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20 Jahre alter Streifen

"Spider-Man": Britisches TV zensiert homophoben Spruch

Im britischen Fernsehen lief kürzlich eine bearbeitete Version des ersten "Spider-Man"-Films mit Tobey Maguire. Ein homophober Spruch des Spinnenmanns war nicht mehr zu hören.


Spider-Man (Tobey Maguire) wusste vor 20 Jahren noch wenig von Akzeptanz sexueller Minderheiten (Bild: Marvel)

Der britische Privatsender ITV2 zeigte eine gekürzte Version von "Spider-Man" von Regisseur Sam Raimi (2002) mit dem heute 46-jährigen Tobey Maguire. Ein homophober Spruch von Spider-Man alias Peter Parker war bei der Ausstrahlung nicht zu hören. Ein laut seiner Profilbeschreibung bisexueller Twitter-User postete ein Video der Szene. Mehrere englischsprachige Medien griffen seine Beobachtung auf.

Twitter / PaperPlaneTF
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In der betreffenden Szene steigt Peter Parker mit einem Wrestler in den Ring. Er wurde gerade erst von einer radioaktiv verseuchten Spinne gebissen und will nun seine Superheldenkräfte testen. Zu seinem Gegner, der ein klassisches, hautenges Wrestling-Outfit trägt, sagt er: "That's a cute outfit. Did your husband give it to you?" Auf deutsch also: "Süßes Kostüm. Hat dir das dein Mann geschenkt?". In der TV-Ausstrahlung hörte man nur den ersten Satz. Die Anspielung auf einen angeblichen Ehemann fehlt.

"Spider-Man" war 2002 der erste Auftritt von Tobey Maguire als Spinnenmann. Zusammen mit "X-Men" (2000) gilt er als der Film, der den aktuellen Superheldenboom startete.

Inzwischen gibt es kaum noch flüchtige homophobe Sprüche, die Hollywood-Filme im letzten Jahrhundert begleiteten und damals für kaum Kontroversen sorgten. Das änderte sich in den Nullerjahren: So gab es etwa Kritik an homophoben Sprüchen im Superheldenfilm "Hancock" aus dem Jahr 2008 – diese Sprüche stammten vom Helden des Filmes, der von Will Smith gespielt worden war (queer.de berichtete).

Stattdessen tauchen heutzutage immer mehr queere Figuren in Superhelden-Blockbustern auf. Im Actionfilm "Eternals", der vergangenes Jahr mehr als 400 Millionen Dollar an den Kinokassen einspielte, outete sich etwa Superheld Phastos (queer.de berichtete). Das führte allerdings dazu, dass der Film in mehreren homophoben Ländern nicht gezeigt wurde (queer.de berichtete). (spot/cw)



#1 TuggerAnonym
  • 25.04.2022, 16:15h
  • ganz ehrlich ...? Klingt ein Bisschen wie päpstlicher als der Papst.
    Ich persönlich kann über sowas lachen.
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#2 OlliAnonym
  • 25.04.2022, 16:36h
  • Was bitte ist daran homophob? Zumal der Typ danach ordentlich was auf die Mappe bekommt.

    So langsam wird diese Form von Korrektheit echt lächerlich.
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#3 DreddAnonym
  • 25.04.2022, 17:07h
  • Antwort auf #2 von Olli
  • Nüchtern betrachtet ist der Satz natürlich genauso wenig Homophob wie der Satz "Du bist schwul", aber Kontext und Stil geben den Rahmen.... Außerdem hat Spiderman nicht auf die Fresse bekommen ^^

    Und ja, ich möchte die Filme bitte auch unverändert/unzensiert sehen, aber das man bei TV Ausstrahlungen kürzt ist nicht unüblich und wenn es sich bei dem Film auch noch um einen Streifen handelt der auch heute noch Kids erreicht ist so ein Schnitt für die TV Ausstrahlung / Kids-Abteilung schon in Ordnung!
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#4 Lucas3898Anonym
  • 25.04.2022, 18:15h
  • Antwort auf #3 von Dredd
  • Ich sehe da auch keine Queerfeindlichkeit in dem Spruch.

    Der Witz würde auch genauso funktionieren mit:
    "Süßes Kostüm. Hat dir das deine Frau geschenkt?"

    Ich würde die Homophobie sogar eher in der Zensur sehen, denn eher wird da eine Anspielung auf eine gleichgeschlechtliche Beziehung unsichtbar gemacht.
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#5 DreddAnonym
  • 25.04.2022, 19:19h
  • Antwort auf #4 von Lucas3898
  • Nah, sry, der "Witz" der Szene liegt hier eindeutig in der Implikation der Gegner sei schwul (wofür es ja nicht mal Anhaltspunkte gibt), das ist schon recht eindeutig... braucht man nicht schönreden, film ist dennoch unterhaltsam af !
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#6 Ith_Anonym
  • 25.04.2022, 19:25h
  • Waas, zwanzig Jahre ist das her oO
    Das war doch voll die moderne Version, also NEU und so und .. ich glaube, ich werd' alt :/
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#7 Ith_Anonym
#8 Pu244Anonym
  • 25.04.2022, 21:21h
  • Mit jeder (selbst) Zensur ändert man das Bild, das die Leute von der Vergangenheit haben.

    Ich finde, man sollte ruhig erfahren, dass schwarze vor 100 Jahren in den USA nicht mit "african american" angesprochen wurden, Frauen in Deutschland bis in die 70er Jahre nicht gleichberechtigt waren und dass es eben Anfang der 2000er durchaus noch einen gewissen gesellschaftlichen Nachholbedarf bezüglich Witzen über Schwule gab.

    Sonst stellen sich nachfolgende Generationen irgendwann die Frage, warum die Schwarzen, Frauen und Schwulen früher so dünnhäutig waren, wenn doch alles so schön inklusiv gewesen ist.

    In Videospielen treibt das ganze echt komische Blüten, wenn etwa bei der deutschen Armee im ersten Weltkrieg auch Schwarze vertreten waren oder wenn es im zweiten Weltkrieg eine Art Frauenquote bei allen Armeen gab. Auch waren Frauen im 19. Jahrhundert absolut selbstverständlich in allen akademischen Feldern gleichgestellt.
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#9 DreddAnonym