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Lola
Deutscher Filmpreis: Acht Nominierungen für "Große Freiheit"
Das Paragraf-175-Drama "Große Freiheit" kann sich Hoffnungen machen, zum besten deutschen Film gekrönt zu werden.

"Große Freiheit" gilt als einer der besten Filme des Jahres (Bild: FreibeuterFilm)
- 12. Mai 2022, 10:52h 2 Min.
Die deutsch-österreichische Koproduktion "Große Freiheit" ist am Donnerstag acht Mal für die Lola, den Deutschen Filmpreis, nominiert worden, darunter auch in der Kategorie "bester Spielfilm". Außerdem gab es Nominierungen für die beste Regie, das beste Drehbuch, die beste Kamera, den besten Schnitt, das beste Kostümbild und das beste Maskenbild. Auch Hauptdarsteller Franz Rogowsi kann sich Hoffnungen auf den Preis als beste männliche Hauptrolle machen.
/ Filmpreis17. Bester Spielfilm
Deutscher Filmpreis (@Filmpreis) May 12, 2022
Nominiert in der Kategorie Bester Spielfilm sind:
CONTRA Christoph Müller, Tom Spieß · Constantin Film Produktion · Mythos Film Produktion
GROSSE FREIHEIT Benny Drechsel · Rohfilm Productions · Freibeuter Film#Lola22 (1/3)
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Der Film von Regisseur Sebastian Meise hat bereits mehrere Filmpreise gewonnen, etwa den Jury-Preis in der Kategorie "Un Certain Regard" bei den Filmfestspielen in Cannes (queer.de berichtete). Hauptdarsteller Rogowski wurde außerdem für den Europäischen Filmpreis nominiert, musste sich aber Superstar Anthony Hopkins geschlagen geben (queer.de berichtete). Erst vor wenigen Tagen wurde "Große Freiheit" bereits für zehn Österreichische Filmpreise nominiert (queer.de berichtete).
/ filmedienrw | Die Nominierungen wurden unter anderem von Kulturstaatsministerin Claudia Roth bekanntgegebenNominierungsbekanntgabe vom Deutschen @Filmpreis. Live verfolgen: https://t.co/hIE493v6Wc #Lola22 pic.twitter.com/BkTkFR5kgQ
Film- und Medienstiftung NRW (@filmedienrw) May 12, 2022
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Rogowski spielt in dem Film den schwulen Hans, der wegen seiner Homosexualität im Nachkriegsdeutschland durch den Paragraf 175 kriminalisiert und immer wieder zu Gefängnisstrafen verurteilt wird. Die einzige feste Beziehung in seinem Leben wird sein langjähriger Zellengenosse Viktor, ein verurteilter Mörder, der von Berlinale-Gewinner Georg Friedrich ("Helle Nächte") dargestellt wird. Eine weitere Hauptrolle spielt Nachwuchsstar Thomas Prenn – der 27-jährige Südtiroler schlüpft in die Rolle von Oskar, der seine erste große Liebe mit Hans erlebt und dafür im Gefängnis sitzt.
Zwölf Nominierungen – und damit die meisten – heimste das Filmdrama "Lieber Thomas" über den Schriftsteller und Filmemacher Thomas Brasch ein. Am zweiter Stelle folgte die deutsch-französische Koproduktion "Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush", die von der rechtswidrigen Inhaftierung des Deutschtürken Murat Kurnaz in Guantanamo und den Rechtsstreit seiner Mutter um dessen Freilassung handelt. "Große Freiheit" kam auf Rang drei.
Weitere Nominierungen
Auch weitere queere Filme wurden nominiert: So kann sich Sara Fazilat für ihre Darstellung als Altenpflegerin "Nico" Hoffnungen auf eine Auszeichnung als beste Hauptdarstellerin machen. Der Film hatte bereits den QueerScope-Debütfilmpreis 2021 erhalten (queer.de berichtete).
Farba Dieng ist zudem als bester Hauptdarsteller nominiert. Er spielte in der Komödie "Toubab" mit, in der ein heterosexueller Deutscher seinen besten Kumpel (Dieng) heiratete, um dessen drohende Abschiebung in den Senegal zu verhindern. Der Film konnte bereits den Publikumspreis beim Warschauer Filmfestival gewinnen (queer.de berichtete).
Die 72. Verleihung der Lola soll am 24. Juni im Palais am Funkturm in Berlin stattfinden. Insgesamt warten dort Preisgelder von knapp drei Millionen Euro auf die Filmemacher*innen. Dabei werden Preise in 19 Kategorien verliehen. Die 2.200 Mitglieder der Filmakademie müssen nun darüber abstimmen, an wen die Auszeichnungen gehen. (dk)
Links zum Thema:
» Homepage Deutscher Filmpreis
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