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Eiskalt!
Erste gleichgeschlechtliche Hochzeit im britischen Antarktis-Gebiet
Die Ehe für alle erreicht auch das Südpolargebiet: In der Antarktis gaben sich zwei britische Stewards das Ja-Wort.

Jetzt braucht das frischvermählte Paar wohl erstmal Strandurlaub! (Bild: Twitter / British Antarctic Survey)
- 25. April 2022, 09:34h 2 Min.
Stephen Carpenter und Eric Bourne haben in der Antarktis geheiratet – das ist eine Premiere. Das gleichgeschlechtliche Paar ist das erste, das sich im von Großbritannien beanspruchten Antarktis-Gebiet das Ja-Wort gab, wie die BBC am Montag berichtete. Kapitän Will Whatley vermählte die beiden Stewards an Bord des Forschungsschiffs "RRS Sir David Attenborough" an der Rothera Station des britischen Polarforschungsprogramms British Antarctic Survey. Das Paar hatte sich an Bord eines anderen Schiffs kennengelernt.
"Wir sind seit 20 Jahren liiert, und der gemeinsame Aufenthalt in der Antarktis fühlte sich für uns wie der perfekte Ort an, um endlich den Bund fürs Leben zu schließen", sagte der Waliser Carpenter. "Wir haben sogar die Koordinaten des Hochzeitsortes in unsere Ringe eingravieren lassen." Er trug bei der Vermählung einen Schottenrock, sein Ehemann kam im Anzug. Das Ehepaar will im Laufe des Jahres die Hochzeit mit Freund*innen und Familie an Bournes gegenwärtigen Wohnort in Spanien feiern.
/ BAS_NewsWere delighted to wish BAS Eric Bourne and Stephen Carpenter luck on their upcoming wedding which will be the first same-sex marriage in British Antarctic Territory. Their big day will mark a historic step for diversity and inclusion in polar science https://t.co/eeFJ9cGK6w pic.twitter.com/qOr7Jn9lOR
British Antarctic Survey (@BAS_News) April 21, 2022
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Es war die zweite Hochzeit im Britischen Antarktis-Territorium seit einer Gesetzesänderung 2016. Die 30 Crew-Mitglieder des Forschungsschiffs wohnten der Zeremonie vor Eisbergen bei, anschließend schritt das Paar durch ein Ehrenspalier, als Hochzeitskutsche diente ein Schneemobil.
Das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland beansprucht seit Jahrzehnten – ähnlich wie mehrere andere Staaten – einen großen Teil der Antarktis für sich. Dies wird international nicht anerkannt. (dpa/cw)
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