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Voraussichtlich noch 2022

Dating-App Grindr will an die Börse

Das US-Unternehmen wird laut eigenen Angaben auf über zwei Milliarden Dollar bewertet und voraussichtlich 384 Millionen Dollar aus dem Börsengang einnehmen.


Die Dating-App Grindr ist seit 2009 auf dem Markt

Die Dating-Plattform Grindr für schwule und bisexuelle Männer will an die Börse. Das US-Unternehmen gab am Montag bekannt, dass es sich dafür mit einer speziellen Akquisitionsgesellschaft zusammengeschlossen hat. Das Unternehmen wird demnach auf 2,1 Milliarden Dollar (zwei Milliarden Euro) bewertet und voraussichtlich 384 Millionen Dollar aus dem Börsengang einnehmen. Mit dem Geld wolle Grindr "die Möglichkeiten, die es der LGBTQ+-Community bietet, weiter ausbauen", erklärte Unternehmenschef Jeff Bonforte.

Das 2009 gegründete Startup ist nach eigenen Angaben profitabel. Es bezeichnet sich selbst als "die weltweit größte Social-Networking-App für Schwule, Bi-, Trans- und Queer-Personen". Grindr hatte im vergangenen Jahr laut eigenen Angaben durchschnittlich 10,8 Millionen monatliche Nutzer, von denen die meisten 35 Jahre alt oder jünger sind.

Behördliche Genehmigung steht noch aus

Der Zusammenschluss von Grindr mit einer sogenannten Special Purpose Acquisition Company (SPAC) steht demnach noch unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigung und wird voraussichtlich in der zweiten Hälfte dieses Jahres vollzogen. SPACs werden gegründet, um von Investoren Geld einzusammeln und damit dann ein zuvor noch nicht bekanntes Unternehmen an die Börse zu bringen.

Grindr befand sich zuvor im Besitz der chinesischen Gruppe Beijing Kunlun Tech. Diese verkaufte die App im Jahr 2020 unter dem Druck der US-Behörden, die befürchteten, dass der mögliche Missbrauch der Daten ein Risiko für die nationale Sicherheit darstellen könnte, an Investoren (queer.de berichtete). Die Grindr-App verschwand Anfang des Jahres im Zuge einer vorgeblich dem Datenschutz dienenden Löschkampagne der chinesischen Internetbehörde aus mehreren App-Stores in China (queer.de berichtete).

Nachlässiger Umgang mit Userdaten

Erst in der vergangenen Woche berichtete das "Wall Street Journal", dass Grindr jahrelang private Nutzerdaten verkaufte (queer.de berichtete). Im Dezember hatte die norwegische Datenschutzbehörde gegen Grindr eine Verwaltungsstrafe in Höhe von umgerechnet 6,4 Millionen Euro wegen Verstoßes gegen Datenschutzbestimmungen verhängt (queer.de berichtete). Grindr legte dagegen Berufung ein.

Bereits 2018 hatte die deutsche Stiftung Warentest vor dem laschen Datenschutz bei Grindr gewarnt (queer.de berichtete). (cw/AFP)



#1 YomenAnonym
  • 10.05.2022, 08:23h
  • Meine Erfahrungen mit dieser App, die Attitude, das Geschäftsgebaren, der dortige Umgang miteinander - alles unangenehm.
    Man muss auch Romeo nicht mögen. Aber soziales miteinander ist dort möglich, wenn man will. Bei Grindr geht's um Konsum. In alle Richtungen.
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