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Themenschwerpunkt zum "Pride Month"
SOS-Kinderdörfer fordern Ende der Kriminalisierung queerer Menschen
Die Hilfswerk für Kinder in Not bezeichnet die Verfolgung von LGBTI als "massiven Verstoß gegen Kinder- und Menschenrechte".

Auch die bekannte Kinderschutzorganisation wehrt sich gegen Homo- und Transphobie (Bild: SOS-Kinderdörfer weltweit)
- 19. Mai 2022, 14:20h 2 Min.
Die Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer weltweit aus München hat am Donnerstag im Vorfeld des Pride-Monats Juni gefordert, dass Kriminalisierung und Diskriminierung von sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten weltweit beendet werden müsse. "Es ist schockierend, welcher Gewalt und Diskriminierung sie immer noch ausgesetzt sind. Das ist ein massiver Verstoß gegen Kinder- und Menschenrechte", erklärte Boris Breyer, der Pressesprecher der Organisation. Anlässlich der CSD-Saison will das internationale Hilfswerk für Kinder in Not verstärkt auf das Thema aufmerksam machen.
So würden queere Menschen in mehr als 80 Ländern regelrecht verfolgt, aber auch in westlichen Gesellschaften gebe es deutliche Missstände und besorgniserregende Entwicklungen, klärte die Organisation auf. Sie verwies etwa auf das kürzlich beschlossene "Don't Say Gay"-Gesetz im US-Bundesstaat Florida (queer.de berichtete). "Unsere Antwort auf all dies kann nur sein: Homophobie und Diskriminierung müssen weltweit in all ihren Facetten beendet werden!", so Breyer.
"Mein Sohn heißt jetzt Anna"
Bereits jetzt hat SOS-Kinderdörfer mehrere queere Informationen auf seiner Website bereit gestellt. So hat die Organisation etwa einen Ratgeber zur Geschlechtsidentität bei Kindern veröffentlicht ("Mein Sohn heißt jetzt Anna").
Heute ist Internationaler Tag gegen Homophobie und Transphobie ? Vielfalt ist wichtig. Das gilt auch für die...
Posted by SOS-Kinderdörfer weltweit on Tuesday, May 17, 2022
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Außerdem erzählt das Hilfswerk die Geschichten mehrere queerer Menschen – etwa von Kiko, einer nichtbinären und pansexuellen Person aus Mazedonien. Kiko verbrachte die Teenagerzeit in einer Jugendeinrichtung der SOS-Kinderdörfer – und fand dort den Mut, sich als genderfluid zu outen.
In der weltweiten Arbeit versuchten die SOS-Kinderdörfer jungen Menschen zu helfen, "deren Geschlechtsidentität oder sexuelle Orientierung nicht der gängigen Vorstellung entspricht". Das Hilfswerk sehe es als seine Aufgabe, diese Menschen "mit viel Fingerspitzengefühl zu unterstützen – in zahlreichen Ländern eine Gratwanderung".
Die SOS-Kinderdörfer sind heute in 137 Ländern aktiv. Die 1949 in Österreich gestartete Organisation besteht heute aus einem über Jahrzehnte gewachsenen Netzwerk von über 100 Vereinen, die im jeweiligen Land verwurzelt und unter einem gemeinsamen Dach vereint sind. (dk)
Links zum Thema:
» Homepage SOS-Kinderdörfer weltweit














Ich könnte jedes Mal im Strahl kotzen, wenn irgendwer meint, Menschenrechte seien Verhandlungssache oder müssten vor "Meinungsfreieheit" oder "Religionsfreiheit" zurückstehen.