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Reaktionen

Hitzlsperger, "Gandalf" und Co. loben Jake Daniels für sein Coming-out

Der offen schwule Ex-Nationalspieler wünscht dem britischen Jungstar eine "wundervolle Karriere". Auch aus dem Bundestag, von Promis und von einem britischen Royal gibt es Reaktionen.


Ian McKellen (links als Gandalf) und Thomas Hitzlsperger kommentieren das erste Coming-out im englischen Fußball seit über drei Jahrzehnten (Bild: New Line Cinema / FIFA)

Der frühere deutsche Nationalspieler Thomas Hitzlsperger hat den englischen Fußballprofi Jake Daniels vom FC Blackpool für dessen Coming-out gelobt. "Gut gemacht", schrieb Hitzlsperger auf Englisch beim Kurznachrichtendienst Twitter und wünschte dem 17-Jährigen eine "wundervolle Karriere". Daniels hatte zuvor als zweiter aktiver Fußballprofi seine Homosexualität öffentlich gemacht (queer.de berichtete).

Twitter / ThomasHitz
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Auch der FDP-Bundestagsabgeordnete Philipp Hartewig bedauerte, dass Coming-outs im Profifußball bisher eine Ausnahme seien: "Diskriminierungen haben auch im Sport keinen Platz; sichtbare und unsichtbare Hemmnisse müssen abgebaut werden", so der Generalsekretär der FDP Sachsen.

Twitter / philipphartewig
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Die Linken-Abgeordnete Caren Lay wandte sich an Daniels mit den Worten: "Ein mutiger und wichtiger Schritt für Sie, für den Fußball und für Sichtbarkeit von und Respekt für LGBTQ*".

Twitter / CarenLay
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Komiker Lutz van der Horst ("heute-show") zollte Daniels "maximalen Respekt" und merkte an: "Hätte nicht gedacht, dass ich mal bei ner Fußballmeldung jubeln muss."

Twitter / LutzvanderHorst
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Auch aus Großbritannien gibt es viel Lob für den Mut des Nachwuchsfußballers. Schauspieler Ian McKellen (Gandalf aus "Herr der Ringe") erklärte etwa: "Mit 17 repräsentiert Jake Daniels eine Generation, die altmodische Homophobie im Fußball und anderswo zurückweist." Es sei kein Wunder, "dass viele von uns – schwul oder nicht – ihn bewundern und ihn als Held ansehen".

Twitter / IanMcKellen
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Der britische Thronfolger Prinz William hat Daniels ebenfalls für seinen Mut gelobt. "Was Jake getan hat, erfordert Mut und wird hoffentlich Grenzen abbauen, für die in unserer Gesellschaft kein Platz ist", schrieb William am Dienstag auf Twitter und teilte einen Eintrag von Daniels. "Ich hoffe, diese Entscheidung öffentlich darüber zu sprechen, gibt anderen das Selbstbewusstsein, dasselbe zu tun."

Twitter / KensingtonRoyal

Der Teenager, der erst vor Kurzem seinen ersten Profivertrag bei Blackpool unterschrieben hat, sagte in einem am Montag veröffentlichten Interview des Senders Sky Sports News, er sei schwul. "Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, das zu tun", so Daniels. "Ich fühle mich bereit, den Leuten meine Geschichte zu erzählen."

Daniels ist bisher der einzige aktive Profifußballer in Europa, der diesen Schritt gegangen ist. Vor Daniels hatte sich bereits der 22 Jahre alte Australier Josh Cavallo von Adelaide United im vergangenen Oktober öffentlich als schwul geoutet (queer.de berichtete). Auch dieser reagierte am Dienstag. Er sei "sehr stolz" auf Daniels' Mut, sagte Cavallo laut der englischen Zeitung "The Guardian".

Zuletzt hatte in England im Jahr 1990 der inzwischen gestorbene Justin Fashanu öffentlich über seine Homosexualität gesprochen. Er wurde gemobbt und beging acht Jahre später unter mysteriösen Umständen Suizid. In Deutschland ging als bisher einziger Profi Ex-Nationalspieler Hitzlsperger nach dem Ende seiner Karriere diesen Schritt. Der 40-Jährige war zuletzt Vorstandsvorsitzender beim Bundesligisten VfB Stuttgart. (dpa/cw)

Artikel wurde um 14.45 Uhr aktualisiert (Aussage von Prinz William).



#1 AtreusProfil
  • 17.05.2022, 14:56hSÜW
  • Vergessen wir nicht die ausschließlich wohlwollenden Respekts- und Glückwunschbekundungen der Premier-League-Vereine, wie Tottenham, Liverpool, Man City u.a., sowie die Tweets von Three Lions Kapitän Harry Kane und der englischen Legende Gary Lineker.

    ABER, und das groß und fett geschrieben, diese Tweets müssen auf dem Rasen, in der Kabine und auf den Tribünen und in den Gazetten mit Leben gefüllt werden. D.h. auch, dass die beinahe allwöchentlichen schwulenfeindlichen Fangesänge eingestellt, bzw. unterbunden und bestraft werden müssen, was ein rigoroses Durchgreifen der Vereine, Schiedsrichter, Mannschaftskollegen, Fans, Kommentatoren und Sponsoren erfordert.

    Tut man das nicht, bleibt von dem zehntausendfach geteilten "Football_is_for_everyone" nur das übrig, was wir seit viel zu vielen Jahrzehnten kennen: leere, termingetreue, opportune Symbolik.
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#2 Twitter-KommentareAnonym
  • 17.05.2022, 19:29h
  • In die Antworten unter Lutz van der Horsts (guten) Kommentar könnte man schon wieder reintreten. Dieses dumme Pöbelpack wieder mit allen Klassikern. "Wir wollen nicht, dass irgendwer wie wir behandelt wird, wenn er nicht cis hetero weiß und DOIIIIITSCHLAAAAAAND stolz mein Vater Land lebt.
    Ich bin diese egozentrischen Menschenfeinde, diese Empathieunfähigen, diese kognitiv Herausgeforderten und Gruppennarzissten echt so so leid.
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#3 SebiAnonym
  • 17.05.2022, 20:26h
  • Sorry, aber mit 17 hat der mehr Eier in der Hose, als mancher deutsche Fußballer, der trotz höherem Alter und genug Geld auf dem Konto immer noch sich selbst verleugnet und der Öffentlichkeit und seinen Fans lieber eine Schmierenkomödie vorspielt.

    Ich habe vollsten Verständnis, wenn man seine Zeit braucht und nicht jeder so schnell ist wie Jake Daniels. Aber irgendwann muss man doch dann auch mal den Mumm haben, zu sich selbst zu stehen und nicht mehr seine Fans zu belügen.

    Echten Fans ist egal, mit wem man zusammen ist. Die wollen nur eines: nicht belogen und verarscht werden.

    Und diejenigen, denen das nicht egal ist bzw. für die das ein Problem ist, können und sollten einem egal sein. Was hat man von Leuten, die einen nicht selbst mögen, sondern nur die Rolle, die man denen vorspielt?! Auf die Meinung solcher Leute kann man dann getrost verzichten.
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