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Polizeibericht

Coesfeld: Selbstgebaute Sitzbank für Toleranz zerstört

Schüler*innen des St. Pius Gymnasiums in Coesfeld entwarfen und bauten eine Sitzbank in Regenbogenfarben – während der Osterferien wurde sie von Unbekannten demoliert.


Die Polizei veröffentlichte Bilder der zerstörten Bank (Bild: Polizei Coesfeld)
  • 20. April 2022, 01:08h 8 1 Min.

Als Teil eines Toleranzprojekts entwarfen und bauten Schüler*­innen des St. Pius Gymnasiums in Coesfeld eine Sitzbank. Nun haben Unbekannte sie zerstört. Das meldete die Polizei der Stadt im westlichen Münsterland am Dienstag.

Auf der Bank abgebildet waren u.a. die Regenbogen­fahne und vielfältige Familienkonstellationen. Aufgestellt hatten die Schüler*­innen sie vor dem Haupteingang der Schule am Gerlever Weg. Der Tatzeitraum liegt zwischen 13 Uhr am 11. April und 9.30 Uhr am Montag, den 18. April 2022. Die Polizei in Coesfeld bittet unter Tel. (02541) 140 um Hinweise.


Das St. Pius Gymnasium zeigt weiterhin Flagge (Bild: Polizei Coesfeld)

Auch in anderen Städten wurden bereits Regenbogen­bänke von Unbekannten zerstört, etwa in Bad Waldsee und Bregenz. (cw/ots)

-w-

#1 friendlyUnicornAnonym
  • 20.04.2022, 07:39h
  • Waren bestimmt nur wieder "Besorgte", die sich "nur nicht so ausdrücken können" und deshalb "das als einzige Weise sehen, ihre Sorgen zu äußern". Und die (also die Sorgen, nicht die übergriffigen Taten, versteht sich) muss man natürlich ernstnehmen...
    (Und natürlich ist es nur schlimm, wenn die Täter*innen muslimischen Glaubens waren; wenn es Edgars, Michaels und Wolfgangs waren, ist es natürlich völlig ok^^)

    Es ist traurig, dass ich mittlerweile fast nur noch zynisch auf solche Neuigkeiten reagieren kann. Nicht den Betroffenen gegenüber, sondern wegen des (Nicht-)Reagierens seitens Gesellschaft und Politik. Aber hey, bald ist wieder Pride Month, da können sich die Giffeys, Scholz', Wüsts und andere wieder grinsend vor den Kameras präsentieren und was von "Vielfalt und der Schutz von LGBTQIA* sind uns sehr wichtig, bla bla bla, oh, wo ist die Kamera? Ah, da...".

    Solange es wichtiger ist, günstige, oder besser noch: kostenlos positive Publicity für Bundes-. Länder- und Kommunalpolitiker*innen zu generieren, Queers ihnen aber am heteronormativen Allerwertesten vorbeigehen (Gesetze verschleppt/blockiert, die Gelder für Projekte immer wieder gekürzt oder ganz gestrichen werden etc.), solange wird sich das auch nicht wirklich verbessern, fürchte ich.

    Und wenn man dann noch liest, dass sich bspl. ein Jugendzentrum "aus pädagogischen Gründen" entschließt, die Regenbogenfahne wieder abzuschaffen, dann sind das keine ermunternden Punkte.
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#2 LothiAnonym
  • 20.04.2022, 07:46h
  • Bloß nicht unterkriegen lassen. Die nächste neue Sitzbank solltet ihr in einer Schmiede oder Schlosserei unter Aufsicht anfertigen lassen. Anschließend mit Autolack die Farben auftragen. Und zu guter letzt die Bank im Boden fest verankern. Hält zwar auch nicht bis in alle Ewigkeit. Doch immer noch besser als dieses gutgemeinte Holzbänkchen.
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#3 YukiAnonym
  • 20.04.2022, 09:36h
  • Antwort auf #2 von Lothi
  • Schüler*innenprojekt ist ein Projekt, an dem Schüler*innen gemeinsam arbeiten, im Rahmen ihres z.B. Kunstunterrichts. Dieses Arbeiten geht nur im Rahmen der Möglichkeiten, die die Schüler*innen haben.
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