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Umfrage

Jüngere Deutsche viel queerer als ältere

Eine neue Umfrage kommt zu den Ergebnis, dass sich viel mehr Menschen der jungen Generation nicht als heterosexuell identifizieren. Im Vergleich zu den USA sind die Zahlen aber noch relativ niedrig.


Jüngere Menschen sehen sich öfter als Teil der Regenbogenkoalition (Bild: Oslo Arbeiderparti / flickr)

Laut einer Auswertung der Statista Global Consumer Survey identifizieren sich 97 Prozent der deutschen Boomer-Generation als heterosexuell, aber nur 87 Prozent der Generation Z. Das teilte die Hamburger Online-Plattform Statista am Freitag mit. Die Daten von mehr als 23.000 zwischen April 2021 und März 2022 befragten Menschen in Deutschland gingen in die Analyse ein.

Bei den Boomerinnen und Boomern (Jahrgänge 1946 bis 1964) beschreiben sich demnach nur zwei Prozent als homosexuell und ein Prozent als bisexuell. Bei der Generation X (1965 bis 1979) sind es schon drei Prozent bzw. ein Prozent, bei den Millennials je drei Prozent; außerdem identifiziert sich ein Prozent als pansexuell. Am höchsten sind die Zahlen bei der Generation Z (1995-2012): In dieser Altersgruppe beschreiben sich zwar nur zwei Prozent der volljährigen Befragten als homosexuell, aber fünf Prozent als bisexuell und je ein Prozent als pansexuell, asexuell, queer oder als etwas anderes aus dem nichtheterosexuellen Spektrum.

Ähnliche Unterschiede zwischen der jüngeren und älteren Generation hatten auch Befragungen in anderen Ländern ergeben. Im Februar veröffentlichte das Meinungsforschungsinstitut Gallup etwa eine entsprechende Umfrage aus den Vereinigten Staaten (queer.de berichtete). Aus ihr gingen noch höhere Zahlen für queere Identitäten hervor: Demnach identifiziert sich in der Generation Z sogar rund jede fünfte Person als LGBT*. Dabei bezeichneten sich etwa rund zwei Prozent als trans, was in der Statista-Studie nicht abgefragt wurde.

Gallup führt in den USA diese Befragung seit 2012 fast jährlich durch. Daraus geht hervor, dass der Anteil von LGBTI stetig ansteigt. Auch in der Befragung in den USA sind Bisexuelle unter queeren Menschen in der Mehrheit. (dk)



#1 Lucas3898Anonym
  • 16.05.2022, 18:02h
  • Irgendwie aber deutlich weniger als die geschätzt 5-10% Schwule, die in anderen Umfragen ermittelt wurden
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#2 StatistikguruAnonym
  • 16.05.2022, 19:11h
  • Wen und wo haben die gefragt? 23.000 Leute, ja, aber welche Leute? Unter welchen Bedingungen?
    Wenn man in eine Gay Disco geht, sind da maximal 2 % der Leute hetero, wenn man sich in die Fußgängerzone in z. B. Hamburg stellt und fragt Passanten: "Hey, sind Sie schwul?", bekommt man garantiert ein anderes Ergebnis.
    Und auch sonst. Ich habe immer das Gefühl, dass mit solchen Statistiken eine Minderheit erzeugt wird, die es in der Realität so gar nicht gibt. Oder in anderen Worten: Ich bin sicher, dass es viel mehr von uns gibt, es laufen nur nicht alle mit einer Regenbogenflagge durch die Innenstadt oder werden bei solchen Befragungen erfasst.
    Und dann können sich irgendwelche konservative Politiker hinstellen und behaupten, man hätte gerade andere Sorgen, als sich um "Minderheiten" zu kümmern.
    Plus: Jüngere Menschen gehen natürlich offener damit um, weil die Generationen vor ihnen die Freiheit erkämpft haben, es offen sagen zu dürfen. Jemand aus einer früheren Generation ist noch daran gewöhnt, reflexartig mit "Nein" zu antworten.
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#3 SchonProfil
  • 16.05.2022, 20:09hFürth
  • Die Statistik hat mir ein Arbeitskollege heute auch schon zu geschickt.
    Ist doch eine ganz ordentliche Statistik.
    Wenn ich bedenke, dass ich in meiner Arbeit keinen einzige(n) LGBTI++ (außer mir) kenne, glaube ich, dass es noch eine ordentliche Dunkelziffer gibt.
    Wenn ich weiterhin bedenke, dass ich in den 90ern in einem Arbeitskreis Lesben war, der Öffentlichkeitsarbeit machen wollte, aber es nie zu einem öffentlichen Auftritt kam, weil etliche Lesben Angst hatten öffentlich als Lesben wahrgenommen zu werden, ist schon ganz doll was passiert. Klar, es gibt noch viel zu tun, aber hey, es bewegt sich doch. Diversity/Queerfreundlichkeit ist auch erklärtes Ziel meines Arbeitgebers.
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#4 DamerowAnonym
  • 16.05.2022, 23:47h
  • Ich komme auf insgesamt 15 Prozent nicht heterosexueller Menschen. Die Jahrgänge wurden ja einzeln erfasst.
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#5 Marius23Anonym
  • 17.05.2022, 00:16h
  • Antwort auf #3 von Schon
  • Wobei es schon noch was anderes ist, das in einer anonymen Umfrage zu sagen, oder offen in der Öffentlichkeit bzw. auf Arbeit.

