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Polizeibericht

Trans Person in Berlin-Neukölln bewusstlos geschlagen

Am Hermannplatz kam es in der Nacht zu Samstag zu einer transfeindlichen Attacke. Zunächst beleidigten vier Jugendliche die beiden 31 und 40 Jahre alten Opfer, dann schlug einer der Teenager mit der Faust zu.


Der Angriff ereignete sich gegen vier Uhr am Hermannplatz (Bild: Ingolf / flickr)

Am frühen Samstagmorgen wurde eine Körperverletzung und eine Beleidigung in einem Krankenhaus in Berlin-Neukölln angezeigt. Das meldete die Polizei der Hauptstadt am Samstagnachmittag.

Nach den Aussagen der Betroffenen waren die beiden 40- und 31-Jahre alten Personen kurz nach vier Uhr am Hermannplatz unterwegs, als sie von mehreren Jugendlichen transfeindlich beleidigt wurden. Das Paar soll dann die vierköpfige Gruppe zur Rede gestellt haben, woraufhin das 40 Jahre alte Opfer einen Faustschlag von einem der Jugendlichen erhalten habe und bewusstlos zu Boden gegangen sei.

Die Angreifer konnten unerkannt flüchten

Die Gruppe sei dann in unbekannte Richtung geflüchtet. Die attackierte Person kam kurz darauf wieder zu sich und begab sich mit der Begleitung ins Krankenhaus, wo eine ambulante Behandlung der beim Sturz erlittenen Kopfplatzwunde erfolgte. Die weiteren Ermittlungen hat – wie bei Hasskriminalität üblich – der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes übernommen. Nähere Angaben zu den Jugendlichen wurden im Polizeibericht nicht gemacht.

Immer wieder gibt es aus Berlin Berichte über queerfeindliche Übergriffe, da die Berliner Polizei mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt publik macht und diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit meldet. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner*innen für LGBTI. (pm/cw)

Wöchentliche Umfrage

» Welche Maßnahme ist am wichtigsten, um queerfeindliche Gewalt zu bekämpfen?
    Ergebnis der Umfrage vom 18.04.2022 bis 25.04.2022


#1 Lucas3898Anonym
  • 16.04.2022, 15:47h
  • So oft wie es an Bahnhöfen zu queerfeindlichen Angriffen kommt, sollte da dringen die Polizeipräsenz ausgebaut werden.
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#2 Katrina_ReichertProfil
  • 16.04.2022, 15:54hDüsseldorf
  • Antwort auf #1 von Lucas3898
  • ...wobei ich als trans Frau mich mit mehr Cops jetzt nicht uuuuuuuuunbedingt sicherer fühle...

    Naja, solange nicht am Ende an jedem Gleis eine halbe Hundertschaft mit Riotgear und MP5 rumhängt...
    ich sehe es leider auch so, dass eine verstärkte Polizeipräsenz notwendig ist. Aber bitte maßvoll.
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#3 LothiAnonym
  • 16.04.2022, 15:57h
  • Antwort auf #1 von Lucas3898
  • Dein Kommentar liest sich wie einfach nur dahergesagt. Was bitte soll die Polizei denn in Berlin noch alles tun? Ernste Frage. An jeden Brennpunkt Polizeiwachen einrichten, etwa so wie am Alexanderplatz und dem Kottbusser Tor? Berlin ist sehr großflächig und es gibt mehr als nur Kreuzberg u.Neukölln wo sich solch unverschämte Gewalttaten abspielen können.
    Natürlich würde auch ich mir mehr Polizei Präsens wünschen. Aber wer bitte kann schon soetwas vorhersehen.
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#4 Lucas3898Anonym
#5 Seminol
  • 16.04.2022, 16:47h
  • Was mir auffällt ist, dass es in letzter Zeit vor allem eher Jüngere sind die LGBTQ feindlich auffallen.

    Wobei man eigentlich davon ausgehen sollte, dass es die Generation ist die mit mehr Toleranz aufwächst.
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#6 SchonProfil
  • 16.04.2022, 17:07hFürth
  • Antwort auf #3 von Lothi
  • Ich gebe Dir vollkommen recht. Ich lese hier im Queer auffallend viele Berichte über Gewalt gegen Queer-Menschen und frage mich immer wieder, wie das ganze so asymmetrisch ablaufen kann.

    Die Polizei kann, real gesehen erst tätig werden, wenn ein Verstoß gegen das Gesetz statt gefunden hat.

    Die Prävention, dass es erst gar nicht zu einer Gewalttat gegen Euch kommt, da kommt Ihr auch zu einem guten Anteil ins Spiel: Selbstverteidigungskurs, mentale Vorbereitung, gegenseitiger Schutz und das eine oder andere Helferlein, ihr seid doch kreativ, können helfen, daß ihr künftig sicherer unterwegs seid. Ja, es ist ein Auwand, aber IHR solltet Euch das WERT sein.
    Selbst wenn nichts passiert, ist das Selbstwertgefühl und Sicherheit im Vergleich zur dauernden Angst den Aufwand wert.
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#7 nichtbinärePersonAnonym
#8 LothiAnonym
  • 16.04.2022, 17:53h
  • Antwort auf #6 von Schon
  • Jetzt mach mal halblang. Bei allem Respekt.
    Verdrehe hier nicht die Tatsachen bitte. Selbstverteidigungs Kurse nützen nur sehr wenig, wenn, wie schon zurecht hier angeführt worden ist der oder die Feiglinge einen sogar von hinten angreifen. In leider vielen Fällen wird aus der Gruppe heraus auf einen eingeprügelt. Nein, bitte jetzt keine Opfer/Täter Umkehr. Ich wiederhole mich hier. Als ich noch jünger war, bin ich wenns darauf ankam eingeschritten. Viele Mitbürger/innen schauen einfach weg. Dabei ist es heute sehr viel einfacher sofort die Polizei anzurufen oder mit dem Handy Aufzeichnungen tätigen. Die man dann als Zeuge überbringen kann. Besonders Szenen an oder im Bahnhofsgelände sind sehr wichtig, wenn man nicht bloß dasteht und glotzt. So wie die beiden älteren Damen in einem anderen Fall, von dem hier berichtet wird. So etwas nenne ich Zivilcourage.
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#9 TimonAnonym
  • 16.04.2022, 18:55h
  • Wann kommt endlich der nationale Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie, den die Ampel-Koalition versprochen hatte?
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#10 Lucas3898Anonym
  • 16.04.2022, 19:05h
  • Antwort auf #6 von Schon
  • Das die Polizei erst tätig werden kann, wenn was passiert ist, ist nicht ganz richtig.

    Gefahrenabwehr und allgemeine Prävention sind neben der Strafverfolgung zwei weitere wichtige Säulen der Polizeiarbeit.
    Diese setzen eben nicht erst an, wenn die Straftat schon vorbei ist, sondern möglichst schon davor um Straftaten zu verhindern.

    Leider kommt die Prävention oft zu kurz.
    Dabei verhindert die nicht nur Opfer/Geschädigte, sondern spart durch vermiedene Schäden und Strafverfahren auch die Allgemeinheit, Versicherungen und die Justiz viel Geld.
    Was dann für z.B. soziale Projekte übrig wäre.
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