Türken mehr gibt, kommen die wenigstens nicht in die EU.
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#5 metinAnonym
  • 17.01.2006, 21:25h
  • @ sven

    so schlimm wird es nicht kommen mit meinen landsleuten
    es gibt doch tamiflu.
    Gilead Sciences stellt es her, Rumsfeld hat von denen ganz viele aktien.
    du erinnerst dich an anthrax (milzbranderreger), ein "wirksames" mittel
    stellt Gilead Sciences dafür auch her.
    bis zum iran-krieg kann man damit auch hübsch knete machen. die us-regierung ordert schon wie blöd mit steuergeldern auf
    die konten der kumpels aus schwerer zeit.

    du brauchst nur die richtige "krankheit" und das richtige "medikament" und die richtigen
    "aktien" und die richtigen "medien". eigentlich nicht dumm.
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#6 syndonymAnonym
#7 SaschaAnonym
  • 17.01.2006, 21:38h
  • Ein SPD-Vorsitzender, der sich mit Kardinal Lehmann vor einem Kruzifix ablichten lässt - wenn das nicht alles über die neue, moderne SPD sagt?! Die Väter der sozialdemokratischen und sozialistischen Idee würden sich im Grabe herumdrehen...
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#8 AngelpowerAnonym
  • 17.01.2006, 22:55h
  • @Vorredner: würden Sie das wie schön das du weißt was die SPD Gründer tun würden, vielleicht solltest du mal Ihre Biografie lesen. Da kamn doch einer glatt aus der katholischen Arbeiterbewegung. Aber lieber neunmal klug Unsinn reden, als endlich mal klug was von sich geben!
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#9 TracerCGNAnonym
  • 17.01.2006, 23:15h
  • Sehr interessant die Logik von Herrn Kusch. Weil Hamburg ein wirtschaftstarker Raum ist leidet die Region besonders darunter das in Zukunft Gleichberechtigung und Fairness am Arbeitsplatz auch für homosexuellen Arbeitnehmer gelten sollen. Die wirtschaftschwachen Regionen argumentieren dann wahrscheinlich damit das sie nur durch praktizierte Diskriminierung überhaupt weiterleben können. Fazit: Der Grundstein auf dem unser Wohlstand fußt ist die Missachtung der Menschenrechte???? Zum Glück sind die großen, internationalen Unternehmen wie Ford, BP oder die Deutsche Bank da schon erheblich weiter. Vielleicht lässt Herr Kusch sich da mal aufklären was heutzutage nötig ist um wirtschaftlichen Erfolg und damit auch Arbeitsplätze zu sichern nötig ist. Wie peinlich es ist als schwuler für seine eigene Diskriminierung einzutreten ist ja hoffentlich jedem offensichtlich.
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#10 Krzyszek
  • 18.01.2006, 01:32h
  • Ich bin immer wieder verwundert. Für einige hier scheint schwul zu sein gleichbedeutend zu sein mit:
    - generell gegen die Kirche sein
    - gegen die CDU (CSU) sein (für viele offensichtlich der politische Arm der katholischen Kirche)
    - gegen die SPD sein, wenn sie nicht extrem "linke" Positionen vertritt
    - mehr oder weniger ungefragt alles gutzuheißen, was aus der Ecke Grüne / PDS verbreitet wird.

    Wenn Innensenator Kusch eine eigene Meinung zum ADG hat, so ist das doch sein gutes Recht. Er erwartet sicher auch nicht von allen Schwulen Zustimmung. Aber das macht ihn deshalb nicht weniger schwul. Als Regierungsmitglied hat er selbstverständlich auch noch andere Dinge im Blick zu haben. Ein Vorredner sagte ja bereits: Was nützt es mir, wenn ich arbeitslos bin, aber dafür durch ein überbürokratisches ADG geschützt bin?

    Und, lieber Sascha, was ist für einen Sozialdemokraten denn so verwerflich an der Tatsache, sich mit dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz ablichten zu lassen? Darf man jetzt nicht einmal mehr miteinander reden? (Außerdem ist Herr Müntefering Katholik und das ist ja wohl hierzulande noch nicht verboten, oder?)
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