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Ausschreibung

Bonn: Bundesamt für magische Wesen sucht Models

Models gesucht für TV-Dreharbeiten und Produktshootings im BAfmW.


Das Model Berkan A. wird von Maskenbildnerin Vero Bente zum Werwolf gestylt (Bild: Barbara Frommann)

Das Bundesamt für magische Wesen ist eine fiktive obere Bundesbehörde für die Angelegenheiten der Mitbürger magischer Abkunft, also Vampire, Werwölfe, Dämonen und andere mythische Wesen. Und natürlich fällt im Amt auch gelegentlich ein Modeljob an, denn das "Amt" mit Sitz im Norden von Bonn umfasst ein kreatives satirisches Portal rund um Fantasy Themen und Cosplay sowie einen Onlinebuchshop nebst Verlag für Fantasyliteratur.

Männliche Models für Modeljob gesucht

Gelegentlich suchen wir für einen Modeljob männliche Models, um Shirts, Hoodies, Urban Streetwear von Stanley/Stella und Fantasyromane vorzustellen. Aber auch um Bilder passend zurechtgestylter Werwölfe, Elfen, Vampire, Dämonen etc. für die satirischen Beiträge und Pressemeldungen zur Verfügung zu haben. Alles unter der Überschrift "Der Vampir an sich will nur seinen Sarg im Grünen mit Geranien vor der Gruft und alles andere ist katholische Gräuelpropaganda."

Aktuell möchte ein TV-Sender das Amt in einer Quizsendung vorstellen. Natürlich mit "echten" mythischen Wesen. Dafür sollen Einspieler von Filmaufnahmen eines Modelshootings erstellt werden. Außerdem haben wir neue Bücher und andere Produkte, für die wir diesen Modeljob ausschreiben.

Wir suchen sportlich aktive Studenten, z.B. Sportstudenten, Schwimmer, Tänzer oder Fitness Fans, die Spaß daran haben, sich von unseren Maskenbildnern passend zurechtstylen zu lassen, vor der Kamera zu posen und sich in einen attraktiven Vampir/Werwolf-Traumboy verwandeln, der sich leicht testosteronbedröhnt vor passender Kulisse als Traum aller Mädels und schwulen Jungs präsentiert. Klischees (Twilight, Teenwolf, Gladiator, Vikings, Chroniken der UNterwelt) leben und können Spaß machen. Aber neben dem muskelbepackten Held ist auch der zarte Elf mit Shirtgröße XS gefragt. Gern auch mit LGBTQ-Hintergrund.

Die Shootings finden statt an Orten wie der Kapelle auf dem Alten Friedhof in Bonn, vor dem Sterntor oder im Studio der Fotografin Barbara Frommann, je nach Anlass und Zweck.

Beispiele finden sich in den Bildergalerien unserer Webseite:
Georgskapelle auf dem alten Friedhof in Bonn
Postpubertäre Balzrituale endemischer Werwolfpopulationen
Home-Office in der Hölle

Was sind die Anforderungen an die Models?

● sportliche, schlanke, durchtrainierte Figur
● keine Scheu, shirtless/in Badehose vor der Kamera zu arbeiten
● max. 3-Tage-Bart
● Selbständiges Einsetzen von Kontaktlinsen – es ist nicht schwer, aus versicherungstechnischen Gründen dürfen wir es nur erklären, aber während eines Drehs die Linsen dem Model nicht einsetzen
● Erfahrung als Model? Kann nicht schaden, ist aber keine Voraussetzung. Bei uns geht es in erster Linie um den Spaß an Fantasy und kreativen Fotoshootings.

In der Bewerbung für den Modeljob sollte enthalten sein:

● ein Foto (shirtless-Selfie vor dem Spiegel, danach entscheiden wir, für welches mythische Wesen geshootet wird.
● Körpermaße: Körpergröße, Gewicht, Schuhgröße, Hosen-Bundweite und Beinlänge sowie Shirtgrößen (von XS bis 3XL) Manche Textilien werden extra angefertigt, zum Beispiel ist ein weiteres Shooting am Rheinufer mit männlichen Nixen geplant, wofür die Fischflossen extra angefertigt werden.

Wir legen im Vorabgespräch zu jedem einzelnen Modeljob mit unseren Models fest, was vor der Kamera stattfindet. Die Shootings dauern zwischen 3 – 6 h, meistens am frühen Nachmittag bis in den Abend hinein. Das Honoror wird nach Aufwand und Vereinbarung festgelegt. Selbstverständlich erhalten unsere Models auch eine Fotostrecke für die eigene Verwendung.

