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Warme Worte von Franziskus

Papst: Gott verleugnet auch seine queeren Kinder nicht

Obwohl der Vatikan weiter am Segnungsverbot für gleichgeschlechtliche Paare festhält, findet der Papst einige warme Worte für die LGBTI-Community.


Papst Franziskus behauptet, es gebe in seiner Kirche auch Platz für queere Menschen (Bild: ashwinv11 / unsplash)

Papst Franziskus hat in einem am Montag veröffentlichten Mini-Interview für die katholisch-queere US-Organisation Outreach bekräftigt, dass Gott auch für queere Menschen da sei. Der 61-jährige liberale Theologe und Jesuitenpriester James Martin aus New York City hatte dem 85-jährigen Pontifex drei spanischsprachige Fragen über die Kirche und die LGBTI-Community gesendet, die der Papst handschriftlich beantwortete.

Der Chef der größten christlichen Kirche der Welt erklärte auf die Frage, was das wichtigste, was queere Menschen über Gott wissen sollten, sei: "Gott ist der Vater und er verleugnet keines seiner Kinder." Gottes "Stil", so der Papst weiter, seien "Nähe, Barmherzigkeit und Zärtlichkeit". "Auf diesem Weg werdet ihr Gott finden."

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Martin fragte außerdem, was der Kirchenchef einem queeren Katholiken sagen würde, die sich von der Kirche abgelehnt fühle. Daraufhin antwortete Franziskus, dass diese Menschen nicht von der Kirche abgelehnt würden, sondern von "Menschen in der Kirche". "Die Kirche ist eine Mutter und ruft alle ihre Kinder zusammen", so der Papst. "Nehmen Sie zum Beispiel das Gleichnis von den zum Festmahl Geladenen: 'die Gerechten und die Sünder, die Reichen und die Armen, usw.' Eine 'selektive' Kirche, eine 'reinblütige', ist nicht die Heilige Mutter Kirche, sondern eine Sekte."

Der Vatikan hatte vor einem Jahr mit der Bekräftigung seines Segnungsverbots für gleichgeschlechtliche Paare Empörung insbesondere unter deutschen Katholik*innen ausgelöst (queer.de berichtete). Viele hochrangige Vertreter*innen der deutschen Kirche, etwa Bischofskonferenz-Chef Georg Bätzing und ZdK-Chefin Irme Stetter-Karp, forderten eine Änderung der Praxis. In diesen Tagen finden zudem erneut viele Segnungsgottesdienste in deutschen Kirchen statt, die sich dem Verbot aus dem Vatikan widersetzen (queer.de berichtete).

Franziskus äußert sich zu queeren Menschen widersprüchlich. So bekräftigte er erst vor kurzem, dass die Kirche heiratende Homosexuelle niemals akzeptieren würde (queer.de berichtete). In der Vergangenheit wertete er Homosexualität auch als "Mode" herab (queer.de berichtete). Gleichzeitig gibt er sich oft sanft – etwa mit einer Aussage im Februar, dass homosexuelle Kinder nicht verurteilt werden sollten (queer.de berichtete). (dk)



#1 Scheinheilige KircheAnonym
#2 PoPopeAnonym
  • 10.05.2022, 11:51h
  • Bitter erspart mir diesen armen, total durchgeknallten. Er lebt in einer eigenen Welt ... und aus der will ich keine "Top-Blabla-Messages" mehr hören.
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#3 TrekieAnonym
  • 10.05.2022, 12:05h
  • Der Papst und die Kirche mögen sich ihre "Warmen Worte" doch bitte gepflegt in den heiligen Stuhl stecken
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#4 Ungläubige*rAnonym
  • 10.05.2022, 12:20h
  • Der traurige gesellschaftliche Klassiker, den zuletzt auch der Herr Latzel bemühte: "Wir haben ja nichts gegen Schwule und so, wollen auch niemanden ausgrenzen, ABER...

    Bin gespannt, wann Bergoglio wieder einfällt, dass die Kirche heiratende LGBTQI* nie akzepieren werde.

    Bei ihm habe ich mittlerweile echt das Gefühl, dass das wie bei Smeagol und Gollum abläuft: Je nachdem, wer gerade "spricht", gibt's mal (kalkuliert) "warme Worte" oder wieder die grobe Kelle, wie vor Kurzem. Ernstnehmen kann ich diese Personen eh nicht (also Bergoglio, Ratzinger & Co., nicht Smeagol und Gollum).

