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Einsatz für Akzeptanz

Käthe-Kollwitz-Preis der Akademie der Künste an Nan Goldin

Nan Goldin wird insbesondere für ihre Arbeiten in der queeren Community geehrt.


Die 1953 in Washington geborene Nan Goldin ist vor allem für ihre Arbeiten innerhalb der queeren Community bekannt (Bild: team art in berlin / wikipedia)

  • 20. Mai 2022, 13:27h, noch kein Kommentar

Die amerikanische Fotografin, Filmemacherin und Aktivistin Nan Goldin (68) erhält in diesem Jahr den Käthe-Kollwitz-Preis 2022 der Akademie der Künste Berlin. Die Jury würdige damit eine Künstlerin, die eine zentrale Position in der zeitgenössischen Fotografie einnehme, hieß es am Freitag in einer Mitteilung.

Mit ihren Arbeiten aus ihrem persönlichen Lebensumfeld und der queeren Community habe die bisexuelle Künstlerin Tabus gebrochen, Grenzen überwunden und sich damit für Akzeptanz und zunehmende Anerkennung eingesetzt. Dazu zählt etwa "The Ballad of Sexual Dependency" von 1986. "Die Unmittelbarkeit in ihren Fotografien entstammt ihrer physischen und emotionalen Zugehörigkeit und Distanzlosigkeit zu einer Lebenswelt, die sich vielen Menschen verschlossen hat und durch sie als Künstlerin geöffnet wurde."


Christmas at the Other Side, Boston, 1972 von Nan Goldin

Die mit 12.000 Euro dotierte Auszeichnung soll Goldin Anfang 2023 überreicht werden. Anlässlich der Verleihung ist eine Ausstellung von Januar bis März geplant.

Der Käthe-Kollwitz-Preis wird seit 1960 jährlich für das Lebenswerk eines Künstlers oder einer Künstlerin vergeben. Im letzten Jahr hatte ihn die Konzeptkünstlerin Maria Eichhorn erhalten. (dpa/cw)