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Kommentare zu:
Irritationen über Madonnas Unterstützung für Trans-Hasser


#1 LothiAnonym
  • 09.05.2022, 13:14h
  • Madonna ist doch längst vollkommen Ga ga. Diese Frau kann ich nicht einmal ansatzweise ernst nehmen. Wer immer noch daran festhält sie sei eine Ikone unserer Community, irrt sich aber gewaltig. Sie war und ist für mich schon immer ein Geldgeiles Luder gewesen. Nicht mehr u.nicht weniger.
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#2 YingelYangelAnonym
  • 09.05.2022, 14:59h
  • Das ist vermtluch am besten damit zu erklären, dass Madonna seit Langem bereits in esoterischem Gedöns versumpft ist und das klare Denken aufgegeben hat. Manche Leute kommen mit ihrem Alterungsprozess halt nicht zurecht.
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#3 PetterAnonym
  • 09.05.2022, 16:10h
  • Naja, Madonna fällt ja schon seit längerem damit auf, dass sie musikalisch nichts mehr landen kann und dann versucht, sich anders ins Gespräch zu bringen.

    Die kommt offenbar nicht damit klar, dass ihre große Zeit vorbei ist...

    Schade, dass sie jetzt ihr künstlerisches und soziales Erbe so kaputt macht.
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#4 Joe*Anonym
  • 09.05.2022, 16:33h
  • Ich versteh eh nicht, warum Madonna als "queere Ikone" gefeiert wird. Es waren von Anfang an schwule Cis Jungs die sie feierten, alle anderen Teile der community hatten eigentlich nie irgendwas mit ihr zu tun. Das ist ja an sich überhaupt kein Problem, macht eine jetzt aber eben auch nicht zum ally oder sonstewas. Können wir sie jetzt endlich canceln bitte? Geht mir schon seit 15 Jahren nur noch auf den Senkel
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#5 AlexAnonym
  • 09.05.2022, 16:44h
  • Vor seeeeehr vielen Jahren, als Madonna noch richtig berühmt war, gab sie der MTV-Moderatorin (sagte ich schon, dass es seeeeehr lange her ist?) Charlotte Roche ein Interview. Roche berichtete hinterher davon, wie Madonna Angestellte im Feldwebelton herumscheuchte, als die Kamera noch nicht lief, und mit welcher Arroganz sie Roche während des Interviews als inkompetentes Provinzhuhn abkanzelte. Letzteres konnte man sich selbst anschauen.

    Legendär auch das Interview mit Roger Willemsen, in dem Madonna Argentinien nach Europe verlegte (oder umgekehrt).

    Vielleicht war Madonna einfach noch nie ein besonders netter oder kluger Mensch.
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#6 LothiAnonym
#7 ditoAnonym
  • 09.05.2022, 17:40h
  • Antwort auf #4 von Joe*
  • stimme Dir zu, sie war eher eine schwulen Ikone. Hat sich aber schon in der Doku "Truth or Dare" eher der Schwulen und HIV-Positiven als Mittel bedient und hat sie dort quasi geoutet, um Quote zu erzielen.
    Man bleibt nicht so lange im Business, wenn man nicht knallhart ist. Seitdem sich Community von gay zu queer weiterentwickelt hat, ist Madonna ja eh nicht mehr so angesagt.
    Hat ja eher Retro Charme, mit all seinen Nachteile (weisse, alte, frau).
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#8 KenshiroProfil
  • 09.05.2022, 17:47hBerlin
  • Madonna ist doch er von den Mainstream Medien zu einer schwulen Ikone gemacht worden, so jedenfalls immer mein Eindruck. Für mich persönlich war sie immer ein mäßig talentierter David Bowie-Abklatsch.
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#9 BowieAnonym
#10 LothiAnonym
#11 DQ24Anonym
  • 09.05.2022, 18:06h
  • Das Problem vieler Deutscher/Europäer ist, dass sie das angelsächsische, sprich amerikanische Denksystem der freien Meinungsäußerung nicht verstehen. In den USA darf ein Nazi sagen, was er über andere denkt, was er sich wünscht, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. In Deutschland stände er längst vor dem Kadi.
    Das Recht auf freie Meinungsäußerung, auch der von der Norm abweichender Meinungen, ist in den USA durch die Verfassung geschützt (1. Verfassungszusatz. Für mehr Infos:
    de.wikipedia.org/wiki/1._Zusatzartikel_zur_Verfassung_der_Ve
    reinigten_Staaten


