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Berlin

Radtour machte auf lesbisches Leben aufmerksam

Anlässlich des internationalen Tags der Lesbischen Sichtbarkeit, der jährlich am 26. April begangen wird, demonstrierten am Dienstag einige Dutzend Lesben und Unterstützer*innen mit dem Rad durch Berlin.


Radelten durch Berlin: Lesben und ihre Unterstützer*innen (Bild: Jeja Klein)
  • Von Jeja Klein
    27. April 2022, 14:43h, noch kein Kommentar

Mit einer Fahrraddemo haben am Dienstagnachmittag Lesben und Unterstützer*innen auf die Belange von Lesben in Berlin aufmerksam gemacht. Anlässlich des internationalen Tags der Lesbischen Sichtbarkeit fuhren einige Dutzend Radfahrer*innen unter dem Motto "L*eben zum Tag der Lesbischen Sichtbarkeit" durch die Ortsteile Kreuzberg, Neukölln und Schöneberg.

An der Tour nahmen einige Dutzend Radler*innen teil. Mit in Regenbogenfarben gehaltenen Schildern am Rad und klingelnd fuhr der Tross vom Kreuzberger Mariannenplatz aus über das Kottbusser Tor, die Sonnenallee, den Hermannplatz sowie die Yorckstraße und damit durch Gegenden, die oft genannt werden, wenn es um für Queers als nicht besonders sicher geltende Orte in der Hauptstadt geht.

Berlin kürzte Gelder für lesbische und queere Projekte

Die von Einzelpersonen organisierte Radfahr-Demonstration wurde von der AHA-Berlin, der Queer Networking Initiative sowie finanziell vom Berliner CSD-Verein unterstützt. Vor dem AHA in Schöneberg endete die Tour mit einer Rede des Berliner Antigewaltprojektes L-Support.


(Bild: Jeja Klein)

Die Rednerin machte dabei darauf aufmerksam, dass in Berlin zuletzt der Etat für die Projekte, Beratungen und Initiativen der queeren Community gekürzt worden war.

Das passe jedoch nicht zu steigenden Zahlen bei den Gewaltvorfällen gegenüber LGBTI sowieo dazu, dass sich Berlin erst im vergangenen Herbst selbst als "Regenbogenhauptstadt" ausgerufen hatte (queer.de berichtete). Auch L-Support sei in der Anti-Gewalt-Arbeit von den Kürzungen betroffen.

Mehrfach wurden die vorwiegend lesbischen Radler*innen von am Rande stehenden Männern und Jugendlichen beschimpft und auch bedroht. Davon haben sich die Teilnehmenden allerdings nicht die gute Laune bei nur manchmal von Wolken verdecktem, frühabendlichem Sonnenschein nehmen lassen.


(Bild: Jeja Klein)

Am Abend wurde außerdem der Berliner Preis für lesbische* Sichtbarkeit an Saideh Saadat-Lendle verliehen (queer.de berichtete). Zum Tag der Lesbischen Sichtbarkeit fanden in Deutschland vor allem Sichtbarkeitskampagnen über soziale Medien statt.

Die LSU-Frau Petra Többe forderte, dass es für lesbische Opfer von diskriminierenden Sorgerechtsentziehungen und Scheidungsverfahren eine offizielle Entschuldigung sowie Wiedergutmachungen geben müsse (queer.de berichtete).

Weitere Bilder der Radtour sind in unserer Galerie abrufbar.