    -----

    Mein Arbeitgeber stellt sich auch als Diversity-Freundlich dar.

    Das einzige, was sich aber im Intranet bei der Suche nach "LGBT" darauf bezogen hat, war aber ein Treffer zur queeren Karrieremesse "Sticks Stones" in Berlin.
    Und dort stand sinngemäß nur drin, das man halt teilnimmt um Fachpersonal zu finden.

    Da kam ich mir auch etwas verarscht vor.

    Würde mir da mehr Vernetzungsmöglichkeiten wünschen, wo dann eventuell auch Support bei einem Coming-Out von gleichgesinnten da ist.
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#6 Alexander_FAnonym
  • 17.05.2022, 01:16h
  • Die jungen Leute von heute gehen einfach offener damit um und sind von Anfang an besser informiert, als wir alte Knacker*innen das in unserer Jugend waren. Das macht Hoffnung.
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#7 fredinbkkkAnonym
  • 17.05.2022, 03:09h
  • es ist schon viele Jahre her,da wurde eine Umfrage gemacht in einer grossen UNI in Bangkok......(Thammasat oder Mahidol weis ich nicht mehr genau)
    ich erinnere mich noch an das Ergebniss
    16 % der studierenden bekannten sich zur LGBT+ Gemeinschaft...
    nun weis ich nicht ob das repraesentaive ist fuer alle Thais oder nur fuer die Hoehere Bildungsschicht gilt ???
    Ich kann nur eines sagen,ich war zu dieser Zeit fast taeglich in der Thammasat und mir scheinen diese Ergebniss voellig glaubhaft.
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#8 StaffelbergblickAnonym
  • 17.05.2022, 12:54h
  • Antwort auf #7 von fredinbkkk
  • Solche Ergebnisse sind nicht neu. Das wurde bereits Kinsey vorgeworfen, als er mit seiner Statistik in die Öffentlichkeit ging. Denn auch er hatte damals nur im akademischen Bereich interviewt. Sinnvollerweise tauchen bei Umfragen dann auch Fragen zur Schulausbildung und Einkommen auf.
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#9 Lucas3898Anonym
#10 SebiAnonym
  • 17.05.2022, 20:38h
  • Schön. Wobei die Dunkelziffer immer noch erheblich größer sein dürfte.

    Ich selbst kenne einen Familienvater aus der Nachbarschaft, mit dem ich mal Sex in einem Pornokino hatte. Als der mich zum ersten mal in der Nachbarschaft gesehen hat, ist der fast umgekippt. Hatte wahrscheinlich Angst ich laufe kreischend auf ihn zu und frage, wann wir uns wieder gegenseitig einen blasen. Würde ich natürlich nie tun.
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