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Initiative aus Nürnberg

Zehn bayerische CSDs unter dem gemeinsamen Motto "Sichtbarkeit schafft Sicherheit"

In Erinnerung an die verstorbene Polit-Dragqueen Uschi Unsinn stehen zehn bayerische Städte unter dem selben CSD-Motto. Gemeinsamer Schirmherr wird der christsoziale Abgeordnete Karl Freller.


Queeres Leben muss in der Gesellschaft sichtbar sein, fordern zehn CSDs aus Bayern

  • 26. April 2022, 13:13h, noch kein Kommentar

Der CSD Nürnberg wird dieses Jahr unter dem Motto "Sichtbarkeit schafft Sicherheit" stehen. Wie die Organisator*innen am Dienstag mitteilten, werden auch die CSDs in Erlangen, Kelheim, Landshut, Amberg, Schwandorf, Sulzbach-Rosenberg, Regensburg, Bayreuth und Neustadt/Waldnaab das Motto übernehmen.

Die Schirmherrschaft in allen Städten wird Karl Freller (CSU) übernehmen, der erste Vizepräsident des Bayerischen Landtags und Direktor der Stiftung Bayerischer Gedenkstätten. Für den CSD Nürnberg steht außerdem Oberbürgermeister Marcus König (CSU) wie auch in den vergangenen Jahren als Schirmherr bereit und führt die Demo mit an.

Mit dem gemeinsamen Motto soll an die Nürnberger Dragqueen Uschi Unsinn alias Stadtrat Uwe Scherzer erinnert werden, der im Februar im Alter von nur 54 Jahren verstorben war (queer.de berichtete). Unsinns Hauptanliegen war eine bessere Sichtbarkeit von queeren Menschen.

Twitter / KarlFreller | Schirmherr Karl Freller würdigte Uschi Unsinn nach ihrem Tod
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"Zusammen setzen wir damit ein Zeichen des Respekts und der Dankbarkeit für Uschis unermüdlichen politischen und gesellschaftlichen Einsatz für die regionale und überregionale queere Community – und ein Zeichen des Zusammenhaltes der bayerischen LSBTIQ*-Community", erklärte der CSD Nürnberg, der vom 21. Juli bis 7. August stattfinden wird.

CSD-Motto richtet sich auch an die queere Community selbst

Das CSD-Motto richte sich nicht nur nach außen an Gesellschaft und Politik, sondern auch nach innen an die queere Community selbst. Das Motto bedeute auch, für Sichtbarkeit von einzelnen queeren Gruppen, "wie z.B. Trans, Bi, Inter, Drag, oder Fetisch" innerhalb der Community einzutreten. "Niemand soll sich verstecken müssen. Es gilt vielmehr für Sichtbarkeit aller Community-Gruppen zu sorgen, um damit Sicherheit und Schutz vor Anfeindungen zu bieten", so die Organisator*innen. "Das Motto soll den Zusammenhalt der Community in all ihrer Vielfalt verstärken und fördern, um gemeinsam in der heteronormativen Welt die Gleichstellung queerer Menschen in Politik und Gesellschaft weiter voranzutreiben."

Der CSD Nürnberg sorgte vor einigen Wochen für Schlagzeilen, als er einen evangelischen Wohlfahrtsverband als Hauptsponsor bekannt gab (queer.de berichtete). Das führte zu Kritik aus jenen Teilen der CSU, die sexuelle und geschlechtliche Minderheiten mit Verweis auf die Bibel für minderwertig halten. (cw)