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"Vamping"

Übernatürliche Serie über Berlins Dragszene geplant

Die deutsch-britische Serie ist als Mischung aus "Vampire Diaries" und "Pose" angelegt.


Ein queeres Vampirdrama aus Berlin soll bald die Welt erobern (Bild: freepik.com)

  • 20. April 2022, 11:31h 2 2 Min.

Die Produktionsfirmen Vertigo Films aus Großbritannien und SquareOne Productions aus Unterföhring haben angekündigt, für eine aus acht Teilen bestehende übernatürliche Serie zusammenzuarbeiten, die in der Berliner Drag-Szene spielen soll. "Vamping" soll sich an junge Erwachsene richten und wird laut dem Branchenmagazin "Blickpunt Film" als "jugendliche und aufregende Mischung" aus "Pose" und "The Vampire Diaries" beschrieben. Die Serie soll zweisprachig sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch gedreht werden.

Vertigo und SquareOne hatten bereits gemeinsam die "StreetDance"-Kino-Reihe produziert. SquareOne ist außerdem für viele deutsche Produktionen verantwortlich wie die hochgelobte ARD-Serie "Euer Ehren".

Konkret soll es bei "Vamping" um die Vampir-Community gehen, die sich in der queeren Clubszene der Bundeshauptstadt wohl fühlt. Die Handlung: Die Hauptfigur Everett – ein junger, schwarzer Künstler aus Großbritannien, der auch als Dragqueen auftritt – wacht nach einer durchzechten Nacht im Club "Dragged Hier" auf, nur um festzustellen, dass er ein Vampir geworden ist – für ihn ein Schock. Auf der Suche nach der Wahrheit fällt Everett mitten in einen drohenden Kulturkrieg zwischen Vampirstämmen.

Kreative Köpfe hinter der Serie sind Matthew Jacobs Morgan, ein junger Drehbuchautor und Regisseur aus London, und die in Köln geborene und jetzt in Berlin lebende Tänzerin und Choreografin Sophie Yukiko Hasters, eine der Pionierinnen der deutschen Ballroom-Szene und eine zentrale Figur der QTPOC-Community (queer and trans people of color).

Morgan erklärte zum Konzept der Serie: "Wir verwischen die Grenzen zwischen Queerness und Vampirismus auf eine Art und Weise, die das Anderssein, die Zugehörigkeit und die Gemeinschaft erforscht, während wir mit einer brillanten Armee von Kreativen an meiner Seite auch eine laute, queere Freude in den Vordergrund stellen." Sowohl vor als auch hinter der Kamera soll die Serie aus Menschen aus Communitys bestehen, die in der Mehrheitsgesellschaft unterrepräsentiert seien. (dk)

-w-

#1 qwertzuiopüAnonym
  • 20.04.2022, 14:19h
  • naja, das wurde halt schon in "true blood" gemacht. hat da sehr gut funktioniert, aber vielleicht auch gerade, weil es dort nicht so offensichtlich war wie in dieser geplanten Serie.
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#2 Ith_Anonym
  • 20.04.2022, 15:15h
  • Also inhaltlich klingt es erstmal sympathisch, aka mein Blutfetisch freut sich. Hoffe bloß, dass es qualitativ keine typisch deutsche Schauspiel *räusper*-"Kunst" wird.

    Und dass bitte am Ende nicht irgendwelche Körpertauschstories dominieren und die Leute alle unbedingt wieder Menschen sein wollen.
    Außerdem wären klassische, Masquerade lässt grüßen, Merits + Flaws mal nett. Also z.B. Vampire, die ausnahmsweise einfach mal tagsüber NICHT rumlaufen können, oder zumindest nicht ohne umständliche Maßnahmen, die das für alle Beteiligten verdammt unangenehm machen.
    In den meisten Serien machen sie sich's ja leider extrem einfach damit. Die Vorzüge, wie das mit der übermenschlichen Kraft, Schnelligkeit und sowas, das geben sie ihren Protas immer gerne. Aber Nachteile, die dafür sorgen könnten, dass man keine ganz normale Teenie-Storie auf dem Sportplatz bei Sonnenschein drehen kann (oder meinetwegen auf der Wiese eines Musik-Events), DAS finden sie dann meistens zu viel verlangt und ... anstrengend.
    Zwei Folgen hast du dann über den Raubtierinstinkt, aber das ist ja dann auch fix wieder vorbei, weil, auch das wäre lästig.

    Punkt, der mir für den Anfang erstmal nicht so gefällt, ist das "plötzlich Vampir"-Trope. Leute, haltet euch mal fünf Jahre in einem fiktionalen Vampir-Universum auf, und es macht überhaupt keinen Sinn, dass Leute mal eben so Vampire werden, ganz aus Versehen. Ähnlich wie das "böser Vampir will Vegetarier-Vampir überreden, sich endlich von Menschenblut zu ernähren"-Klischee. Das hatten wir bei Anne Rice, in ihrem ersten Buch der Reihe. Da war das ok. Seitdem haben wir das in JEDER Vampirstory, und seltsamerweise immer am Anfang. Bis das Universum sich ab Folge 10+ zu dem Punkt weiterentwickelt, wo das ständige Leute-Umbringen auf die Umgebung "menschliche Gesellschaft" stößt, in der man damit auffallen könnte, und den Storywritern plötzlich die Erkenntnis kommt, dass das nur funktioniert, solange du das Ganze nicht zu Ende denkst.

    *Seufz* Ehrlich gesagt fürchte ich ja, dass wir exakt all das sehen werden. Plus den Krieg zwischen Vampiren und Werwölfen, der in den Filmen und Serien irgendwie auch immer ganz plötzlich, nach hunderten von Jahren mit übelster Fehde, ausgerechnet in diesem Jahrhundert zu dem Punkt kommt, dass es irgendwie cooler wäre, zusammenzuarbeiten.

    Na, aber hoffentlich endlich mal wieder Typen, bei denen es sexy ist, wenn sie andere Männer beißen.
    Also, ich schraube meine Erwartungen vorerst lieber nicht zu hoch. Aber bin vorsichtig optimistisch.
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