Bewerbung bitte an:

bewerbung(at)bundesamt-magische-wesen.de

Verbreiten Sie des Amtes allumfassende Weisheit und Zuständigkeit!



#1 remixbeb
#2 KMBonnProfil
  • 19.05.2022, 11:24hBonn
  • Antwort auf #1 von remixbeb
  • Wir machen (ich bin derjenige, der hinter dem Projekt steht) einiges, hinter dem kein Gedanke an Umsatz steht.

    Aber wir müssen uns als Verlag im Interesse unserer Autoren und Autorinnen eben auch daran orientieren, was der Kunde will, was er attraktiv findet und was er kauft. Fantasy wird überwiegend von Frauen gelesen/geschrieben, auch von schwulen Lesern und es spielt sich nun mal schwerpunktmäßig in der Altersgruppe 15 - 30 ab. Fantasy bedient Klischees, Wünsche, Sehnsüchte und ist auch ein Stilmittel, um das eine oder andere gesellschaftliche Thema zu diskutieren.

    Ein Buch (Hardcover, ca. 400 Seiten) zu produzieren, zu lektorieren, zu setzen, zu drucken, in den Handel zu bringen, das schlägt bei uns mit rund 3000 Euro zu Buche. Werbungsmaßnahmen nicht gerechnet. Wollte ich es von vornherein für die Tonne produzieren, würde ich ein Cover nehmen, welches einen alten und übergewichtigen Menschen zeigt. Harte und wenig schöne Aussage, das ist mir klar, aber das ist die Realität. Ich hab auch einiges gegen Aussagen à la "Aber ihr als ... müsst doch ... wg. Diversity ... Bodypositivity ... ein Zeichen setzten..."
    Nein. Müssen wir nicht und können wir nicht.

    In der - meistens von Frauen geschriebenen und konsumierten - Gay Fantasy Literatur reicht ein Blick auf das Cover, um zu sehen, was gefragt ist. Ebenso in Diskussionen in den jeweiligen Lesergruppen, bei Buchbloggern etc.

    Und hinter einem sportlich aktiven Jungen, der täglich im Gym trainiert, sich einiges abverlangt und auf das eine oder andere verzichtet, steht eben auch diese Leistung, die mein Mann und ich mit unserem Verlag, Buchshop und Portal auch unterstützen. Der Junge, der für uns als Werwolf (Postpubertäre Balzrituale) modelte, hat sich so seinen Führerschein teilfinanziert. Bei ihm kamen auch noch ein paar andere persönliche Gründe hinzu, die uns beeindruckt haben, die aber - da persöönlich - hier nichts zu suchen haben. Der andere Student, der einen Vampir (Friedhofskapelle) darstellte, brauchte etwas für sein Studium. Das dritte Model, ein junger Schauspieler (Dämon Dechenhöhle) hatte in der Coronakrise einiges an Ausfällen. Einem Mädchen, das über den Verein wünschdirwas zu uns kam, welcher kranken Kindern ihre (manchmal letzten) Wünsche erfüllt, haben wir ein Shooting als Elfe ermöglicht.
    Da konnten wir mit unseren Shootings auch helfen, zu beiderseitigem Vorteil.

    Aber ich nehme mir auch die Freiheit zu sagen, dass mich bestimmte Themen nicht interessieren, ich sie nicht für realisierbar halte oder auch ablehne.

    Bin übrigens selber ü50 und seit der Coronakrise auch mit einem gewissen Übergewicht "gesegnet". Das ist nicht nur in meinem Fall (Asthma) ungesund und ich bemühe mich, es zu reduzieren. Da finde ich Bilder von sportlichen Jungs eher motivierend.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 nichtbinärePersonAnonym
  • 19.05.2022, 12:02h
  • Antwort auf #2 von KMBonn
  • "Und hinter einem sportlich aktiven Jungen, der täglich im Gym trainiert, sich einiges abverlangt und auf das eine oder andere verzichtet, steht eben auch diese Leistung, die mein Mann und ich mit unserem Verlag, Buchshop und Portal auch unterstützen."

    Es lebe die deutsche Leistungsgesellschaft!
    Naja: zum Glück muss ja niemand für diese Produktionen Geld ausgeben.

    "Verbreiten Sie des Amtes allumfassende Weisheit und Zuständigkeit!"

