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"Weltweit einzigartige Programmreihe"

BR und rbb zeigen großes queeres Kino

Der Sommer wird queer in Bayern und Berlin-Brandenburg: In den dritten Programmen laufen im Rahmen von "rbb QUEER" und "BR QUEER" Spielfilme über LGBTI.


Auch "Moffie" wird gezeigt, ein Historienfilm über Schwulsein in der homophoben Apartheids-Armee Südafrikas (Bild: Salzgeber)
  • 19. Mai 2022, 11:27h 18 3 Min.

Von 2. Juli bis 13. August werden "rbb QUEER" und "BR QUEER" in den beiden dritten Programmen elf Filme "jenseits der Hetero-Norm" zeigen. Im Rundfunk Berlin-Brandenburg feiert die Reihe bereits ihren fünften Geburtstag, für den Bayerischen Rundfunk ist sie eine Premiere. Die Filme laufen im rbb-Fernsehen jeweils ab 23.30 Uhr und im BR-Fernsehen ab 23.15 Uhr. Die meisten Filme können aber auch mindestens zwei Wochen nach der Ausstrahlung in der ARD-Mediathek abgerufen werden.

"Bewegend, berührend, bereichernd – das ist unsere queere Filmreihe im Juli 2022", erklärte BR-Programmdirektor Kultur, Björn Wilhelm. "Wir freuen uns mit dem rbb über besondere, diverse, europäische Filme: Zwei deutsche Erstausstrahlungen sowie hochkarätige internationale Kinofilme in 'BR QUEER' entsprechen dem hohen Niveau, für das der BR im Bereich des Kinofilms traditionell steht."

rbb-Programmdirektor Jan Schulte-Kellinghaus begrüßte, dass die Filmreihe in seinem Kanal Verstärkung aus dem Süden bekommt: "Je mehr Sender sich beteiligen, desto besser. Denn umso selbstverständlicher wird queer sein – in Berlin, genauso wie in Brandenburg an der Havel oder in Bad Tölz."

Björn Koll, der Geschäftsführer des queeren Filmverleihers Salzgeber, wies darauf hin, dass die Reihe etwas Besonderes darstelle: "Hat eigentlich schon mal jemand darauf hingewiesen, dass 'rbb QUEER' eine weltweit einzigartige Programmreihe ist und hier Fernseh- und Kulturgeschichte geschrieben wird?"

Auftakt macht "Futur Drei"

Den Auftakt von "rbb QUEER" macht am 2. Juli der bahnbrechende Coming-of-Age- und Liebesfilm "Futur Drei". In seinem autobiografischen Regiedebüt erzählt Faraz Shariat authentisch vom queeren Heranwachsen eines Einwanderersohns in Deutschland, der sich in einen iranischen Geflüchteten verliebt. "Futur Drei" wurde u.a. mit dem First Steps Award und dem Teddy-Award der Berlinale ausgezeichnet.

Mit einem romantischen Double Feature startet "BR QUEER" am 7. Juli um 23.15 Uhr: "Zomer – Nichts wie raus!" erzählt von der 16-jährigen Anne, die das Leben in ihrem südholländischen Kaff satt hat. Bis Lena auf einem Motorrad ins Dorf kommt und bleibt. Colette Bothofs Film, der auch im rbb am 16. Juli zu sehen ist, erzählt die Geschichte eines bittersüßen Erwachsenwerdens. Danach gibt es mit "Küss mich" einer der modernen Klassiker des lesbischen Liebesfilms zu sehen: Alexandra-Therese Keinings erwachsene Romanze erzählt in den warmen Farben des schwedischen Sommers freizügig und mutig von einer Frau, die sich aus einer heterosexuellen Beziehung heraus in eine andere Frau verliebt. (cw)

Alle Filme

Die Filme im Überblick "BR QUEER"

Donnerstag, 7. Juli 2022, 23.15 Uhr: "Zomer – Nichts wie raus!", Niederlande 2014, deutsche Erstausstrahlung, 14 Tage in der ARD-Mediathek.

Nacht auf Freitag, 8. Juli 2022, 00.45 Uhr, "Küss mich", Schweden 2011, 14 Tage in der ARD-Mediathek.

