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Brittney Griner

Russland: Haft von prominenter lesbischer US-"Geisel" verlängert

In der USA wird die offen lesbische Sportlerin Brittney Griner inzwischen als Geisel des Putin-Regimes angesehen.


Brittney Griner wird seit inzwischen drei Monaten vom russischen Regime festgehalten (Bild: Instagram / brittneyyevettegriner)

  • 16. Mai 2022, 14:38h, noch kein Kommentar

Russlands Behörden haben die Untersuchungshaft der zweimaligen Basketball-Olympiasiegerin Brittney Griner um einen Monat verlängert. Wie der Anwalt der 31 Jahre alten Amerikanerin, Alexander Boykow, am Freitag der Nachrichtenagentur AP sagte, spreche die relativ kurze Verlängerung der U-Haft für die baldige Verhandlung des Falls. Zu ihrer kurzen Anhörung war Griner in Handschellen vorgeführt worden. Bilder dazu wurden in aller Welt veröffentlicht.

Twitter / abc13houston
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Griner sitzt nach ihrer Festnahme wegen des Vorwurfs des Drogenbesitzes am Moskauer Flughafen Scheremetjewo seit knapp drei Monaten in Untersuchungshaft. Ein Gericht im Gebiet Moskau in der Stadt Chimki hatte den Arrest zunächst bis zum 19. Mai verlängert (queer.de berichtete).

Wie die Nachrichtenagentur Interfax Anfang März unter Berufung auf den russischen Zoll berichtet hatte, sollen bei einer Kontrolle im Gepäck der Amerikanerin im Februar sogenannte Vape-Kartuschen und Haschisch-Öl entdeckt worden sein. Ihr drohen den Angaben zufolge fünf bis zehn Jahre Haft. US-Expert*innen vermuten jedoch einen politischen Hintergrund hinter der Festnahme und mutmaßen, dass ihr die Drogen untergeschoben wurden (queer.de berichtete).

Amerikanischer Geisel-Beauftragter nimmt sich des Falles an

Die Biden-Regierung hat inzwischen den US-Beauftragen für Geisel-Angelegenheiten mit der Betreuung des Falls beauftragt. Das Weiße Haus beschuldigt Russland, Griner zu Unrecht festzuhalten.

Twitter / BryanAGraham | Auch in der Pressekonferenz im Weißen Haus war der Fall Griner ein Thema
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Griner, die sich 2013 als lesbisch geoutet hatte, spielte seit 2015 auch beim Team von UGMK Jekaterinburg im Ural – neben ihrem Engagement für den WNBA-Verein Phoenix Mercury. Mit dem russischen Spitzenclub gewann sie viermal die Euroleague.

Die 26. Saison der nordamerikanischen Basketball-Liga der Frauen begann kürzlich ohne Griner. Phoenix Mercury unterlag ohne sie zum Auftakt den Las Vegas Aces mit 88:106. (dpa/cw)