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Kommentare zu:
Studie: Schwule sind modischer


#11 redforceAnonym
  • 18.01.2006, 22:43h
  • @Sascha: ... was "uns" noch unbeliebter machen wird. "Dauernd nur Schwuchteln im TV, als normaler Mann hat man ja gar keine Chance mehr, ernst genommen zu werden" ... so etwas und ähnliche Aussagen habe ich schon viele gehört. Nur weil man das Geld von jemandem will, heißt es noch lange nicht, ihn als Mensch zu achten.
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#12 björnAnonym
  • 18.01.2006, 23:55h
  • @ redforce

    die zunahme dieser sprüche habe ich auch schon bemerkt. auch die abnahme von
    "was soll den das ?" auf solche sprüche.
    wenn ich den kommentar abgebe schliessen sich die heteros unter meinen
    freunden zwar an, früher war es aber bedeutend häufiger der fall, das sie von selbst den mund aufmachten. als ich einige davon darauf angesprochen habe,
    meinten sie, sie hätten das an sich noch nicht bemerkt.
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#13 SvenAnonym
  • 19.01.2006, 08:56h
  • So mein letzter Kommentar zu diesem Artikel wurde ja einfach so unter den Tisch fallen gelassen.
    Ich hab mir die Studie angesehen und muss sagen, dass sich meine Befürchtungen bestätigt haben: Sie ist nichts wert!
    Womit ich nicht sagen will, dass alles falsch ist, ABER wenn man die Studie mal mit Sachverstand durchliest, bleibt halt nichts übrig als "Schwule sind konsumfreudiger, weil wir Euch das sagen wollen"
    Tut mir Leid, aber ein besseres Urteil kann ich dazu nicht abgeben, auch wenn das Ergebnis scheinbar uns Schwulen nützen könnte, aber selbst das glaube ich nicht. Zu dem Ergebnis wäre ich auch gekommen, wenn ich einen Hetenstammtisch befragt hätte, die noch nie persönlich Kontakt zu Schwulen hatten.
    Dennoch wird es wohl kaum zu Negativeffekten kommen, schließlich werden ja auch die "Studien" von christlichen Fundamentalisten zitiert.
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#14 SaschaAnonym
  • 19.01.2006, 12:20h
  • @redforce, Björn: Selbstverständlich geht es nicht darum, ausschließlich und in erster Linie über unsere "Marktmacht" gesellschaftliche Gleichberechtigung und Respekt zu erstreiten! Das ist eine politische Herausforderung, die von den Werten einer freiheitlich-demokratischen und pluralistischen, auf Menschenrechten basierenden Gesellschaftsordung geleitet sein muss.

    Dennoch sollten auch wir die Realität so wahrnehmen, wie sie ist, nämlich dass sich gerade die Massenmedien bislang als äußerst ignorant gegenüber der homosexuellen Lebensrealität, den Emotionen und der Körperlichkeit homosexueller Paare erwiesen haben (Ausnahmen bestätigen hier leider die Regel). Gleiches gilt für die Werbeindustrie, die homosexuelle Themen in der Werbung konsequent ausschließt. Leider sind es aber gerade die Einflüsse der Massenmedien, die vor allem das Gesellschaftsbild und die "Idealvorstellungen" junger Menschen entscheidend mitbestimmen.

    Deshalb sollten wir uns aus strategischen Gründen nicht davor scheuen, die schon mehrfach durch Studien belegte überdurchschnittliche Konsumfreudigkeit von Homosexuellen ganz gezielt für unsere (politischen) Zwecke und Ziele einzusetzen!
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#15 seb1983
  • 19.01.2006, 17:46h
  • bin wie gesagt sehr gespannt wenn mal ne größere Generation Schwuler in Rentenalter kommt wie es dann mit dem Geld aussieht wenn nichts zurückgelegt wird, da lob ich mir meinen konservativen (zugegeben von den Eltern *g*) aufgestellten Finanzplan :-))

    Werbung für Schwule wird ein sehr riskantes und spannendes Feld.... Ein neues Duschgel kommt auf den Markt und es wird mit Homopaaren Werbung dafür gemacht. Was denkt sich der Familienvater dabei.
    Der neue 3er BMW hat so ne große Rückbank zum kuscheln und n großen Kofferraum füd die neue D&G Kollektion....

