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Warme Worte von Franziskus
Papst: Gott verleugnet auch seine queeren Kinder nicht
Obwohl der Vatikan weiter am Segnungsverbot für gleichgeschlechtliche Paare festhält, findet der Papst einige warme Worte für die LGBTI-Community.

Papst Franziskus behauptet, es gebe in seiner Kirche auch Platz für queere Menschen (Bild: ashwinv11 / unsplash)
- 10. Mai 2022, 09:42h 2 Min.
Papst Franziskus hat in einem am Montag veröffentlichten Mini-Interview für die katholisch-queere US-Organisation Outreach bekräftigt, dass Gott auch für queere Menschen da sei. Der 61-jährige liberale Theologe und Jesuitenpriester James Martin aus New York City hatte dem 85-jährigen Pontifex drei spanischsprachige Fragen über die Kirche und die LGBTI-Community gesendet, die der Papst handschriftlich beantwortete.
Der Chef der größten christlichen Kirche der Welt erklärte auf die Frage, was das wichtigste, was queere Menschen über Gott wissen sollten, sei: "Gott ist der Vater und er verleugnet keines seiner Kinder." Gottes "Stil", so der Papst weiter, seien "Nähe, Barmherzigkeit und Zärtlichkeit". "Auf diesem Weg werdet ihr Gott finden."
/ OutrchCatholicBreaking: Pope Francis @Pontifex sends message to LGBTQ Catholics in mini-interview with Outreach, answering three brief questions often posed by LGBTQ Catholics: "A 'selective' church, one of 'pure blood,' is not Holy Mother Church, but rather a sect." https://t.co/ejjjDkrPaw
Outreach (@OutrchCatholic) May 9, 2022
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Martin fragte außerdem, was der Kirchenchef einem queeren Katholiken sagen würde, die sich von der Kirche abgelehnt fühle. Daraufhin antwortete Franziskus, dass diese Menschen nicht von der Kirche abgelehnt würden, sondern von "Menschen in der Kirche". "Die Kirche ist eine Mutter und ruft alle ihre Kinder zusammen", so der Papst. "Nehmen Sie zum Beispiel das Gleichnis von den zum Festmahl Geladenen: 'die Gerechten und die Sünder, die Reichen und die Armen, usw.' Eine 'selektive' Kirche, eine 'reinblütige', ist nicht die Heilige Mutter Kirche, sondern eine Sekte."
Der Vatikan hatte vor einem Jahr mit der Bekräftigung seines Segnungsverbots für gleichgeschlechtliche Paare Empörung insbesondere unter deutschen Katholik*innen ausgelöst (queer.de berichtete). Viele hochrangige Vertreter*innen der deutschen Kirche, etwa Bischofskonferenz-Chef Georg Bätzing und ZdK-Chefin Irme Stetter-Karp, forderten eine Änderung der Praxis. In diesen Tagen finden zudem erneut viele Segnungsgottesdienste in deutschen Kirchen statt, die sich dem Verbot aus dem Vatikan widersetzen (queer.de berichtete).
Franziskus äußert sich zu queeren Menschen widersprüchlich. So bekräftigte er erst vor kurzem, dass die Kirche heiratende Homosexuelle niemals akzeptieren würde (queer.de berichtete). In der Vergangenheit wertete er Homosexualität auch als "Mode" herab (queer.de berichtete). Gleichzeitig gibt er sich oft sanft – etwa mit einer Aussage im Februar, dass homosexuelle Kinder nicht verurteilt werden sollten (queer.de berichtete). (dk)















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