Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?41905

Produzentin macht Hoffnung

"It's a Sin": Gibt es eine Fortsetzung?

Die Miniserie "It's a Sin" wurde von Kritik und Publikum mit Jubelstürmen aufgenommen. Jetzt hat Autor Russell T. Davies offenbar eine Idee, wie die Geschichte weitererzählt werden kann.


Millionen verfolgten die Abenteuer von Ritchie (Olly Alexander) in "It's a Sin" (Bild: Channel 4)

Es gibt Hoffnung auf mehr Folgen der schwulen Starzplay-Serie "It's a Sin": Nicola Shindler, die ausführende Produzentin hinter dem Fünfteiler aus England, erklärte letzte Woche, dass Autor Russell T. Davies ("Queer as Folk", "Torchwood") schon eine Idee für eine Fortsetzung habe. Anstatt über HIV/Aids soll es aber um ein anderes Thema gehen.

"Es gab eine Zeit, als die Presse viel über junge Burschen berichtet hat, die dazu gebracht wurden, online zu onanieren", erklärte Shindler bei einer Gesprächsrunde. Die Teenager seien dann gefilmt und mit den Videos erpresst worden. Davies habe diese Entwicklung beunruhigt. "Es klingt, als gebe es hier keinen Zusammenhang [mit 'It's a Sin'], aber er hat sich gedacht: 'Was, wenn wir ins Heute springen können und Jill und Roscoe versuchen, die Leute, die dafür verantwortlich sind, zu stoppen?'" Jill (Lydia West) und Roscoe (Omari Douglas) waren zwei der Hauptfiguren in "It's a Sin".

Hochgelobtes Achtzigerjahre-Drama

Die erste Staffel der Serie erzählte in fünf Teilen die Geschichte von drei jungen schwulen Männern im London der Achtzigerjahre: Ritchie (dargestellt von "Years & Years"-Sänger Olly Alexander), Roscoe und Colin leben zusammen mit ihrer besten Freundin Jill in einer WG. Die von offen schwulen Männern gespielten Hauptfiguren hören zunächst nur entfernt von einem neuartigen Virus aus den USA – als sich HIV aber auch in England verbreitet, verändert sich ihr Leben.

In "It's a Sin" spielen auch die schwulen Schauspielveteranen Stephen Fry und Neil Patrick Harris in kleineren Rollen mit. Die Serie war weltweit hochgelobt worden. Bei den britischen Fernsehpreisen führt "It's a Sin" die Nominierungsliste an (queer.de berichtete). Die Bafta TV Awards werden am Sonntag vergeben.

"It's a Sin" sollte Prequel zu "Queer as Folk" werden

Produzentin Shindler verriet außerdem, dass im Vorfeld der Dreharbeiten zu "It's a Sin" darüber diskutiert worden sei, ob die Miniserie ein Prequel für "Queer as Folk" werden sollte. Am Ende habe man sich aber dagegen entschieden. Dennoch zeigten beide Produktionen – ebenso wie der inoffizielle "Queer as Folk"-Nachfolger "Cucumber" – "schwule Männer an einem Punkt in ihrem Leben, in dem die Entwicklung der Geschichte auf sie einwirkt". Das führte etwa dazu, dass bei dem in den Achtzigerjahren spielenden "It's a Sin" HIV das alles bestimmende Thema ist – bei "Queer as Folk", das Ende der Neunzigerjahre spielt, kommt es hingegen gar nicht vor.

Shindler arbeitet derzeit – wie auch Autor Russell T. Davies – an einer Neuauflage von "Queer as Folk" für den amerikanischen Streamingdienst Peacock. Die Serie soll in New Orleans spielen und vielfältiger als das Original (1999-2000) und der erste amerikanische Ableger (2000-2005) sein. Auch Kim Cattrall (Samantha aus "Sex and the City") spielt in der neuen Reihe mit (queer.de berichtete). (dk)



#1 PeerAnonym
  • 04.05.2022, 14:31h
  • "[...] bei dem in den Achtzigerjahren spielenden "It's a Sin" HIV das alles bestimmende Thema ist bei "Queer as Folk", das Ende der Neunzigerjahre spielt, kommt es hingegen gar nicht vor."

    Selbstverständlich kommt auch bei Queer as folk das Thema HIV vor. Eine der Hauptfiguren ist sogar HIV-positiv. Es ist nur nicht das Hauptthema.
  • Antworten » | Direktlink »