    Darum wurde Trump auch nicht wegen seiner Rede am 6. Januar verhaftet oder verurteilt, obwohl seine Rede einem versuchten Staatsstreich sehr nahe kam.
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#12 KopfschüttelAnonym
#13 AyidaProfil
  • 09.05.2022, 18:29hHessen
  • Antwort auf #4 von Joe*
  • Genau! Das mit den "gay icons" (aka heterosexuelle weibliche Stars, die von Schwulen angehimmelt werden) habe ich sowieso nie komplett verstanden. Klar, manche unterstützen die queere Community und haben ehrenwerte Motive, die meine ich nicht. Aber seien wir ehrlich, viele machen es nur performativ. Das ist nicht schlimm, aber sie haben den Titel "gay Icon" nicht verdient. Eine große schwule Fangemeinde zu haben, macht einen nicht zum gay icon.
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#14 Ith_Anonym
  • 09.05.2022, 18:48h
  • Ist doch kein Widerspruch. LGB Alliance sind _wirklich_ homo- und bisexuelle Leute. Die tun nicht nur so. Die sind schon sehr echt gay.
    Und sehr echte Trans-Hasser*innen.
    Das hat sich noch nie gegenseitig ausgeschlossen. Wieso soll das bei den Allies anders sein als bei den Leuten selbst.
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#15 Ith_Anonym
  • 09.05.2022, 19:11h
  • Antwort auf #13 von Ayida
  • "Das ist nicht schlimm, aber sie haben den Titel "gay Icon" nicht verdient. Eine große schwule Fangemeinde zu haben, macht einen nicht zum gay icon."

    Nix für ungut, aber das hat niemand von außerhalb zu entscheiden, auch du nicht. Ich raff nicht, wieso man das nicht einfach nebeneinander stehen lassen kann. Die cis-schwule Szene existiert halt, und sie sucht sich ihre Held*innen und Ikonen hübsch selbst aus.

    Der Teil der cis-schwulen Szene, der sich pro Rechte für trans*-Personen ausspricht, müsste sich an der Stelle ehrlich betrachtet überlegen, ob man sich nicht vielleicht mal bewusst und aktiv mit dieser sehr real existierenden Spaltung auseinandersetzt. Es ist halt nicht hilfreich, die Dinge unter den Teppich zu kehren und zur Seite zu wischen, weil es nicht in den Kram passt, dass sie so sind.

