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Statistisches Bundesamt
2,4 Prozent der Eheschließungen gleichgeschlechtlich
2021 haben in der Bundesrepublik so wenige Menschen die Ehe geschlossen wie noch nie. Überdurchschnittlich war der Rückgang der gleichgeschlechtlichen Ehen.

Weniger gleichgeschlechtliche Paare gehen ins Standesamt, bevor sie sich im Bett vergnügen (Bild: freepik.com)
- 28. April 2022, 07:00h 2 Min.
Im vergangenen Jahr haben 349.000 verschiedengeschlechtliche und 8.700 gleichgeschlechtliche Paare geheiratet. Das teilte das Statistische Bundesamt Wiesbaden am Donnerstag mit. Der Anteil der schwulen und lesbischen Hochzeiten lag damit bei 2,4 Prozent aller Eheschließungen.
Wie die Wiesbadener Behörde weiter mitteilte, habe die Zahl aller Eheschließungen einen neuen historischen Tiefststand erreicht: 2021 seien 4,2 Prozent weniger Ehen geschlossen worden als im ersten Corona-Jahr 2020. Weniger Eheschließungen wurden auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik lediglich während des Ersten Weltkriegs in den Jahren 1915 bis 1918 registriert (für 1944 und 1945 liegen keine Zahlen vor). Besonders stark sei der Rückgang der Eheschließungen in den neuen Bundesländern gewesen – Grund dafür sei hauptsächlich, dass dort immer weniger Menschen in einem Alter lebten, in dem normalerweise geheiratet werde.
Die Zahl der gleichgeschlechtlichen Eheschließungen ist überdurchschnittlich gesunken. 2020 hatten sich noch 9.900 schwule oder lesbische Paare das Ja-Wort gegeben (gegenüber 349.000 heterosexuellen Paaren). Der Anteil gleichgeschlechtlicher Hochzeiten hatte damit im ersten Corona-Jahr noch bei 2,7 Prozent gelegen – und damit 0,3 Prozentpunkte über dem Wert von 2021.
Zahl der Umwandlungen stark rückläufig
Bei 900 der 8.700 gleichgeschlechtlichen Eheschließungen habe es sich um Umwandlungen von eingetragenen Lebenspartnerschaften in Ehen gehandelt. 2020 waren es noch 1.500. Der Hintergrund: Eingetragene Lebenspartnerschaften waren zwischen 2001 und Oktober 2017 möglich. Sie enthielten weniger Rechte, aber praktisch alle Pflichten einer Ehe. Dieses Rechtsinstitut wird heute als diskriminierend angesehen, verpartnerte Menschen können ihre Lebenspartnerschaft daher kostenlos in eine Ehe umwandeln. Das Schließen neuer Lebenspartnerschaften ist seit der Ehe-Öffnung nicht mehr möglich.
Die Statistik-Behörde erklärte auch, dass 2021 in Deutschland so viele Kinder zur Welt kamen wie seit 1997 nicht mehr. Insgesamt seien 795.500 Geburten registriert worden. Besonders stark sei die Zunahme der dritten Kinder gewesen (also von Müttern, die zuvor zwei Mal ein Kind zur Welt gebracht hatten). (dk)















Gehen oder gingen je gleichgeschlechtliche Paare erst zum Standesamt und dann ins Bett?!
Nach 30 Jahren wilder Ehe haben mein Freund und ich dann in 21 doch noch den Weg zum Standesamt gefunden.
Zugegeben, meine Schuld.
Mir war das mit der Ehe eigentlich immer zu bürgerlich und zu hetero-like.
Unbezahlbar romantisch war dann die Taube, die sich ganz ohne Einladung auf den Baum hinter der Standesbeamtin gesetzt hat und zum Fenster reingeguckt hat während wir uns das Ja-Wort gegeben haben.
Da war dann sogar mir klar, allet jut so.