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Polizeibericht

Berlin-Neukölln: Vier Männer verprügeln trans Frau und Begleiter

Am Montagabend kam es in Berlin-Neukölln erneut zu transfeindlicher Gewalt: Eine 21-jährige trans Frau und ein 35-jähriger Freund wurden gegen 20 Uhr in der Sonnenallee erst beleidigt, dann attackiert.


Symbolbild: In Berlin meldet die Polizei immer wieder queerfeindliche Gewalt (Bild: Polizei Berlin / Youtube)

Am Montagabend alarmierten eine trans Frau und ihr Begleiter in Berlin-Neukölln die Polizei, nachdem vier unbekannt gebliebene Tatverdächtige die beiden verbal und körperlich angegriffen haben sollen. Das meldete die Polizei der Hauptstadt am Dienstagnachmittag.

Nach Aussagen der Betroffenen waren die 21-Jährige und ihr 35-jähriger Begleiter gegen 20 Uhr in der Sonnenallee unterwegs, als sie von zwei Unbekannten beleidigt worden sein sollen. Das Duo habe dann die Angreifer zur Rede gestellt, woraufhin der 35 Jahre alte Mann mehrere Faustschläge ins Gesicht erhalten haben soll und zu Boden gegangen sei. Anschließend sollen die Tatverdächtigen der 21-Jährigen ebenfalls ins Gesicht geschlagen und sie von hinten in den Rücken getreten haben.

Im weiteren Verlauf sollen sich zwei weitere Männer dem Tatgeschehen angeschlossen und die trans Frau und ihre Begleitung körperlich attackiert haben. Die Gruppe sei dann in unbekannte Richtung geflüchtet. Alarmierte Rettungskräfte brachten die beiden Angegriffenen mit Kopfverletzungen zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Bei dem Angriff sollen des Weiteren das Display des Mobiltelefons sowie die Handtasche der Geschädigten beschädigt worden sein. Die weiteren Ermittlungen hat – wie bei Hasskriminalität üblich – der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes übernommen. Nähere Angaben zu den Angreifern wurden im Polizeibericht nicht gemacht.

Immer wieder queerfeindliche Gewalt in Neukölln

Aus dem Bezirk Neukölln wird vergleichweise häufig queerfeindliche Gewalt gemeldet. Im vergangenen Monat wurde etwa eine trans Person am Hermannplatz bewusstlos geschlagen (queer.de berichtete). Im März wiederum wollten Jugendliche einen schwulen Mann in der Karl-Marx-Straße vor ein fahrendes Auto schubsen (queer.de berichtete).

Die Berliner Polizei macht mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt in ihren Berichten publik und meldet diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner für LGBTI. (pm/cw)



#1 Sven100Anonym
  • 04.05.2022, 10:19h
  • "Das Duo habe dann die Angreifer zur Rede gestellt,"

    "Zur Rede stellen" ist zwar richtig, aber nicht auf der Sonnenallee...
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#2 UrberlinerAnonym
  • 04.05.2022, 10:24h
  • Neukölln, wo LBGT*Q einfach mal so verprügelt oder in den fließenden Verkehr geschubst werden und auf Pro-Palästina-Demos antisemitsche Parolen gegrölt werden.
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#3 QueernessAnonym
  • 05.05.2022, 11:12h
  • Neukölln, vor allem die Gegend Sonnenallee, Hermannplatz und der in der Nähe befindliche Park, sind keine guten Orte für LGBTQ+ - Menschen.
    Ich weiß nicht, was die Ursachen sind, vermute jedoch, dass es etwas damit zu tun hat, welches Bild diese Täter von Frauen und Männer haben, also auch von sich selbst.
    Polizeipräsenz würde nichts bringen, sondern eher Aufklärung in Schulen und Jugendtreffs, sowie Sozialstunden der Täter in queeren Einrichtungen. Vielleicht begreifen diese Täter dann?
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#4 Hirn vom HimmelAnonym
  • 05.05.2022, 11:20h
  • Antwort auf #3 von Queerness
  • Sozialstunden in queeren Einrichtungen? Du willst es den Opfern dieser Leute zumuten, mit ihnen zusammenarbeiten zu müssen? Das ist entweder unverschämt von dir oder dümmlich-naiv-ideologisch!
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#5 ClevernessAnonym
#6 LarissaAnonym
  • 05.05.2022, 11:25h
  • Antwort auf #3 von Queerness
  • Aufklärung ist nötig, muss aber auch im Elternhaus beginnen, auch muss es empfindliche Strafen für Hasskriminalität geben, und nicht nur ein "Du du du, mach das bitte nicht wieder" Eine empfindliche Geldstrafe, und Soyialarbeit in LGBTQ+ Vereinen oder Institutionen, unter strengen Auflagen
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#7 WadimAnonym
  • 06.05.2022, 18:33h
  • Antwort auf #6 von Larissa
  • "Aufklärung ist nötig, muss aber auch im Elternhaus beginnen " - wie naiv.
    Aufklärung hat eben in ihren Elternhäuser begonnen. In dem dass das Thema Sex tabu war, aber das archaische Bild von Mann und Verteufelung von Homosexualität vorgelebt und vermittelt wurden.

    Nach jeder Tat wird hier immer wieder die Notwendigkeit der Aufklärung in den Kindereinrichtungen Schulen, Sprachkursen und Berufsschulen sowie in den Lehramt-Studien geredet.
    Trotzdem meisten Erzieher sowie Lehrer vermeiden jegliche Thematisierung, u.a. auch aus Angst vor Angebrachten Eltern (das weiß ich aus eigener Erfahrung als Pädagoge in den Grundschulen).

    Die Programmen der Regierungen gegen Homophobie bleiben auf dem Papier.
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#8 QueernessAnonym
  • 08.05.2022, 06:53h
  • Antwort auf #5 von Cleverness
  • Ganz einfach, weil niemand voraussehen kann, wann Täter und Opfer sich begegnen, und zudem für das Gelände mehr als zwei Cops nötig wären.
    Bezüglich meines Vorschlags von Sozialstunden: Wie will man Vorurteilen sonst begegnen?
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