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Neue Zahlen

Mehr Straftaten gegen queere Menschen in Niedersachsen

In Niedersachsen gab es mehr Anzeigen aufgrund queerfeindlicher Delikte. Innenminister Pistorius erklärt, dass man Gewalt gegen LGBTI nicht hinnehmen werde.


Boris Pistorius ist seit 2013 Landesinnenminister in Niedersachsen (Bild: © Olaf Kosinsky / wikipedia)

  • 16. Mai 2022, 16:56h, noch kein Kommentar

In Niedersachsen sind vergangenes Jahr mehr Straftaten gegen Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung registriert worden als im Vorjahr. Die Zahl entsprechender angezeigter Taten stieg von 33 auf 55, wobei darunter jeweils ein Gewaltdelikt fiel, wie das Niedersächsische Landesinnenministerium mitteilte. Innenminister Boris Pistorius und Sozialministerin Daniela Behrens (beide SPD) riefen deshalb anlässlich des Internationalen Tages gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHOBIT) am Dienstag zu Solidarität mit queeren Menschen auf.

"Gewalt gegen Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihres Geschlechts nehmen wir nicht hin", sagte Pistorius. Straftaten würden konsequent verfolgt und Polizisten und Polizistinnen in dem Bereich geschult. Zur Unterstützung von Beratungsangeboten für queere Menschen stellt Niedersachsen in diesem Jahr 440.000 Euro zur Verfügung.

Queere Aktivist*innen gehen davon aus, dass die Dunkelziffer bei queerfeindlichen Übergriffen sehr hoch ist. In vielen Bundesländern werden diese nur sporadisch erfasst. Zudem trauten sich noch immer viele LGBTI nicht, nach einem homo- oder transfeindlichen Übergriff Anzeige zu erstatten, weil sie der Polizei nicht trauen. In Berlin meldete das schwule Anti-Gewalt-Projekt Maneo am Montag 731 queerfeindliche Übergriffe für das vergangene Jahr (queer.de berichtete). (dpa/cw)