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Polizeibericht
Berlin: Vater und Sohn homofeindlich beleidigt und bespuckt
Ein 49-Jähriger, der seinen intellektuell beeinträchtigten Sohn an der Hand führte, wurde am Freitagabend am Bahnhof Alexanderplatz von einem betrunkenen Homohasser attackiert.

Der Vorfall ereignete sich im Zwischendeck des Bahnhofs Alexanderplatz in Berlin-Mitte (Bild: Ingolf / flickr)
- Von Norbert Blech
21. Mai 2022, 10:05h 2 Min.
In Berlin-Mitte beleidigte am späten Freitagabend ein Betrunkener zwei Männer homofeindlich. Das meldete die Polizei der Hauptstadt am Samstagmittag.
Nach derzeitigen Erkenntnissen wurde der alkoholisierte 34-Jährige gegen 23 Uhr auf dem Zwischendeck des Bahnhofs Alexanderplatz auf einen 49-Jährigen aufmerksam, der seinen intellektuell beeinträchtigten Sohn an der Hand führte. Der 34-jährige beleidigte beide Männer daraufhin mehrfach schwulenfeindlich und soll dem Vater zusätzlich noch ins Gesicht gespuckt haben.
Der Angreifer wurde festgenommen
Mitarbeitende der BVG Sicherheit hielten den Tatverdächtigen bis zum Eintreffen der alarmierten Polizei fest. Dem Mann wurde in einem Polizeigewahrsam Blut abgenommen und er wurde erkennungsdienstlich behandelt. Gegen ihn wird nun wegen Beleidigung und Körperverletzung ermittelt.
Die Berliner Polizei macht mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt in ihren Berichten publik und meldet diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner für LGBTI.
Diese Woche hatte das Berliner Überfalltelefon Maneo seine Jahrestatistik vorgestellt. Demnach wurden 731 Fälle von Drohungen, Beleidigungen und Angriffen gegen queere Menschen registriert. Meistens ging es demnach um Drohungen und Nötigungen (36 Prozent), Körperverletzungen (30 Prozent) und Beleidigungen (28 Prozent). Aufgrund eines vermuteten hohen Dunkelfeldes sind die Zahlen nur bedingt aussagekräftig. Ein großer Teil der gemeldeten Fälle richtete sich gegen schwule oder bisexuelle Männer. Die meisten Fälle seien aus Schöneberg gemeldet worden, gefolgt von Kreuzberg, Neukölln und Tiergarten. (pm/cw)