    Zusatz:
    Schöner Versuch auch, die Kirche als von den Menschen (genauer: vom reaktionären "Führungspersonal") unabhängig zu verkaufen. Dass das Bullshit ist, müsste auch Herr Bergoglio wissen - aber man kann es ja versuchen, vielleicht fällt das eine oder andere Schäfchen ja darauf herein ("Ja, hat er recht, es sind ja immer nur einige wenige, die das machen - und die Kirche selbst ist ja bamherzig und so...").

    Dass "die Kirche(TM)" aber immer die Institution der führenden Perönlichkeiten ist, insbesondere wenn diese so wandlungsresistent und reaktionär sind wie in der RKK, das möchte man natürlich ungern in den Köpfen der Menschen wissen.
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#5 AtreusProfil
#6 Hirn vom HimmelAnonym
#7 Ith_Anonym
  • 10.05.2022, 14:31h
  • Ich finde das ja generell sehr anmaßend, wenn Menschen sich herausnehmen anderen Menschen erzählen zu wollen, wie Gott tickt. Besonders bei Monotheismus, wo sie mit Gott idR nicht irgendeine Nebengottheit meinen, sondern keine geringere Kraft als die der Schöpfungsgewalt hinter allem, was ist.

    Ich kann ja jetzt bloß von den Welten sprechen, die ich selbst erschaffen habe, aber drücken wir's mal so aus: Dinge, die ich so richtig scheiße finde, bekommen da einfach keinen Platz und Punkt. Für die Frage danach, ob man aus der Perspektive des Universums, in dem wir leben, existieren "darf" oder nicht, braucht man einfach nur zu schauen, was es alles gibt.

    Der nächste Punkt sind dann aber natürlich die Regeln, die Menschen sich gegenseitig dazu aufstellen, wie sie mit ihrer grundsätzlich okayen und erlaubten Existenz umgehen.
    Der alte Mann kann niemandem mehr dazu erzählen, wie sein Gott irgendetwas findet, als ich das kann. Aber was er halt sehr wohl kann, ist, den Anhängern des sozialen Verbands, dem er vorsteht, vorzuschreiben, welchen Wert sie anderen zu- oder abzusprechen haben. Und zwar weil ER das will. Als der Mensch, der er ist. Geprägt von den Werten, die andere Menschen ihm eingeimpft haben. Menschen, zu deren Wertesystem unter anderem die Überzeugung gehört, dass Menschen, die ohne Penis auf die Welt kommen, nicht im Namen Gottes sprechen und nichtmal Leute verheiraten, segnen etc. dürfen. Ein Wertesystem, in dem es total normal ist, gewaltsame Kinderfickerei unter den Teppich zu kehren.

    Gut, vollkommen ignorieren kann man es leider nicht, weil zu viele Leute glauben, dass der alte Mann mehr von Gottes Wille versteht als sie selbst. Aber mal ernsthaft: jemand, der nichtmal dafür sorgt, dass Leute aus seinem Verein rausfliegen, die Kinder missbrauchen. Und dann so tun, als wisse er was von Gott, oder als sei sein persönlicher Wertemaßstab geeignet, Maßstab für andere Menschen zu sein. Was für eine Blasphemie.
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#8 PetterAnonym
  • 10.05.2022, 15:08h
  • Wie immer:
    ein paar nette PR-Phrasen fürs Marketing, damit man nach diversen Kindesmissbrauchskandalen nicht noch mehr Schäfchen verliert.

    Aber in der Praxis geht es dann weiter wie immer...
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#9 NevermindAnonym
  • 10.05.2022, 17:38h
  • Für uns mögen seine Worte heuchlerischer Quatsch sein, aber für unsere Geschwister z. B. in Westafrika bedeutet das sicher sehr viel. Für die katholische Kirche dort wird es schwieriger, ihre verachtende Haltung zu rechtfertigen, wenn der oberste Chef - immerhin der unfehlbare Stellvertreter Gottes auf Erden - sich derart äußert. Und die konservativen Hardliner wie Francis Arinze schlagen mit der Stirn auf die Tischplatte. Das ist doch auch schön.
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#10 KnilchenwitterungAnonym
  • 10.05.2022, 19:55h
  • Glaube ich nicht. berhaupt nichts, was aus deren Mündern schwelt. Da hat nämlich wer Kreide haufenweise gefressen und der Schleim zieht michig aus seinem Atem, wie Cum aus dem Mund eines heiß gerittenen Sklaven.

    Heuchler, alter Kostümknilch im Gardinenkleidchen, sein "Gott" ist Mammon und seine "Kirche" ein Konzern von Märchenonkels, die gerne Kinder missbrauchen.
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