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Polizeibericht

Berlin: Vater und Sohn homofeindlich beleidigt und bespuckt

Ein 49-Jähriger, der seinen intellektuell beeinträchtigten Sohn an der Hand führte, wurde am Freitagabend am Bahnhof Alexanderplatz von einem betrunkenen Homohasser attackiert.


Der Vorfall ereignete sich im Zwischendeck des Bahnhofs Alexanderplatz in Berlin-Mitte (Bild: Ingolf / flickr)

In Berlin-Mitte beleidigte am späten Freitagabend ein Betrunkener zwei Männer homofeindlich. Das meldete die Polizei der Hauptstadt am Samstagmittag.

Nach derzeitigen Erkenntnissen wurde der alkoholisierte 34-Jährige gegen 23 Uhr auf dem Zwischendeck des Bahnhofs Alexanderplatz auf einen 49-Jährigen aufmerksam, der seinen intellektuell beeinträchtigten Sohn an der Hand führte. Der 34-jährige beleidigte beide Männer daraufhin mehrfach schwulenfeindlich und soll dem Vater zusätzlich noch ins Gesicht gespuckt haben.

Der Angreifer wurde festgenommen

Mitarbeitende der BVG Sicherheit hielten den Tatverdächtigen bis zum Eintreffen der alarmierten Polizei fest. Dem Mann wurde in einem Polizeigewahrsam Blut abgenommen und er wurde erkennungsdienstlich behandelt. Gegen ihn wird nun wegen Beleidigung und Körperverletzung ermittelt.

Die Berliner Polizei macht mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt in ihren Berichten publik und meldet diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner für LGBTI. (pm/cw)



#1 gastAnonym
  • 21.05.2022, 13:51h
  • Das Verfahren wird wohl u. a wegen verminderter Schuldfähigkeit eingestellt. (Alkoholisiert). Ich habe auch in den wenigsten Fällen etwas über den Ausgang anderer Verfahren wegen Homophobie etc. mitbekommen.
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#2 SebiAnonym
  • 21.05.2022, 16:20h
  • Da sieht man wieder mal, dass Homohass und Transhass für ALLE Menschen verheerend ist.

    Das muss endlich bekämpft werden.
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#3 Soft ButchAnonym
  • 21.05.2022, 17:00h
  • Antwort auf #1 von gast
  • Ja, genau das habe ich mir erst gestern auch gedacht, als mich an einer U-Bahn-Station ein offensichtlich besoffener Mann wiederholt sexistisch beleidigt hat. Hat sich dadurch natürlich noch beschener angefühlt.
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#4 Soft ButchAnonym
#5 Soft ButchAnonym
#6 LothiAnonym
  • 21.05.2022, 17:48h
  • Antwort auf #3 von Soft Butch
  • Ganz ehrlich? Wenn mich so versoffenes Arschloch blöde anmacht, mach einen weiten Bogen um ihn herum, ignoriere ihn und gehe weiter. Im Notfall immer Pfefferspray dabei haben. Nur das bringt was.
    Und hör auf Dir wegen solch Idioten auch noch Gedanken zu machen. Die haben echt ein Problem und nicht Du.
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#7 Ja aberAnonym
  • 21.05.2022, 18:31h
  • Antwort auf #6 von Lothi
  • Ich stimme Dir eigentlich zu:
    solche versoffenen Versager, die ihre Wut über ihr eigenes verpfuschtes Leben an anderen auslassen wollen, sollten einem eigentlich egal sein.

    Aber dennoch fühlt man sich halt schlecht, wenn sowas passiert. Ist mir selbst auch mal passiert: das war ca. Mitte der 1990er, als ich als Teenager durch unsere Einkaufsstraße ging. Und da kam so ein ziemlich alter Typ und schrie mir nach "Du schwule Sau". Alles drehte sich um und guckte mich an. Natürlich war er es, der sich zum Idioten gemacht hat, aber dennoch hat mich das fertig gemacht und ich hatte danach deutlich weniger Selbstvertrauen.

    Deshalb müssen auch solche Taten konsequent verfolgt werden. Um ein Zeichen zu setzen, dass unsere Gesellschaft sowas nicht duldet. Dass das allzu oft nicht geschieht, wundert mich nicht, wenn selbst Aussagen deutscher Pastoren, wir seien "todeswürdig" mit einem Freispruch enden.
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#8 LorenProfil
  • 21.05.2022, 19:52hGreifswald
  • Menschen werden öffentlich als Fußabtreter, Anspuckobjekte u.ä. behandelt, weil sie Hassleuten nicht in den Kram passen. So weit ist es mal wieder, dass Demütigungen im Privaten nur eine Seite eine überaus hässlichen Medaille sind. Als ehemaligen Förderschullehrer, der neben anderen auch mit intellektuell beeinträchtigten Jugendlichen gearbeitet hat, macht mich die Meldung zusätzlich betroffen. Für den Täter habe ich nur Verachtung übrig. Shame on you!
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#9 gastAnonym
  • 21.05.2022, 23:12h
  • Antwort auf #1 von gast
  • Ich muss nochmal verstärkt darauf verweisen, dass bisher kaum - mir jedenfalls nicht bekannt - jemand wegen gleichgeschlechtlicher Beleidigung oder Anpöbelei ernsthaft vor´n Kadi gezogen und sich dort verantworten mußte. Da musste noch deutlich mehr passiert sein. Das ganze - wir - machen - das - öffentlich - scheint mir eher eine "Kopf streichel" Methode zu sein gemäß .... ja ja, wir kümmern uns ja um dich ... nur ... versteh bitte, es gibt noch wichtigere... s .... als dein Fall. Das geschieht übrigens auch bei anderen angezeigten Delikten. Ich kann mich noch erinnern als ich 5 zerstochene Fahrradreifen (bei uns in der Wohnanlage) anzeigte und dem netten Polizisten gegenüber saß, der das ganze auf einem Schmierzettel/Notizzettel festhielt. Das ganze war mir klar. Der Herr hat auch noch gegähnt während ich bei ihm saß. Wenn man dann gleich WEISS, dass da nix passiert - DAS tut so weh, DAS kränkt und macht hilflos. Aber wehe die Maske sitzt schief in der Straßenbahn ....
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#10 LothiAnonym
  • 22.05.2022, 07:38h
  • Antwort auf #9 von gast
  • Ohne Zeugen ist es oft sehr schwierig eine Anzeige bei der Polizei zu machen. Für die bedeutet das ersteinmal viel Schreibkram. Aber zuerst mal aufnehmen müssen sie diese auch.
    Ist zwar schon eine halbe Ewigkeit her, aber genau das ist mir passiert, als ich mal eine Anzeige aufgab. Der wachhabende Polizist hatte sogar noch die Frechheit besessen mir und meinen Freund zu sagen: wir haben besseres zu tun. Nun, ich sagte ihm unvermittelt: sie sind hier um das Protokoll zu schreiben und nicht um irgendein Urteil zu fällen. Vorteil für mich und mein Freund war noch eine dritte Person anwesend als Zeuge des Überfalls auf uns.
    Es kam zu einer Gerichtsverhandlung mit Urteil gegen den Täter.
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