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  • 17. Januar 2006 20 1 Min.

Hamburg (queer.de) - Justizsenator Roger Kusch (CDU) hat sich entschieden gegen das geplante Antidiskriminierungsgesetz ausgesprochen. "Das Gesetz ist Gift für die Wirtschaft, und Hamburg als wirtschaftsstarke Region leidet besonders darunter", so Kusch zur "Welt am Sonntag". Er rechne zwar damit, dass die große Koalition in Berlin ein abgeschwächtes ADG verabschieden werde, das keinen zivilrechtlichen Schutz für Schwule und Lesben enthält. "Das, was unter Rot-Grün zustande gekommen wäre, wäre immer noch doppelt so schlimm gewesen wie das, was jetzt kommt", so der Politiker, der 2003 vom damaligen Innensenator Ronald Schill als schwul geoutet wurde. Kusch bevorzuge es, wenn die Bundesregierung sich dafür einsetzen würde, die EU-Richtlinie zu kippen, die die Einführung eines abgemilderten Antidiskriminierungsgesetzes verlangt, meldet die Hamburger Zeitung weiter. Der 51-Jährige wolle am Freitag zur ersten Beratung des Gesetzes im Bundestag Stellung nehmen. Im Koalitionsvertrag haben sich Union und SPD darauf geeinigt, das ADG ohne den Zivilschutz von Homosexuellen umzusetzen. Allerdings haben sich in den letzten Monaten mehrere SPD-Politiker für ein umfassendes ADG ausgesprochen, darunter auch Justizministerin Brigitte Zypries (queer.de berichtete). (dk)

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#1 Klaus & MirkoAnonym
  • 17.01.2006, 19:30h
  • vor was hat dieser cdu knallkopf angst? wenn es nach cdu und csu ginge würde man schwule und lesben noch heute steinigen lassen! zu viel einfluß und macht hat die kirche hier in diesem lande, sie werden immer hinterwäldler bleiben!
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#2 FloAnonym
  • 17.01.2006, 19:36h
  • @Klaus und Mirko
    Eurer Logik zufolge müsste sich Herr Kusch selber steinigen. Es ist sein gutes Recht, gegen ein völlig überflüssiges Gesetz zu sein, das Arbeitsplätze vernichtet.

    Manche Leute sind aber scheinbar lieber geschützt und arbeitslos und schleifen die halbe Welt vor Gericht. Nein Danke, sage ich da!
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#3 Florian AgreiterAnonym
  • 17.01.2006, 19:58h
  • Hallo,

    im Koalitionsvertrag steht nur ein Satz zu diesem Thema. Dieser besagt, dass entsprechende Richtlinien der EU "umgesetzt" werden. Von einer 1:1-Umsetzung wird nicht gesprochen. Daher bleibt weiterhin offen, wie das ADG aussehen wird. Zypries war früher auch gegen ein umfassendes ADG, ist jedoch mittlerweile auch dafür. Jeder Mensch kann eben dazulernen. Ich hoffe, dass sie nicht von ihrer Position abrücken wird. Münte ist m. W. auch auf unserer Seite. Da er eine lesbische Tochter hat, dürfte er sich einigermaßen mit dem Thema und den Problemen von Homosexuellen auskennen.

    Liebe Grüße
    Florian
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