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Polizeibericht

Trans Person in Berlin-Neukölln bewusstlos geschlagen

Am Hermannplatz kam es in der Nacht zu Samstag zu einer transfeindlichen Attacke. Zunächst beleidigten vier Jugendliche die beiden 31 und 40 Jahre alten Opfer, dann schlug einer der Teenager mit der Faust zu.


Der Angriff ereignete sich gegen vier Uhr am Hermannplatz (Bild: Ingolf / flickr)

  • 16. April 2022, 13:15h 50 2 Min.

Am frühen Samstagmorgen wurde eine Körper­ver­letzung und eine Beleidigung in einem Krankenhaus in Berlin-Neukölln angezeigt. Das meldete die Polizei der Hauptstadt am Samstagnachmittag.

Nach den Aussagen der Betroffenen waren die beiden 40- und 31-Jahre alten Personen kurz nach vier Uhr am Hermannplatz unterwegs, als sie von mehreren Jugendlichen transfeindlich beleidigt wurden. Das Paar soll dann die vierköpfige Gruppe zur Rede gestellt haben, woraufhin das 40 Jahre alte Opfer einen Faustschlag von einem der Jugendlichen erhalten habe und bewusstlos zu Boden gegangen sei.

Die Angreifer konnten unerkannt flüchten

Die Gruppe sei dann in unbekannte Richtung geflüchtet. Die attackierte Person kam kurz darauf wieder zu sich und begab sich mit der Begleitung ins Krankenhaus, wo eine ambulante Behandlung der beim Sturz erlittenen Kopfplatzwunde erfolgte. Die weiteren Ermittlungen hat – wie bei Hasskriminalität üblich – der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes übernommen. Nähere Angaben zu den Jugendlichen wurden im Polizeibericht nicht gemacht.

Immer wieder gibt es aus Berlin Berichte über queerfeindliche Übergriffe, da die Berliner Polizei mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt publik macht und diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit meldet. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner*innen für LGBTI.

Diese Woche hatte die Polizei bereits gemeldet, dass eine Jugendgruppe in Berlin-Reinickendorf am Mittwochnachmittag ein schwules Paar beleidigte. Zwei Frauen, die das Paar verteidigten, wurden von ihnen getreten und bespuckt (queer.de berichtete). (pm/cw)

Wöchentliche Umfrage

» Welche Maßnahme ist am wichtigsten, um queerfeindliche Gewalt zu bekämpfen?
    Ergebnis der Umfrage vom 18.04.2022 bis 25.04.2022
-w-

#1 Lucas3898Anonym
  • 16.04.2022, 15:47h
  • So oft wie es an Bahnhöfen zu queerfeindlichen Angriffen kommt, sollte da dringen die Polizeipräsenz ausgebaut werden.
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#2 Katrina_Reichert
  • 16.04.2022, 15:54hDüsseldorf
  • Antwort auf #1 von Lucas3898
  • ...wobei ich als trans Frau mich mit mehr Cops jetzt nicht uuuuuuuuunbedingt sicherer fühle...

    Naja, solange nicht am Ende an jedem Gleis eine halbe Hundertschaft mit Riotgear und MP5 rumhängt...
    ich sehe es leider auch so, dass eine verstärkte Polizeipräsenz notwendig ist. Aber bitte maßvoll.
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#3 LothiAnonym
  • 16.04.2022, 15:57h
  • Antwort auf #1 von Lucas3898
  • Dein Kommentar liest sich wie einfach nur dahergesagt. Was bitte soll die Polizei denn in Berlin noch alles tun? Ernste Frage. An jeden Brennpunkt Polizeiwachen einrichten, etwa so wie am Alexanderplatz und dem Kottbusser Tor? Berlin ist sehr großflächig und es gibt mehr als nur Kreuzberg u.Neukölln wo sich solch unverschämte Gewalttaten abspielen können.
    Natürlich würde auch ich mir mehr Polizei Präsens wünschen. Aber wer bitte kann schon soetwas vorhersehen.
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