    Leute können sehr gut eine cis-schwule Ikone sein, ohne dass das irgendwer verstehen braucht, für den die Person keine Ikone ist. Die entscheidende Frage für mich ist an der Stelle: Hat irgendjemand ein Interesse daran, einen Raum so zu schaffen, dass der für mich sicher wird, aka dass ich mit 100%igem Rückhalt rechnen kann, wenn das Thema aufkommt und ich es ggf. mit wem zu tun bekomme, der*die für Team Chapelle + Supporter Verständnis äußert. Und zwar ohne komisches Drumherumdiskutieren, ob jemand es jetzt verdient habe, Ikone genannt zu werden, sondern konkret zu der Frage, wie okay Leute sind, die sich pro Transfeindlichkeit positionieren.
    Es ist absolut nicht nötig, hier Strohmänner aufzubauen. Wenn man Transfeindlichkeit problematisch findet, dann bitte auch bei Personen, die Ansehen genießen und sich seit 40 Jahren für die Szene aufopfern (das meint jetzt nicht bloß Popstars, sondern ggf. auch LSVD-Mitglieder und Leiter*innen von Aidshilfen).
    Der korrekte modus operandi angesichts Diskriminierung lautet, die Person für ebendiese Diskriminierung zu kritisieren, statt mit der subjektiven Frage nach dem eigenen Fanstatus einen Nebenschauplatz aufzumachen.
    Wer gegen Transfeindlichkeit ist, kann das schlicht und ergreifend klarstellen, wenn er*sie sich das traut. Da weiß _ich_ als Betroffene*r dann wenigstens, woran ich bin. Aber nicht bloß ich, sondern auch die Gegenseite. Das will man vielleicht ja lieber nicht. Und das ist das Problem.
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#16 Ith_Anonym
  • 09.05.2022, 19:20h
  • Antwort auf #11 von DQ24
  • "Das Problem vieler Deutscher/Europäer ist, dass sie das angelsächsische, sprich amerikanische Denksystem der freien Meinungsäußerung nicht verstehen. In den USA darf ein Nazi sagen, was er über andere denkt, was er sich wünscht, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen."

    Tja, und das Problem von dir und anderen Leuten, die dieser Dauerschleife-Hinweise nicht müde werden, ist, dass sie gern mal vergessen, dass dieses Recht auf Meinungsfreiheit lediglich bedeutet, dass der _Staat_ Leute für deren Meinung nicht einsperren oder sonstwie sanktionieren darf. Einen Anspruch darauf, dass niemand dich scheiße finden, niemand dich Nazi oder TERF nennen oder deine Konzerte canceln darf, wenn du von diesem Recht Gebrauch machst, umfasst es mitnichten. Kleiner, aber feiner Unterschied.
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#17 LorenProfil
  • 09.05.2022, 20:01hGreifswald
  • Wenn Madonna diesen Comedy-Hetzer tatsächlich als "den nächsten James Baldwin" gewürdigt hat, so zeigt mir das, dass sie offenbar nicht nur mit ihrem schiefen Live-Gesang Probleme hat, sondern auch im Oberstübchen manches nicht stimmt. James Baldwin muss diesen unerhört dummen Vergleich glücklicherweise nicht mehr kommentieren. Er wird m.E. noch als bedeutender US-Amerikaner gefeiert werden, wenn Mr. Chappelle längst keine Schlagzeile mehr Wert ist. Madonna ist offensichtlich nicht nur künstlerisch im Niedergang begriffen. Als Mitglied im "Team Chappelle" ist man geistig bereits unten angekommen.
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#18 LorenProfil
  • 09.05.2022, 20:28hGreifswald
  • Antwort auf #10 von Lothi
  • Mir bleibt unvergessen, wie er just zu der Zeit, als AIDS Anfang der 80er als "Schwulenkrankheit" beschrieben wurde, in einem Magazininterview sagte, es sei sein größter Fehler gewesen, sich öffentlich als bisexuell bezeichnet zu haben. Von da an war er der straight white man, der nur noch Aliens und andere sexuell nicht deutbare Kunstfiguren performierte. Das war damals eine Riesenenttäuschuung für mich, und es hat sehr lange gedauert, bis ich mir mal wieder was von ihm anhören wollte. Heute höre ich öfter seine Songs, v.a. die aus seiner Anfangszeit (1969/70/71) und die aus seinen letzten Jahren. "Quicksand" (1971) finde ich textlich sehr interessant und "Blackstar" und "Lazarus" (beide 2015) finde ich inkl. der Videos einfach atemberaubend.