Donnerstag, 14. Juli 2022, 23.15 Uhr, "Sag nicht, wer du bist!", Kanada/Frankreich 2013, 21 Tage in der ARD-Mediathek.

Nacht auf Freitag, 15. Juli 2022, 00.55 Uhr, "Viva", Irland/Kuba 2015, 14 Tage in der ARD-Mediathek.

Donnerstag, 21. Juli, 23.15 Uhr, "Eine total normale Familie", Dänemark 2020, deutsche Erstausstrahlung, 14 Tage in der ARD-Mediathek.

Donnerstag, 28. Juli, 23.15 Uhr, "Siebzehn", Österreich 2017, 14 Tage in der ARD-Mediathek.

Alle Filme sind parallel auch in der BR-Mediathek erhältlich.


Die Filme im Überblick "rbb QUEER"

Samstag, 2. Juli, 23.30 Uhr, "Futur Drei", Deutschland 2020, deutsche Erstausstrahlung, 14 Tage in der ARD-Mediathek.

Samstag, 9. Juli, 23.30 Uhr, "Moffie", Südafrika/Großbritannien 2019, deutsche Erstausstrahlung, 14 Tage in der ARD-Mediathek.

Samstag, 16. Juli, 23.30 Uhr,"Zomer – Nichts wie raus!", Niederlande 2014, 14 Tage in der ARD-Mediathek

Samstag, 23. Juli, 23.30 Uhr, "Princess Cyd", USA 2017, deutsche Erstausstrahlung, nicht in der ARD-Mediathek

Samstag, 30. Juli, 23.30 Uhr, "Eine total normale Familie", Dänemark 2020, 14 Tage in der ARD-Mediathek

Samstag, 6. August, 23.30 Uhr, "Sorry Angel", Frankreich 2018, 14 Tage in der ARD-Mediathek

Samstag, 13. August, 23.30 Uhr, "Minjan", USA 2020, deutsche Erstausstrahlung, nicht in der ARD-Mediathek
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Queere TV-Tipps
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#1 LothiAnonym
  • 19.05.2022, 13:54h
  • Also ich freu mich riesig darauf.
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#2 AtreusEhemaliges Profil
  • 19.05.2022, 15:13h
  • Starke Aktion, bravo! Ich dachte ja, als der RBB mit den allerersten Queeren Wochen aufmachte, dass das eine Eintagsfliege werden wird. Aber, dass der BR nun nachzieht und wir nun jedes Jahr aufs Neue beglückt werden, ist genau die Art, wie ich mich gerne eines Besseren belehren lasse.

    Andre Techines "Siebzehn" und den deutschen "Futur Drei" habe ich ins Herz geschlossen. Auf diese beiden freue ich mich ganz besonders.
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#3 PeerAnonym
  • 19.05.2022, 16:45h
  • Das freut mich sehr, dass diese Reihe auch diesen Sommer wieder auflebt.

    Aber noch mehr würde mich freuen, wenn LGBTI-Filme auch mal öfter von ARD, ZDF und den Dritten zur Hauptsendezeit gesendet würden. Und nicht nur werktags nach 23 Uhr im Sommerloch.

    Eine löbliche Ausnahme ist echt Arte, die wenigstens ab und zu auch mal LGBTI-Filme in der Primetime senden, teilweise sogar direkt um 20.15 Uhr.

    Statt der tausendsten Tatort-Wiederholung, irgendwelchen Nonnen- und Arztserien oder der x-ten Labersendung, die eh nichts bringt, weil jeder seine Phrasen drescht und der Wahrheitsgehalt eh nicht in der Sendung überprüft werden kann, sollten die auch daran denken, dass wir ebenfalls GEZ-Gebühren zahlen. Nicht nur im Sommer, sondern das ganze Jahr.

    Würden die wirklich anteilig so viele Minuten ihres Programms mit LGBTI-Filmen und -Serien füllen, wie es unserem Anteil an der Bevölkerung entspricht, dann müsste jeder (!) Sender jeden (!) Tag mindestens einen LGBTI-Film zeigen. So weit gehen wir ja nicht mal, aber einer pro Woche sollte doch wohl drin sein...
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