    Schwule sind auch Männer da sind wir uns hoffentlich einig, als Mann werd ich in der Werbung angesprochen. Wie soll ich denn als Schwuler in ner TV Werbung angesprochen werden??
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#16 madridEUAnonym
  • 19.01.2006, 18:53h
  • Tja @seb1983: Wir hatten schon vor 40 Jahren einen höheren Lebensstandard als die Durchschnittsbürger, sind mehr gereist und haben mehr konsumiert . Im Vergleich zu heute waren die Arbeitsbedingungen und die Aussicht auf ein sorgenfreies
    "Altenteil" weitaus günstiger, das gesellschaftliche Klima aber längst nicht so offen wie heute. Als Zielgruppe für die Wirtschaft sind wir wohl erst im Zuge der Liberalisierung erkannt worden und man traut sich nun, uns offen in der Werbung anzusprechen. Obwohl ich immun gegen Reklame bin, gefällt mir diese neue Art von Angebot, die uns wieder einen Schritt näher an die Normalisierung bringt.
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#17 LinkerCacheAnonym
  • 19.01.2006, 19:00h
  • @seb1983: Im grunde genommen muss ich dir mit dem geld zurücklegen statt verschleudern recht geben, nur, wenn man nix hat, was man sparen könnte kann man auch nix ausgeben.

    wenn die steuerrechtliche geschichte endlich so weit wäre, das ich in unserer ehe dem heterosexuellen verheirateten partnern steuerrechtlich gleichgestellt bin, kann ich auch über ne altersvorsorge nachdenken.

    leider ist das ja arbeitsmässig etwas schlechter, da es ja leider (DANK AN CDU/CSU/SPD/FDP!!) kaum noch sozialversicherungspflichtige arbeitsverhältnisse gibt... wenn alle nur auf billigjobs zählen, ist der staat sehr bald pleite!!
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#18 seb1983
  • 19.01.2006, 21:59h
  • wenn sogar kleine Kinder immer mehr in den Blickpunkt rücken ist es ja kein Wunder dass auch schwule ins Blickfeld rücken. Lebensstandard ist wohl Ansichtssache. Schwule geben ihr Geld einfach anders aus. Es wird weniger gespart und statt der teuren Stereoanlage oder der Fußballdauerkarte wird eben n neues D&G Hemdchen mit passenden Schuhen gekauft was man dann allen zeigen kann....
    und auch wenn es kitschig klingt: an meinem Opa kann ich noch gut sehen wie man eben auch für die Kinder zurücklegt. Das trifft ja auf 98% oder so aller Schwulen nicht zu. ( bei Lesben gibt es wohl etwas mehr Kinder...?)

    Und: Wenn ne Ehe so massive Steuervorteile ergibt dann dürfte es ja keine unverheirateten Heteropaare mehr geben... meine Eltern haben jedenfalls nicht wegen dem Geld geheiratet.....
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#19 SaschaAnonym
  • 19.01.2006, 22:59h
  • @seb1983: Und, was soll sich denn der "Familienvater" (mal abgesehen davon, dass es auch schwule Familienväter gibt) dabei denken, wenn seine dreijährige Tochter ein Homo-Paar in der Werbung sieht?

    Wie wäre es denn mit: Meine Tochter lernt rechtzeitig, dass menschliche Normalität in der Vielfalt besteht, und sie wird hoffentlich eines Tages keine Vorurteile gegenüber Homosexuellen haben?! Du willst es ja wohl nicht allen Ernstes gut heißen, dass Homosexuelle konsequent aus der Werbung ausgeschlossen werden? Mit welcher Begründung denn? Dass die armen Kinder sonst schwul oder lesbisch werden?

    Einer solchen menschenverachtenden Logik dürfen wir nicht noch das Wort reden, sondern müssen sie entschieden bekämpfen!!!
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#20 seb1983
  • 20.01.2006, 12:45h
  • ich habe das etwas anders gemeint. Werbung bezieht sich heute auf Mann oder Frau, alt oder jung. Werbung die auf Frauen ausgerichtet ist spricht mich weniger an, die für Männer mehr. Zwischen Sex and the City wird dann halt Werbung für Tampons gemacht und bei der WM für Bier, vor den Schlümpfen wirbt man für Kinderüberraschung und bei Rosamunde Pilcher vielleicht für Kukident oder so.

    Wie du so schön betonst ist die Sexualität ja ein totaaaaal elementarer Bestandteil eines Menschens den man aller Welt zeigen sollte wie es die Heteros ja angeblich machen.
    Jetzt wirds für die Industrie kritisch: man möchte möglichst zielgruppenspezifisch werben aber doch für sein Geld möglichst viele Leute ansprechen.
    Also erstmal Studien was der schwule Mann überhaupt immm TV guckt machen. Wenn ich n Deo jetzt als tolles Schwulendeo anspreche dann wird das n Hetero vermutlich sogar abschrecken, könnte ja einer denken ich bin schwul etc.
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