    Bei der "Team Chappelle"-Chanteuse wird es wohl auch ein Weilchen dauern, bis ich mir wieder ein paar ihrer "alten" Lieder anhören möchte (wobei die m.E. qualitätiv nicht mit der Mehrzahl der Bowie-Songs mithalten können, die textlich und konzeptionell mehr Tiefgang haben als der Madonna-Pop).
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#19 mmmmAnonym
  • 09.05.2022, 20:31h
  • Es gibt's so viele LGBT+ Musiker und wir immer noch die heten unterstützen. Wir brauchen mehr LGBT+ stimmen in Musik industrie. Wir haben nur Troy Sivan und Lil Nas X im Fernsehen. Da gibt es noch so viel mehr. Serpenwithfeet, Delli Boe, Kidd Kenn, Mista Strange, Aaron Thomas, Punk Adams, Drebae, Furillostar, Wuhryn Dumas, J.Scott, Saucy Santana, Sevndeep, Avery Wilson, Davy Boi, Roy Kinsey, A.Vian, Kaytranada, Theo Tams, GodIsMikey, Troy Garrick, Jay Saint, Trent Park, Blush Wilson, Madino Green, ZednRay, JeRonelle, Eddy de Pretto, Titica, Black Fairy, Carterthebandit, Ryan Beatty... Das ist nur kleine Liste als Beispiel. Warum auf queere Seite mehr über Madonna, Gaga und Kylie zu lesen ist, als über unsere Artists? Wer wird über die schreiben, wer wird sie promoten? Wer will sie hören?
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#20 LothiAnonym
#21 LothiAnonym
  • 09.05.2022, 20:56h
  • Antwort auf #18 von Loren
  • Auch hier stimme ich Dir in vollem Umfang zu. D.Bowie ist für mich schon immer eine Kunstfigur gewesen. Als ich ihn aus der Nähe betrachten durfte im Anderen Ufer Café wo er ein Tisch weiter saß, sah ich auch wieder nur eine Kunstfigur. Ich kenne dieses Interview nicht und weiß nicht was er tatsächlich damit bezwecken wollte, aber eins weiß ich mit ziemlicher Sicherheit, Bowie war zeitlebens nie homophob.
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#22 LorenProfil
#23 LorenProfil
  • 09.05.2022, 21:38hGreifswald
  • Antwort auf #19 von mmmm
  • Als "alter, schwuler Sack" aus dem Club 60+ möchte ich noch ergänzen, dass Marc Almond mit Soft Cell gerade ein neues Album veröffentlicht hat und Boy George (ja, tatsächlich, der) sowohl auf seinem youtube-Kanal als auch bei den anderen Online-Anbietern in den letzten Jahren stetig neue Songs veröffentlicht ("Swoon" ud "Drive" kann ich täglich hören). Das olle Karma Chameleon scheint nach einigen Eskapaden wieder besser drauf zu sein:

    www.youtube.com/watch?v=eJt_252aWS4

    "Don't let no one tell you who you are" - that's the message for today. Take it, Team Chappelle!
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#24 HaoloAnonym
  • 09.05.2022, 22:02h
  • Madonna war schon immer eine oberflächliche, ich-bezogene, harte und kalte Egomanin.

    Sonst hätte sie es in so kurzer Zeit auch nicht nach ganz oben geschafft.

