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Queeres Netzwerk Bayern

Zentrale LGBTI-Plattform soll im Sommer an den Start gehen

Der Freistaat erhält eine gemeinsame Online-Plattform für queere Menschen, die vor allem LGBTI auf dem Land helfen soll.


Das Netzwerk soll in Kürze online zugänglich sein

  • 26. April 2022, 13:09h, noch kein Kommentar

Auch Bayern erhält eine zentrale Plattform für allen queeren Angebote im Freistaat. "Mit dem Queeren Netzwerk Bayern (QNB) wollen wir bestehende Angebote sichtbarer machen, neue Initiativen unterstützen und die Vernetzung untereinander stärken", erklärte dazu der bayerische Landesverband des Schwulen- und Lesbenverbandes am Montag auf Facebook. Das Portal soll in diesem Sommer veröffentlicht werden. Es soll auch eine bessere Vernetzung der Community unter einem gemeinsamen Dach ermöglichen. Bei diesem Projekt handelt es sich um eine Kooperation des LSVD mit dem Bayerischen Jugendring und der Deutschen Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität (dgti) – es wird vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales unterstützt.

Bereits Seit Ende 2021 arbeitet ein Team aus Projektmitarbeiter*innen und Projektträger*innen am Aufbau einer Dachstruktur. Schon jetzt lädt das QNB zur Teilhabe ein: So besteht für queere Initiativen in Bayern die Möglichkeit, auf Basis einer Selbstverpflichtung offiziell Netzwerkpartner*innen zu werden. Das QNB soll außerdem auf Instagram, Twitter, LinkedIn, Facebook und in einem Newsletter über seine Arbeit und relevante queere Angebote informieren. Ein zentrales Ziel dabei ist die bedarfsgerechte Stärkung von Beratungsangeboten im ländlichen Raum.

Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf begrüßte das Projekt: "Bayern steht für Vielfalt, Freiheit und Selbstbestimmung. Die Menschen sollen das Leben führen können, das sie führen möchten. Durch das Queere Netzwerk Bayern werden bestehende Gruppen und Angebote sichtbarer – in der Stadt und auf dem Land", so die Christsoziale. "Ich danke den Projektbeteiligten für ihren Einsatz und lade alle Interessierten herzlich ein, diese Plattform zu nutzen."

Wir präsentieren stolz: Das #QNB ???? Ob ehrenamtliche Engagierte in den bayerischen CSD-Vereinen oder Hauptamtliche in...

Posted by LSVD Bayern on Monday, April 25, 2022
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Bayern hinkt derzeit bei queeren Projekten anderen Bundesländern hinterher: So ist der Freistaat das einzige der 16 Länder, das nicht mit einem Landesaktionsplan Homo- und Transphobie bekämpft. Die regierende CSU sieht für eine derartige Initiative "keine Notwendigkeit" (queer.de berichtete). Laut einem Bericht einer Münchner LGBTI-Fachstelle vom Februar ist die Zahl der gemeldeten queerfeindlichen Hassdelikte im Land binnen eines Jahres um 60 Prozent angestiegen (queer.de berichtete). (cw)