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- 20. Januar 2006 2 Min.
Ein Standpunkt zum Familienbild des Bundespräsidenten
Von Jürgen Friedenberg
"Das Glücke kommt selten per posta zu Pferde, es gehet langsam Schritt für Schritt ..." Wie in diesem alten Lied vollzieht sich auch der Bewusstseinswandel, der dem sozialen Fortschritt vorangehen muss, Schrittchen für Schrittchen. Offenbar hat auch unser Staatsoberhaupt das begriffen, denn alle seine bisherigen Reden zeigten den Willen zur Erneuerung, gleichzeitig aber Augenmaß, wohl wissend, dass mit Parforceritten hierzulande nichts zu erreichen ist.
So spricht Köhler der gleichgeschlechtlichen Family ebensolche Erziehungsqualitäten zu wie der traditionellen Vater-Mutter-Kind-Familie, scheut aber (noch) davor zurück, für gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften und damit auch für gleichgeschlechtliche Erziehungsgemeinschaften genau dieselben Rechte und Pflichten zu fordern wie sie verschiedengeschlechtlichen Ehen und Familien gewährt werden.
Die Geschichte der Emanzipation von Minderheiten lehrt aber, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die volle Gleichberechtigung erreicht sein wird. Denn ein bisschen Gleichberechtigung ist keine. Allerdings kommt der Fortschritt nicht von alleine, man/frau muss schon kräftig mithelfen und immer wieder Druck machen, damit der Gesetzgeber endlich der Lebenswirklichkeit Rechnung trägt.
Die Chancen dafür stehen nicht schlecht, ist doch eine kinderfreundliche, gezielt die Zukunft unseres Volkes sichernde Familienpolitik erklärtermaßen ein Grundpfeiler der schwarz-roten Bundeskoalition. Genauer betrachtet, ist hier wie auch auf anderen Politikfeldern eine gewisse Sozialdemokratisierung unübersehbar. Was nach der Überbetonung neoliberaler Denk- und Verhaltensweisen der vorangegangenen Bundesregierungen kein Schaden ist. Kein Wunder, dass nun aus der konservativen Ecke Widerspruch laut wird und Angst um das eigene Profil keimt. Die Traditionalisten in Parteien, Kirchen und Gesellschaft werden jedoch auf Dauer die rechtliche Gleichstellung von Homos und Heten nicht verhindern können, weil im Rechtsstaat für alle, die gleiches tun, gleiches Recht gelten muss.
20, Januar 2006















....Rechte und Pflichten....gewährt werden...
(obige hat man, vive la republique !)
...gezielt die Zukunft unseres Volkes sichernde Familienpolitik .....
(oh ja, und wir schwulen basteln schwarz-rot-gülden mit, für´s nächste leckerlie)
boah, schwul und statsmännisch: du bist deutschland...du bist angekommen...du bist
dabei !!! - oder warst noch wie weg ?
mit völk.... gruss ?