    Ich glaube, die hat schon viele enttäuscht.
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#25 mmmmAnonym
  • 09.05.2022, 22:12h
  • Antwort auf #23 von Loren
  • Auch Darren Hayes von Savage Garden hat vor kurzem einen Album veröffentlich. Auch wenn das alles nicht so mein Ding ist, wurde ich mir wünschen, dass man hier mehr LGBT+ Artist promotet. Jessica Betts hat heute neues Video veröffentlicht. Nemo hat sich als Pansexual geoutet. SZA hat sich geoutet. Tayla Parx hat neuen Song Rich. Und Mista Strange album Strange Faces ist amazing.
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#26 canSarahAnonym
  • 09.05.2022, 22:17h
  • Tja, nicht alle Held*innen, die für cis Schwule allies sind, sind auch für trans Leute Held*innen. Gibt auch Leute, denen es unfassbar schwerfällt, trans Leute die gleiche Würde wie bei cis Schwulen und Lesben einzuräumen. Deshalb hab ich Angst vor LGBT Safespaces.
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#27 MimimomoAnonym
#28 canSarahAnonym
  • 09.05.2022, 23:38h
  • Antwort auf #26 von canSarah
  • Pers. Erfahrung:
    Entweder gibt es Leute, die mit ihren engen und kruden Ansichten meinen,nicht "trans enough" trans Leute auszuschliessen.
    Dann gibt es Safespaces, die gleich behaupten "Wir richten uns nur an (junge) Schwule und Lesben" und gleich ältere und trans Leute ausschliessen. Nicht an allem, wo LGBT steht, sind auch alle LGBTs gleich willkommen. So ist es auch wie bei Musiker*innen, wie Madonna. Es fallen überall die Masken.
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#29 StaffelbergblickAnonym
  • 09.05.2022, 23:56h
  • Antwort auf #21 von Lothi
  • Bowie, Anderes Ufer. Ich denke es ist sinnvoll, sich auch in diese damalige Zeit zu versetzen. Bowie kam als Süchtiger nach Berlin. Es war die Zeit von GlamRock, Androgynität war so ein Stichwort. Dann seine "Beziehung" zu Romy Haag. Mir ist nicht bekannt, ob Bowie überhaupt jemals diese Phase später diskutiert hat, sprich seine sexuelle Orientierung. Vielleicht hat er zeitweise bisexuelle Bedürfnisse befriedigt. Es gibt ja dieses Gerücht, dass er die Stones in Frankreich besuchte, während die damals mit der Produktion von "Exile on Mainstreet" beschäftigt waren. Dabei soll es, so die Gerüchteküche, angeblich zwischen Mick Jagger und Bowie etwas gegeben haben. So what? Das Video "Dancing in the street" mit den beiden könnte ja auch hemmungslos zu Vermutungen führen. Bowie ruht in Frieden. Also sollten wir uns zurücklehnen und die Musik genießen ... was auch immer hinter den Kulissen geschah oder nicht. Und geht uns das überhaupt was an????
    Apropos Anderes Ufer ... ich hatte damals einige Häuser weiter gewohnt und war gelegentlich abends Gast. Und am Tresen Barry Graves mit Kaffee und Torte.
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#30 LothiAnonym
  • 10.05.2022, 07:39h
  • Antwort auf #28 von canSarah
  • Ich schrieb hier im Forum schon vor längerer Zeit darüber. Und deshalb mache ich es kurz. Meine Ansichten Transpersonen gegenüber werden immer die gleiche sein. Ihnen allen gehört mein Respekt und insbesondere ihren Mut, den Willen es auch öffentlich zu machen.
    Für mich gibt es kein wenn und aber. Sie gehören direkt in unsere Mitte.
    Meine letzte Begegnung mit einer Transfrau u.Mutter lies mir beinahe die Tränen kommen, so leid tat sie mir. Denn sie schaffte es nicht einmal in einer vertraut familiären Runde einen offen anzuschauen. Ich konnte regelrecht spüren wie ihr zumute war. Gerne hätte ich sie fest in meine Arme genommen um ihr ein wenig Trost zu schenken. Stattdessen saß ich wie versteinert da und brachte kein Wort aus mir heraus. Denn was hätte ich ihr schon sagen können. Dieser Gedanke läßt mich nicht mehr los.
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#31 LothiAnonym
#32 LothiAnonym
  • 10.05.2022, 07:59h
  • Antwort auf #29 von Staffelbergblick
