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"Mehr als ein Alarmsignal"
#OutInChurch bedauert Austritt von "Hoffnungsträger" Andreas Sturm
Hält die katholische Kirche an ihrer Queerfeindlichkeit fest? #OutInChurch zeigt sich nach dem plötzlichen Abschied des Bischof-Stellvertreters aus Speyer besorgt. Andreas Sturm begründete seinen Austritt damit, dass er die Hoffnung auf Wandel verloren habe.

Andreas Sturm wurde 2018 Generalvikar in Speyer – am Freitag desillusioniert er enttäuscht seinen Abschied (Bild: Bistum Speyer)
- 16. Mai 2022, 15:29h 2 Min.
Die Initiative #OutinChurch hat sich enttäuscht über den Austritt des bisherigen Generalvikars Andreas Sturm aus der katholischen Kirche geäußert. Sturm, der als Generalvikar Stellvertreter von Bischof Karl-Heinz Wiesemann aus dem rheinland-pfälzischen Speyer war, hatte am Freitag seine Konversion zur Altkatholischen Kirche bekanntgegeben. Er werde in der queerfreundlicheren Abspaltung als Priester tätig sein. Seinen Rückzug begründete der 47-Jährige mit den Worten: "Ich habe im Lauf der Jahre Hoffnung und Zuversicht verloren, dass die römisch-katholische Kirche sich wirklich wandeln kann."
Sturm hatte sich wiederholt für die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare eingesetzt und auch weitere Reformen gefordert. Im Februar hatte er im SWR bereits einen möglichen Rückzug angekündigt, sollte sich die Kirche nicht ändern. Damals sagte er: "Ich will meinen Beitrag leisten – aber auch nicht um jeden Preis. Also, wenn ich den Eindruck habe, man beißt sich nur die Zähne aus, dann kann es für mich, zumindest an der Position, an der ich jetzt bin, nicht weitergehen."
#OutinChurch erklärte, diese Entscheidung mache traurig. "Wir sahen in ihm einen aufrichtigen Hoffnungsträger und einen wichtigen Verbündeten, der sich unter den Generalvikaren nicht nur für die Änderung des diskriminierenden Dienstrechts eingesetzt hat, sondern der erkannte, dass es grundlegende Reformen in der katholischen Kirche braucht", erklärte Pfarrer Bernd Mönkebüscher aus Hamm, der sich in der im Januar gegründeten Initiative engagiert.
Der Würzburger Hochschulseelsorger Burkhard Hose bedauerte ebenfalls den Rückzug Sturms: "Dass ein Amtsträger mit Einfluss keine Hoffnung mehr in die Reformfähigkeit der Kirche setzt und auch für den Synodalen Weg wenig Chancen auf Erfolg sieht, ist mehr als ein Alarmsignal, das nicht überhört werden darf."
Die Initiative #OutInChurch forderte nun von den deutschen Bischöfen, "dass sie sich deutlicher und persönlicher als bisher für den Reformweg einsetzen". Weiter heißt es in einer Erklärung: "Wir haben großen Respekt vor dem Schritt, den Andreas Sturm gegangen ist. Er hat sich für die Wahrhaftigkeit entschieden. Das verbindet ihn auch weiterhin mit vielen von uns, die mit der Aktion #OutInChurch auf ihre Weise den Weg des aufrechten Gangs für sich gewählt haben." (dk)















Die stockkonservative Art ist ihr Markenkern. Das zieht die Ewiggestrigen an. Für alle anderen gibt es attraktivere Alternativen.
Ihr bleibt also gar nix anderes übrig, als sich ihrer Linie treu zu bleiben. Sie kann nur verlieren, wenn sie es nicht tut.
In sofern, Gratulation zum Erkenntnisgewinn an Hrn. Sturm, dass ein Feigenblatt-Dasein auf Dauer keinen Zweck hat, außer eben als solches zu dienen.
Damit ist die kath. Kirche wieder einen µm weiter in die Radikalität abgeglitten.