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- 20. Januar 2006 1 Min.
Abuja (queer.de) - Nigeria will Schwule mit fünf Jahren Haft bestrafen. Unter dem Vorsitz von Staatspräsident Olusegun Obasanjo hat das Kabinett eine Gesetzesvorlage verabschiedet, das gleichgeschlechtliche Beziehungen unter Strafe stellt. Das gleiche Strafmaß wird auch Personen angedrohnt, die an einem Treffen von Schwulengruppen im Land teilnehmen oder Homo-Paare trauen. Die Zustimmung des Parlaments gilt als sicher. "Es ist unafrikanisch, eine Beziehung zum gleichen Geschlecht zu haben", begründete Justizminister Bayo Ojo den Schritt. Seit 2000 haben bereits zwölf von Nigerias muslimischen Provinzen Sharia-Gerichte eingeführt. Mehrere Todesurteile sollen Presseberichten zufolge verhängt worden sein. Es ist nicht bekannt, ob die Strafen vollzogen wurden. Nigeria ist mit rund 130 Millionen Einwohnern Afrikas bevölkerungsreichstes Land. 50 Prozent der Nigerianer sind Muslime, rund 40 Prozent Anglikaner. Erzbischof Peter Akinola gilt als einer der größten Gegner von Homosexualität in der anglikanischen Kirche. (dk)















So hat die US-Regierung Nigeria, dem bedeutendsten afrikanischen Ölland, verstärkte Militärhilfe in Aussicht gestellt.
10 % seines Öls bezieht die USA aus Nigeria. Der Süden ist christlich geprägt. Dort befinden sich auch die Häfen zum Abtransport des Öls nach Amerika.