  • Nicht zu vergessen, D.Bowie hat sehr gerne gemalt zu seiner Zeit in Berlin. Ging regelmäßig ins Brügge Museum um dort die großen Meister zu bestaunen.
    Das er seine letzte Frau sogar kirchlich getraut hat, zeigt nur wie wichtig es ihm doch war eine intakte Familie um sich zu haben.
    Was die Gerüchteküche anbelangt. Der Film Performance mit Mick Jagger zeigt auch ihn eher als bisexuell als den strammen Hetero. Aber es war auch eine ganz andere Zeit damals.
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#33 nichtbinärePersonAnonym
#34 PhoebeEulenbaerAnonym
  • 10.05.2022, 11:44h
  • Antwort auf #30 von Lothi
  • Vielleicht solltest du einfach das sagen, was dir auf dem Herzen liegt. Oft geht es nicht darum etwas schlaues zu sagen, sondern das Herz sprechen zu lassen.
    Guck mal, ich habe jetzt 6 Wochen Wahlkampf hinter mir und in dieser intensiven Zeit habe ich viel über Herzlichkeit gelernt. Es nicht nur um die wohl formulierten Aussagen, sondern auch um die kleinen Zwischentöne. Zum Beispiel wenn eine Spitzenkandidatin angespannt eine Rede hält und ich ihr ein Lächeln und einen Daumen hoch zeige, um sie zu unterstützen. Oder eine Wahlkampf Leiterin gedrückt wird und sagt "Du bist echt unermüdlich!". Und manchmal braucht sogar eine Bundesvorsitzende eine Umarmung.
    Und auf der anderen Seite gibt es dann den ganzen Bullshit. Da sitzt man, dann bei einem queeren Stammtisch und darf sich von trans Frauen, die sich erst im Rentenalter geoutet haben, anhören, dass das Selbstbestimmungsgesetz unsere Kinder trans macht und wer sich nicht operieren lässt, ist eh keine Frau. Mir vorwerfen, ich würde nichts über Diskriminierung wissen und ich würde mir Dinge ausdenken. Ich bin seit 20 Jahren out, ich habe genug Erfahrung mit sexuellen Übergriffen, Alltagsdiskriminierung und Diskriminierung im Job, da braucht sich niemand anmaßen, mir sagen zu wollen was ich erlebt habe. Sowas ist kein safe space, wenn 2 oder 3 Menschen entscheiden, wer trans genug ist, um dort sprechen zu dürfen.
    Oder wenn Menschen uns erklären wollen, dass wir die Frauenrechte abschaffen wollen, weil trans Frauen auf Listenplätzen für Frauen kanidieren.
    Und dann haben wir natürlich noch die ganzen Putin Fans, die erzählen uns, dass es in der Ukraine Menschenhandel und Zwangsprostitution gibt und deshalb muss Putin einmarschieren und seine Soldaten dürfen systematisch Frauen vergewaltigen. Frag mich nicht nach dem Sinn, diese Menschen haben sich komplett von Sinn und Verstand verabschiedet.
    Gefühlt wurde ich tausend Mal als Kriegstreiberin beschimpft.
    Das alles stehst du nur durch, wenn du mit dem Herzen dabei bist und andere es dir auch zeigen, dass sie genauso fühlen. Deshalb ist es nicht wichtig was du sagst oder tust, die Hauptsache ist es ist aufrichtig.
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#35 LothiAnonym
  • 10.05.2022, 13:29h
  • Antwort auf #34 von PhoebeEulenbaer
  • Danke für Deine sehr wohltuenden Worte.
    Wobei ich anmerken muß, wenn es darauf an kommt auf jemanden zuzugehen und sei es nur um diese Person zu umarmen, benötige ich ein wenig mehr wissen um die Person. Oder Anzeichen, das sie es auch zuläßt. Die Transfrau und Mutter eines sehr bezaubernden 9 jährigen Jungen sah ich gerade mal 10 Minuten. Sie kam in die Wohnung um den Jungen abzuholen. Sie war derart zurückhaltend, dass ich mir schon blöd dabei vorkam sie so offen auch nur anzustarren. All das lief innerhalb von Minuten ab. Wäre sie etwas länger dageblieben, hätte ich einen Weg gefunden mit ihr ins Gespräch zu kommen. Zudem waren noch andere im Raum versammelt. Wenn mir solche Situationen passieren, weiß ich leider immer erst hinterher was ich hätte richtig machen können.
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#36 PhoebeEulenbaerAnonym

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