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Neues Angebot

BZgA startet Telefonberatung zum Schutz vor "Homo-Heilung"

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung betreibt ab sofort Telefonberatung zum Themenbereich "Konversionstherapien".


"Konversionstherapie"-Folter im US-Spielfilm "Latter Days" (Bild: TLA Releasing)

"Peinlich gibt's nicht!" Mit diesem Slogan wirbt die Initiative Liebesleben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) für seine Online-Beratung und Telefonberatung. Hier können sich junge Menschen in Sachen Sexualität oder Geschlechtsidentitäten beraten lassen.

Ab kommende Woche gibt es zusätzlich auch eine Telefonberatung, die sich auf das Thema "Konversionstherapien" konzentriert. Darauf wies am Donnerstag die BZgA anlässlich des anstehenden Internationalen Tages gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHOBIT) hin.

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Darin beraten Expert*innen beispielsweise darüber, wie man "Konversionsbehandlungen" erkennt und wie man sich schützen kann. Auch Angehörige, Menschen des persönlichen Umfeldes, Lehrende und Erziehende sowie weitere Fachkräfte können sich beraten lassen.

Vom Dienstag an ist das BZgA-Beratungsteam telefonisch unter der Telefonnummer 0221-8992 876 erreichbar, montags bis donnerstags von 12 bis 16 Uhr. Das Beratungsangebot ist kostenlos und anonym und soll künftig auch mehrsprachig erfolgen.

"Heilung" von queeren Jugendlichen in Deutschland verboten

"Konversionstherapien" an queeren Jugendlichen sind 2020 in Deutschland verboten worden (queer.de berichtete). Definiert wird das als Angebote, mit denen die sexuelle Orientierung oder geschlechtliche Identität einer Person gezielt geändert oder unterdrückt werden soll. Bei über 18-Jährigen sind die Behandlungen aber noch erlaubt.

Die BZgA-Präventions-Kampagne "Liebesleben" informiert seit 2016 über Liebe, Sexualität und dem Schutz vor HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen. Die Aufklärungskampagnen wurden wiederholt von der homophoben "Demo für alle" und aus dem rechtsextremen Milieu, darunter auch aus der AfD, als Ausdruck von vermeintlich obszöner "Gender-Ideologie" kritisiert.

2020 ist auch "Liebesleben – Das Mitmach-Projekt" an den Start gegangen (queer.de berichtete). Das Angebot hat zum Ziel, das Thema sexuelle Gesundheit an weiterführenden Schulen zu fördern und die Übertragung von HIV und anderen Geschlechtskrankheiten einzudämmen. (cw)