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Katholische Kirche

Queere Kritik an Aktion #liebegewinnt

Der schwule Münchner Priester Wolfgang Rothe will am 10. Mai – anders als 2021 – keine homosexuellen Paare segnen. Er befürchtet, dass der Kampf gegen Homofeindlichkeit in der Kirche zum "Ritual" wird.


Wolfgang Rothe ist katholischer Priester sowie Doktor der Theologie und des Kirchenrechts (Bild: Droemer)

Anders als vor einem Jahr will der schwule Münchner Pfarrer und Aktivist Wolfgang Rothe bei der Aktion #liebegewinnt in diesem Jahr keine gleichgeschlechtlichen Paare segnen. "Im vergangenen Jahr war sie ein starkes Zeichen gegen das kurz zuvor vom Vatikan erlassene Verbot solcher Segensfeiern", teilte er am Sonntag mit. Die Aktion sei ein Aufbegehren, ein "Jetzt erst recht!" gewesen – durch ihre Wiederholung würde ihr genau dieser Charakter genommen, befürchtete der Pfarrer. "Sie würde zum Ritual".

Ein weiterer, rein pragmatischer Grund sei, dass er in München und Umgebung keine Kirche für einen solchen Gottesdienst gefunden habe. "Alle diesbezüglichen Anfragen blieben entweder unbeantwortet oder wurden abgelehnt", teilte der Herausgeber des Buches "Gewollt. Geliebt. Gesegnet. Queer-Sein in der katholischen Kirche" mit.

Rothe sieht bei Kirche Gefahr des Aussitzens

Rothe hatte im vergangenen Jahr – wie auch viele andere katholische Priester überall in Deutschland – in München mehrere gleichgeschlechtliche Paare gesegnet. Die Aktion war ein orchestrierter Protest gegen das zuvor von der Glaubenskongregation im Vatikan ausgesprochene kategorische Verbot, homosexuelle Paare zu segnen. In diesem Jahr sind Aktionen rund um den 10. Mai geplant (queer.de berichtete).

Rothe betonte, Teilnehmer*innen der Aktion in diesem Jahr nicht kritisieren zu wollen. Er fürchtet aber um die Effektivität einer Aktion, sollte sie zu einem Ritual verkommen: "Das vatikanische Segensverbot könnte bestehen bleiben, die homophoben Passagen im Katechismus der katholischen Kirche müssten nicht umgeschrieben werden", teilte er mit. "Das System hat Erfahrung damit, Widersprüche nicht auszuräumen, sondern auszusitzen." Abseits der Aktion werde er selbstverständlich weiter lesbische und schwule Paare segnen. (cw/dpa)



#1 nichtbinärePersonAnonym
  • 09.05.2022, 06:29h
  • Perfide Logik - business as usual bei der RKK.

    ""Das System hat Erfahrung damit, Widersprüche nicht auszuräumen, sondern auszusitzen."" - die Lösung: nicht protestieren.

    Leute, entzieht dieser heuchlerischen Unterdrückerorganisation die Geschäftsgrundlage!

    www.kirchenaustritt.de/
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#2 AtreusProfil
  • 09.05.2022, 11:13hSÜW
  • Hier spricht ein Mann, der Bücher mit dem Titel "Missbrauchte Kirche" veröffentlicht und verkauft, also derjenigen Kirche, der er angehört und die ihrerseits Kindervergewaltigungen fördert, zulässt, deckt und verschleiert, Täter neuen Ooferquellen zuführt und die Opfer vor Gericht fragen lässt, ob sie denn Lust dabei verspürt hätten.
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#3 fürstengewinnenAnonym
  • 09.05.2022, 11:58h
  • es ist mir ein rätsel, wie vor allem schwule christen sich noch im spiegel ansehen können. mit selbstachtung und ethischem kompass hat die mitgliedschaft in diesem menschenrechtsverachtenden club jedenfalls nichts zu tun.

    www.kirchenaustritt.de
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