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"Designed in Battle"

US-Pornolabel verkauft Klamotten zugunsten schwuler Soldaten in der Ukraine

Treasure Island Media will queere Militärangehörige unterstützen – durch den Verkauf von Muskelshirts, T-Shirts und Kapuzenpullover mit einem militärischen Symbol.


Das Pornlabel Treasure Island Media verkauft Hemden und Pullover mit militärischer Symbolik (Bild: Treasure Island Media)

Das amerikanische Pornostudio Treasure Island Media hat die Benefiz-Bekleidungskollektion "Designed in Battle" gestartet. Diese wird im Onlineshop des Unternehmens weltweit verkauft. Alle Einnahmen sollen an die schwule Soldatengruppe "Achilles Brotherhood" gehen, teilte Treasure Island Media mit. Die Kollektion schließt Muskelshirts (ab 32 Dollar), T-Shirts (ab 34 Dollar) und Kapuzenpollover (ab 54 Dollar) ein.


Eine Auswahl der angebotenen Bekleidungsstücke (Bild: Treasure Island Media)

Laut dem Unternehmen mit Hauptsitz in San Francisco wurde das Einhorn-Design von "Achilles Brotherhood" inspiriert. Dabei handle es um eine "Gruppe männerliebender ukrainischer Soldaten, die gerade an vorderster Front gegen die russische Invasion kämpfen". Ferner erklärte das Pornolabel: "Um diese wackeren Helden zu unterstützen, hat Treasure Island Media in begrenzter Zahl eine Auswahl von Kleidung kreiert, die das spezielle Symbol der Brotherhood zeigt. Sie kämpfen bis zum Tod gegen ein homophobes Regime und für das Recht, frei zu leben als männerliebende Männer", heißt es martialisch.

Schwuler Soldat fürchten um Leben

Treasure Island Media zitiert auch den queeren ukrainischen Aktivisten und Soldaten Viktor Pilipenko, der bereits 2014 bis 2016 gegen die begrenzte russische Invasion im Osten des Landes gekämpft hatte. "Ich bin ein LGBT-Aktivist im Militär", so Pilipenko. Er befürchte, dass die russischen Truppen ihn selbst oder seine Eltern verhaften, foltern oder töten. Über den Feind sagt er: "Bei ihnen wird es keine Gnade geben."

Twitter / radiowestin

Der 35-Jährige hatte in den letzten Jahren in der queeren Community dafür geworben, sich zum Militärdienst zu melden – und damit auch zu einer Liberalisierung beizutragen. Letztes Jahr sagte er etwa: "Das Militär kann die Einstellung der Gesellschaft ändern. Es hat eine gute Reputation, das Volk vertraut ihm, weil es die Ukraine verteidigt." Damals erklärte er auch, sein Traum sei es, dass das Militär offiziell beim CSD mitmarschiert. (cw)