    Danke, aber nein danke - ich verzichte.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 LisaAnonym
  • 19.05.2022, 12:13h
  • Der Gründer des BfmW hat sich z.B. auf Facebook schon mehrfach nicht nur herabwürdigend sondern auch offen misogyn geäußert. Dabei mehrfach im Ton vergriffen. Ich persönlich meide alles, was mit ihm uns seinem "Amt" zu tun hat.
    Schade, denn die dahintersteckende Idee finde ich spannend.
    Muss aber natürlich jede:r selbst wissen und entscheiden.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 ___---valkyrie---___Anonym
  • 19.05.2022, 13:56h
  • Antwort auf #2 von KMBonn
  • Es gibt da einen schönen Spruch:
    Alle sagten: Das geht nicht! Dann kam eine Person, die wusste das nicht...und hat es einfach gemacht.

    Klar, mit dem Strom schwimmen, ist immer einfacher. Aber wenn das Buch nur lesenswert ist, wenn ein halbnackter Mann auf dem Titel zu sehen ist, ist es wahrscheinlich eh nichts für mich.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 KMBonnProfil
  • 19.05.2022, 14:09hBonn
  • Antwort auf #5 von ___---valkyrie---___
  • Wir haben es schon probiert und uns auch mit anderen Verlegerkollegen ausgetauscht. Bestimmte Sachen funktionieren nicht, es sei denn, man braucht ein Abschreibungsprojekt.
    Das ist so - leider.
    Überzeug Dich selbst und mach bei Amazon mal eine Suche nach Gay Romance oder Gay Fantasy, schau Dir die Cover an und dann reden wir gern weiter.

    Ich habe in meinen verschiedenen Buchshops auch alles, was es an queerer Literatur im deutschen Buchhandel gibt. Da kann ich mir schon ein gewisses Urteil erlauben.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 AlexAnonym
  • 19.05.2022, 14:17h
  • "als Traum aller Mädels und schwulen Jungs"

    Lesbische "Mädels" sind in eurer ach so phantasievollen Welt offenbar genau so wenig vorgesehen wie nicht-binäre Menschen. Oder Unsportliche.

    Aber wer alle Menschen als "linksidentitäre Fanatiker" beleidigt, die sich um die sprachliche Inklusion aller Mitglieder der queeren Community bemühen, muss ohnehin nicht mit meiner Unterstützung rechnen. Bei öffentlichen Beleidigungen hört meine Solidarität auf. Ihr wollt Markt - ihr kriegt Markt.
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#8 BAfmWDienstaufsichtAnonym
  • 19.05.2022, 14:35h
  • Antwort auf #7 von Alex
  • Nicht weiter aufregenswert. Jeder Kommentar von KMBonn gleicht einem Offenbarungseid. Lass ihn schreiben, er macht es nur noch schlimmer.
    Gewinn erzielen zu wollen, finde ich vollkommen in Ordnung für ein wirtschlaftlich orientiertes Unternehmen. Dafür allerdings vieles von dem zu verraten, wofür angeblich eingestanden wird, wirkt auf mich schäbig und mit Sicherheit nicht unterstützenswert.
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#9 KMBonnProfil
  • 19.05.2022, 14:37hBonn
  • Antwort auf #7 von Alex
  • Wir suchen sportliche Jungs, für ein ganz bestimmtes Shooting und für einen ganz bestimmten Dreh.

    Und jetzt beschwerst Du Dich, weil wir für dieses Shooting keine lesbischen Mädels suchen?

    Was soll der Quatsch?

    Gehst Du zu einem Rosenzüchter und beschimpfst ihn, weil er keine Astern im Angebot hat?

    Die Chuzpe muß man erstmal haben.
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#10 ___---valkyrie---___Anonym
  • 19.05.2022, 14:42h
  • Antwort auf #6 von KMBonn
  • Sorry, das scheint dann eine etwas "spezielle" Zielgruppe zu sein. Ich kaufe ein Buch wegen dem Inhalt und nicht wegen dem Cover.

    Bei Gay-Romance bin ich raus. Aber viele Verlage mit lesbischen Romanzen sexualisieren das Titelbild nicht. Verkauft sich trotzdem. Genauso wie die Bücher bei vielen anderen Verlagen auch (egal für welche Zielgruppe), ob Liebesgeschichte, Sci-fi und Co. Von daher wundert es mich schon, dass es gar nicht funktionieren soll.

    Übrigens, nichts gegen Sex, auch wenn ich bei der obligatorischen Sexszene in vielen lesbischen Krimis mittlerweile schmunzeln muss. Gehört wohl dazu, damit ich weiß, dass ich auch wirklich das richtige Buch habe. Aber wenn das nur zu Marketingzwecken dient und sich dann noch auf normierte Schönheitsideale beschränkt (traurig, dass es 2022 immer noch feste Kategorien gibt, was als attraktiv empfunden wird), verzichte ich gerne darauf.
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